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Autonomes Fahren: Amazon will angeblich beim Kartendienst Here einsteigen

Mit dem Kauf des Kartendienstes Here bereiten sich die deutschen Oberklassehersteller auf das autonome Fahren vor. Auch Amazon soll Interesse haben - und hätte dafür mehrere Gründe.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die vernetzten Autos sollen aktuelle Verkehrsdaten an die Cloud liefern.
Die vernetzten Autos sollen aktuelle Verkehrsdaten an die Cloud liefern. (Bild: Here)

Der US-Internetkonzern Amazon will offenbar beim Kartendienst Here einsteigen. Das berichteten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend unter Berufung auf informierte Kreise in der Autoindustrie. Amazon stehe dazu in Verhandlungen mit den deutschen Automobilherstellern Audi, BMW und Daimler, die Here im vergangenen Herbst vom früheren Eigentümer Nokia für knapp drei Milliarden Euro gekauft hatten. Es liefen auch noch Gespräche mit anderen Interessenten, hieß es. Ein Sprecher von Here wollte auf Anfrage von Golem.de keine Stellungnahme zu den Berichten abgeben.

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Reuters zitierte eine ungenannte Quelle, die mit den Gesprächen vertraut sei, mit den Worten: "Amazon soll einen Anteil im Zusammenhang mit einem größeren Deal übernehmen, um die Firma als Anbieter von Cloud-Computing-Diensten einzubinden." Diese Dienste sollen erforderlich sein, um die künftigen hochpräzisen Karten für automatisierte Autos in Echtzeit aktualisieren zu können. Dazu sollen die Autos aktualisierte Kartendaten auf Basis ihrer Sensoren in die Cloud hochladen, die dann wiederum den anderen Autos zur Verfügung gestellt werden.

Auch Amazon könnte Echtzeitkarten gebrauchen

Ob der Versandhändler Amazon selbst Interesse an hochpräzisen Karten hat, ist unklar. Denkbar wäre zum Beispiel, dass das Unternehmen eine eigene Flotte mit autonomen Lkw aufbaut, um Waren zwischen den Auslieferungslagern zu transportieren. Laut Reuters könnte Amazon solche hochpräzisen Echtzeitkarten gebrauchen, um seinen schnellen Lieferservice in großen Städten besser realisieren zu können. So will das Unternehmen die Zwei-Stunden-Auslieferung künftig auch in Berlin anbieten.

Sprecher der Autohersteller wollten sich zu möglichen Gesprächen nicht äußern. Man habe aber von Beginn an betont, offen für weitere Partner zu sein, und da gebe es "großes Interesse", hieß es in gleichlautenden Stellungnahmen. Auch eine Amazon-Sprecherin wollte keinen Kommentar abgeben. Die Autohersteller hatten bereits im vergangenen Jahr betont, dass auch Unternehmen aus anderen Branchen willkommen seien.

Weitere Autohersteller erwägen angeblich Einstieg

Nach Angaben von Reuters haben die Autohersteller Renault und Ford sowie der Zulieferer Continental ebenfalls Interesse an einem Einstieg bei Here bekundet. Continental wolle die Entscheidung darüber in den kommenden Monaten fällen. Ford wollte keine Stellung zu den angeblichen Einstiegsplänen nehmen.

Der Kauf von Here war im vergangenen Jahr eine seltene Gelegenheit, einen weltweit agierenden Kartendienst zu übernehmen. Die drei deutschen Autokonzerne halten jeweils ein Drittel der Anteile und wollen klar zwischen ihren Rollen als Investoren und Here-Kunden trennen. Auch die Konkurrenten der drei Eigentümer werden weiterhin als Kunden bedient. Here hatte bereits vor der Übernahme eine Initiative für einen internationalen Standard für Fahrzeugdaten angestoßen.

Nachtrag vom 6. April 2016, 17:00 Uhr

Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber bestätigte in einem Interview mit dem Wall Street Journal, dass es Gespräche mit Amazon und Microsoft über die Bereitstellung von Clouddiensten gebe. Es seien jedoch noch keine Entscheidungen gefällt worden. Die Gespräche befänden sich noch in einem frühen Stadium. Vermutlich werde noch im Laufe dieses Jahres entschieden, ob ein neuer Investor bei Here einsteigen solle.



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