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Autonomer Katamaran: In sechs Jahren um die Welt

Mit einem energieautonomen Katamaran will ein Team um den französischen Profi-Segler Victorien Erussard sechs Jahre lang um die Welt fahren. Möglich machen soll das eine Antriebskombination aus Wasserstoff, Wind- und Solarenergie.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Katamaran "Energy Observer" produziert seinen eigenen Wasserstoff.
Der Katamaran "Energy Observer" produziert seinen eigenen Wasserstoff. (Bild: Energy Observer, Jérémy Bidon)

Die Organisatoren planen, mit dem autarken Boot 101 Stopps einzulegen und dabei 50 Länder zu besuchen, um dort für ihr Projekt zu werben. Es solle gezeigt werden, dass es möglich sei, Schiffe auch über lange Strecken vollkommen emissionsfrei und ohne fossile Energiequellen zu betreiben. Der Katamaran mit dem Namen "Energy Observer" wird dabei durch einem Elektromotor angetrieben, der wahlweise mit Strom aus Solarzellen, Wind von zwei futuristischen Windrädern oder über eine Brennstoffzelle versorgt werden kann.

Wasserstoffgewinnung an Bord

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Um vollkommene Energieautonomie zu erreichen, sollen die acht an Bord befindlichen Wasserstofftanks dabei aber nicht von Land nachgefüllt werden. Das Boot nutzt der Webseite des Teams zufolge stattdessen den selbst produzierten Solarstrom, um den Wasserstoff direkt aus Meerwasser zu gewinnen.

Damit dies gelingt, hat der Katamaran eine eigene Entsalzungsanlage an Bord, die 105 Liter Meerwasser pro Stunde entsalzen kann. Der so gewonnene Wasserstoff wird anschließend mit 350 Bar in die 62 Kilogramm fassenden Tanks gepresst, um die Energy Observer auch dann weiter betreiben zu können, wenn die Sonne einmal nicht scheint. Zudem sind zwei Lithium-Ion-Batterien mit an Bord, die überflüssige Energie speichern und 400 Volt elektrische Spannung liefern können.

  • Zwei 400-Volt Lithium-Ionen-Batterien sind mit an Bord (Quelle: Energy Observer).
  • Die Kompressionsanlage pumpt bis zu 62kg Wasserstoff mit 350 Bar in die acht Tanks an Bord (Quelle: Energy Observer).
  • Die Brennstoffzelle produziert Strom (22 kW) und Wärme (80°C) (Quelle: Energy Observer).
  • Wasserstoff-Speichersystem (Quelle: Energy Observer).
  • Maschinenraum mit Elektroantrieb und Entsalzungsanlage (Quelle: Energy Observer).
  • Zweiseitige Solarzellen bedecken die Energy Observer (Quelle: Energy Observer, Jérémy Bidon).
Zwei 400-Volt Lithium-Ionen-Batterien sind mit an Bord (Quelle: Energy Observer).

Das vernetzte Boot der Zukunft

Bei der Energy Observer handelt es sich um einen umgebauten Sport-Katamaran, der 1983 vom kanadischen Bootsbauer Nigel Irens gebaut wurde. Seitdem hat das Gefährt unter verschiedenen Namen wie Formule TAG, Tag Heuer und Enza New Zealand an Rennen weltweit teilgenommen. Der Elektroantrieb und die restliche technische Ausstattung wurden eigens für das Projekt entwickelt und nachgerüstet.

Mit dem Projekt wollen die Macher auch Alternativen für die Energieversorgung an Land aufzeigen. Das Boot sei ein Modell für die vernetzte Energie der Zukunft. "Auf dem Meer an Bord der Energy Observer brauchen wie genauso viel Sonne wie wir Wind, Batteriestrom oder Wasserstoff benötigen", schreibt Gründer und Kapitän Erussard. "An Land ist die Situation ganz ähnlich. Energie- und Speichersysteme ergänzen sich gegenseitig und wir müssen lernen, wie sie zusammen funktionieren. Es gibt keine Einzellösung für den Klimawandel, sondern viele verschiedene Möglichkeiten."

Seit ihrem Start am 26. Juni im französischen Saint Malo hat die Energy Observer laut ihrem Blog bereits 8.000 Seemeilen zurückgelegt und dabei 13 Länder angesteuert. Der weitere Verlauf des Törns kann auf der Projektseite verfolgt werden.



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TeaShirt 18. Jul 2018

Na hui wenn es wieder da ist, ist es ja total veraltet und überholt. Schicken sie alle 12...

truuba 18. Jul 2018

Na ich zumindest würde das auch gerne machen :)

plutoniumsulfat 17. Jul 2018

Eben deswegen ist das Zitat falsch. Hätte mich aber auch so über eine Erklärung gefreut...

sebastilahn 17. Jul 2018

Ja und, wo ist das Problem? Erstens ist das kein Segler im klassischen Sinne mehr, das...

mxcd 17. Jul 2018

Das "futurisitsch", das hier gemeint ist, bezieht sich auf die visuelle Ästhetik eines...


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