Autonomes Fahren: Behörde verklagt Tesla wegen irreführender Autopilot-Werbung

Eine US-Behörde hat Tesla wegen Kundentäuschung in Hinblick auf die Fähigkeiten des Autopiloten verklagt. Es drohen weitreichende Konsequenzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Telsa im Autopilot-Modus
Telsa im Autopilot-Modus (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Lügt Tesla bei den Fähigkeiten seines Autopiloten? Die kalifornische Verkehrsbehörde DMV (Department of Motor Vehicles) hat Klage gegen den Hersteller eingereicht. Teslas seien keine autonomen Fahrzeuge, die Fahrerassistenzsysteme würden besser dargestellt, als sie seien, so der Vorwurf. Darüber berichtete zuerst die Los Angeles Times.

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Es geht um Werbeaussagen auf der Tesla-Webseite. Sie sollen Kunden die Irre geführt haben, weil die Autopilot- und Full-Self-Driving-Technik als leistungsfähiger beschrieben würden, als sie tatsächlich seien, argumentiert das DMV.

Am 28. Juli 2022 reichte die Behörde zwei Schriftsätze dazu beim Verwaltungsgericht ein. Dabei geht es zum einen um die Marketingbegriffe Autopilot und Full Self-Driving, aber auch um Formulierungen wie diese: "Alles, was Sie tun müssen, ist einzusteigen und Ihrem Auto zu sagen, wohin es fahren soll. Wenn Sie nichts sagen, schaut Ihr Auto in Ihren Kalender und fährt Sie dorthin, da es davon ausgeht, dass Sie das Ziel erreichen. Ihr Tesla findet die optimale Route und navigiert durch städtische Straßen, komplexe Kreuzungen und Autobahnen."

Allerdings steht einige Abschnitte davor auch dies: "Alle neuen Tesla-Fahrzeuge verfügen über die erforderliche Hardware, um in Zukunft unter fast allen Umständen vollständig selbstfahrend zu sein."

Im schlimmsten Fall droht ein Produktions- und Verkaufsverbot

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Das DMV fordert drastische Maßnahmen bis hin zum Entzug der Produktions- und Verkaufserlaubnis für die Fahrzeuge in Kalifornien. Gegenüber der Los Angeles Times teilte ein Sprecher mit, dass Tesla im Erfolgsfall der Klage Verbrauchern genau erklären müsse, was die Assistenzsysteme nicht können. Auch Warnhinweise seien denkbar.

Nach einem Bericht von CNBC hat Tesla 15 Tage Zeit, sich vor dem Verwaltungsgericht zu äußern. CNBC veröffentlichte auch die beiden Schriftsätze des DMV.

Die Funktion Full Self Driving kostet in den USA mittlerweile 12.000 US-Dollar. Sie ist auch im Abo erhältlich. Es handelt sich um ein Paket von Assistenzsystemen, die das Fahrzeug durch den Verkehr lotsen sollen, ohne dass die Fahrer steuern müssen. Doch ein autonomes System ist es nicht. Die Fahrer müssen stets aufmerksam und eingriffsbereit sein. Das steht so auch auf der Tesla-Website und wird im Fahrzeug angezeigt.

Das DMV ist jedoch der Meinung, dass dieser Disclaimer die "ursprünglichen unwahren oder irreführenden Bezeichnungen und Behauptungen, die irreführend sind 'nicht heilt'."

In einem Interview mit dem Youtube-Kanal Tesla Owners Silicon Valley sagte Firmenchef Elon Musk, dass Teslas diverse Softwareprobleme hätten, die er beheben wolle, wie etwa den Webbrowser im Fahrzeug, der seiner Meinung nach derzeit zu langsam ist.

"Aber der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung des autonomen Fahrens", sagte Musk. "Das ist entscheidend. Es ist wirklich der Unterschied, ob Tesla eine Menge Geld wert ist oder praktisch null", sagte er.

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neocron 09. Aug 2022 / Themenstart

nope, haettest du dir die Muehe gemacht nicht nur die Ueberschrift zu lesen, sondern...

nomorenoless 08. Aug 2022 / Themenstart

Hä? Die Software liefert Fehler beim Regensensor? Was meinst du damit? Welche anderen...

Maddix 08. Aug 2022 / Themenstart

Das habe ich mir auch gedacht. Ich meine, die Formulierung aus dem Artikel ist...

nomorenoless 07. Aug 2022 / Themenstart

https://teslamag.de/news/exklusiv-kalifornien-tesla-autopilot-werbung-verbieten...

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