Autonomes Fahren: Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi will mit Waymo kooperieren
Die Autoherstellerallianz Renault-Nissan-Mitsubishi will mit der Alphabet-Tochter Waymo beim autonomen Fahren zusammenarbeiten. Die Verhandlungen seien in der letzten Phase, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Quellen mit Insiderinformationen.
Die Partner wollen bei Mobilitätsdiensten kooperieren, also etwa bei autonom fahrenden Taxis. Waymo hat im Dezember den Taxidienst Waymo One gestartet. Allerdings sitzt noch ein Sicherheitsfahrer hinter dem Lenkrad, der eingreifen kann, wenn das Auto überfordert ist.
Waymo, das ausgegründete Autoprojekt von Google, kooperiert derzeit mit Fiat-Chrysler und Jaguar. Die Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi dagegen gehört zu den größten Autoherstellern und verkauft mehrere Millionen Autos im Jahr, auch in Märkten, die für Waymo interessant sind, etwa in Asien.

Für die drei Hersteller bedeutet es eine Partnerschaft mit einem der führenden Anbieter von Technik für autonomes Fahren. Bisher haben sie solche Systeme weitgehend selbst entwickelt und in Form von Assistenzsystemen in die Fahrzeuge integriert. Nissan will im kommenden Jahr so weit sein, dass seine Autos selbstständig an Kreuzungen in Städten agieren können. Zwar sind die drei Autohersteller schon früher Kooperationen eingegangen, Nissan etwa mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa, doch haben sie darauf Wert gelegt, die Kontrolle über die Fahrzeugdaten zu behalten.
Es wäre nicht die erste Kooperation der französisch-japanischen Allianz mit einem Alphabet-Unternehmen: Im vergangenem Jahr haben die drei Hersteller mit Google vereinbart, Android in ihre Fahrzeuge zu integrieren.
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