Abo
  • Services:

Autonomes Fahren: Audi stellt Konzepte für das fahrerlose Auto vor

Wie fahren wir in der Zukunft? Elektrisch und autonom, glaubt Audi. Der Hersteller stellt auf der IAA mit Elaine und Aicon Konzeptfahrzeuge für vollautomatisiertes und fahrerloses Fahren vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Audi Aicon: hat mit dem Auto von heute nur noch wenig gemeinsam
Audi Aicon: hat mit dem Auto von heute nur noch wenig gemeinsam (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Rückenmassage, Filme schauen oder gleich das Wohnzimmer auf Rädern: Audi zeigt auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt Konzepte für die Mobilität der Zukunft. Der Fahrer spielt dabei immer weniger eine Rolle.

Inhalt:
  1. Autonomes Fahren: Audi stellt Konzepte für das fahrerlose Auto vor
  2. Aicon braucht keinen Fahrer

Elaine und Aicon heißen die beiden Konzeptstudien für das automatisierte Fahren der Stufen vier und fünf. Elaine ist dabei eine Vorschau auf die kommende Generation von Elektroautos, die Anfang der 2020er-Jahre serienreif sein soll. Aicon hingegen ist ein Blick in eine automobile Zukunft, die mit dem Auto von heute nur noch wenig gemeinsam hat.

Der Audi A89 hat eine Staupiloten

In drei Schritten will der Ingolstädter Hersteller in die automobile Zukunft gehen: Den ersten stellt der Audi A8 dar. Das serienreife Auto verfügt über Systeme, die hochautomatisiertes Fahren ermöglichen: Im Stau auf der Autobahn kann der Fahrer dem Auto den Stop-and-Go-Verkehr überlassen und sich Erfreulicherem widmen. Oder besser gesagt: Er könnte. Denn aufgrund der aktuellen rechtlichen Situation gibt es das Auto vorerst ohne den Staupiloten.

  • Elaine: Audis Konzeptauto für das vollautomatisierte Fahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Elaine ist ein Elektroauto, das Anfang der 2020er-Jahre serienreif sein  soll. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf dem Display kann der Fahrer unterwegs Videos schauen, während das Auto selbst fährt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Statt Außenspiegel hat Elaine Kameras und Displays. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto soll auch fahrerlos fahren können, etwa im Parkhaus. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Aicon ist Audis Vision für das fahrerlose Fahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto kommuniziert mit anderen Verkehrsteilnehmern über Displays, die die Scheinwerfer ersetzen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Innenraum des Autos ist großzügig gestaltet. Die Sitze können gedreht werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Audis Vision für das fahrerlose Fahren ist luxuriös. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Elaine: Audis Konzeptauto für das vollautomatisierte Fahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Doch dessen ungeachtet hat Audi schon einen Prototypen für das vollautomatisierte Fahren entwickelt: Der Audi Elaine soll bis 130 Kilometer pro Stunde selbst fahren, und das nicht nur auf der Autobahn, sondern auch auf der Landstraße oder auf mehrspurigen Schnellstraßen in der Stadt. Das Auto kann beispielsweise automatisiert die Spur wechseln oder überholen. Die Fahrer können sich entspannt zurücklegen: "Sie können sich komplett ihrer Arbeit, ihrer Freizeit, ihrem Entertainment widmen, müssen nicht mehr aktiv sein.", sagt Arnold Kieferle, UI/UX-Designer bei Audi, im Gespräch mit Golem.de.

Der Sitz fährt zurück

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg

Entspannt zurücklehnen heißt: Sitz und Mittelkonsole fahren ein Stück nach hinten. Der Fahrer hat mehr Platz, etwa um unterwegs zu arbeiten oder um sich auf dem großen Display im Armaturenbrett einen Film anzuschauen. Steuern lässt sich das Audi-AI-System (AI = Artificial Intelligence) mit Hilfe von Pia, dem neuen persönlichen intelligenten Assistenten.

Aktiviert wird das System über die AI-Taste. Die Funktionen lassen sich dann auf das Stichwort "Hey Pia" per Sprachbefehl aufrufen. Bemängelt der Fahrer etwa, es sei ihm zu warm, antwortet Pia: "Kein Problem. Ich werde die Temperatur herunterregeln. Wenn es immer noch zu warm ist, sag Bescheid." Seufzt er, sein Tag sei anstrengend gewesen, fordert sie ihn auf, sich zurückzulehnen und startet die Massagefunktion in der Sitzlehne: "Das sollte dir gut tun."

Der Fahrer muss das Steuer übernehmen können

Nur einschlafen darf er dabei nicht: Wenn das Auto mit einer Situation überfordert ist, etwa bei einer Baustelle, muss der Fahrer in der Lage sein, innerhalb von zehn Sekunden die Kontrolle zu übernehmen. Der Fahrer erhält dann eine Warnung, Sitz und Mittelkonsole fahren in die Ausgangspostion zurück, damit er wieder lenken kann.

Pia soll lernfähig sein und sich Vorlieben des Fahrers merken, etwa welche Musik er mag. Pia - oder besser gesagt der Bordcomputer, das zentrale Fahrerassistenzsteuergerät (zFAS) - wertet unterwegs Fahrdaten sowie Daten von außen aus, etwa Staumeldungen oder Verkehrsprognosen. So kann Pia Vorschläge machen oder Empfehlungen geben, etwa was die Einstellung des Fahrmodus angeht.

Das Auto soll selbstständig parken

Elaine kommt schließlich sogar ganz ohne Fahrer aus: Der kann sein Auto in einem gekennzeichneten Bereich, der sogenannten AI Zone, abstellen und sich selbst überlassen. Elaine sucht sich dann beispielsweise einen Parkplatz, fährt in die Waschanlage oder zur Ladesäule.

Elaine basiert auf der im Frühjahr in Shanghai vorgestellten Studie E-Tron Sportback Concept. Das Auto hat drei Elektromotoren, wobei ein Motor an der Vorderachse, zwei an der Hinterachse sitzen. Zusammen haben sie eine Leistung von 320 Kilowatt. Im Boostmodus sollen noch einmal 50 Kilowatt mehr zur Verfügung stehen. Dieser könnte als Addon angeboten werden, vergleichbar Teslas Ludicrous Mode.

Elaine lädt mit Kabel oder per Induktion

Das Fahrzeug wird einen 95-Kilowattstunden-Akku haben, der eine Reichweite von 500 Kilometern nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ermöglicht. Das entspricht einer Reichweite von rund 355 Kilometer nach dem strengeren Fahrzyklus der US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA). Geladen wird per Induktion oder per Kabel. Im Schnelllademodus mit 300 Kilowatt soll der Akku in 20 bis 30 Minuten voll sein.

Das Auto soll laut Audi in wenigen Jahren serienreif sein. Sehr viel weiter in die Zukunft gedacht ist das zweite Konzeptfahrzeug Audi Aicon.

Aicon braucht keinen Fahrer 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. und 10€ Gutschein dazu erhalten
  2. 39,99€
  3. 64,99€
  4. 69,99€

neocron 18. Sep 2017

Hui, ein derartig kurzer Post vollgestopft mit Egozentrik, Selbstueberschaetzung und Neid...

Dwalinn 14. Sep 2017

Und wenns Männer stimmen wären dann weil Männer nicht auf Frauen hören^^

Dwalinn 14. Sep 2017

Nur sind Computer viel besser in den dingen für die sie gebaut werden.... AlphaGo soll ja...

Dwalinn 14. Sep 2017

Tut mir leid das der e-Tron dir zu sehr nach tron aussieht. Also den Aicon finde ich auch...

arknius 14. Sep 2017

lol ja, die Dinger stehen jedes Jahr auf der IAA. Und immer schön 22 Zoll Räder druff...


Folgen Sie uns
       


Square Enix E3 2018 Pressekonferenz - Live

Lara Croft steht kurz vor ihrer Metamorphose, Dragon Quest 11 und Final Fantasy 14 erblühen in Europa und zwei ganz neue Spieleserien hat Square Enix auch noch vorgestellt. Wie fanden wir das?

Square Enix E3 2018 Pressekonferenz - Live Video aufrufen
Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

Blackberry Key2 im Test: Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen
Blackberry Key2 im Test
Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen

Zwei Hauptkameras, 32 Tasten und viele Probleme: Beim Blackberry Key2 ist vieles besser als beim Keyone, unfertige Software macht dem neuen Tastatur-Smartphone aber zu schaffen. Im Testbericht verraten wir, was uns gut und was uns gar nicht gefallen hat.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Blackberry Key2 im Hands On Smartphone bringt verbesserte Tastatur und eine Dual-Kamera
  2. Blackberry Motion im Test Langläufer ohne Glanz

    •  /