Autonome Lkw: Trump-Regierung sorgt sich um Jobs für Trucker

Der neue US-Präsident Donald Trump will der größte Jobproduzent aller Zeiten werden. Da könnte es ihm in die Quere kommen, wenn Hunderttausende Fahrer durch autonome Autos ihren Job verlieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Autonom fahrender Peterbilt-Truck: spezialisiert auf Überlandstrecken
Autonom fahrender Peterbilt-Truck: spezialisiert auf Überlandstrecken (Bild: Embark/Screenshot: Golem.de)

Die neue US-Regierung unter Donald Trump will die Vorgaben für die Zulassung autonomer Fahrzeuge genauer überprüfen. Wie das Magazin Politico berichtete, fordert die neue US-Verkehrsministerin Elaine Chao dabei von den Herstellern autonomer Fahrzeuge, der Bevölkerung die Vorteile der neuen Technik gut zu erklären. Sie wolle "das Silicon Valley, Detroit und andere Zentren der Autoindustrie vor die Herausforderung stellen, eine skeptische Öffentlichkeit besser über die Vorteile der automatisierten Technik zu informieren", sagte sie demnach bei einem Treffen der National Governors Association in Washington. Chao war unter US-Präsident George W. Bush bereits acht Jahre lang Arbeitsministerin und ist mit dem republikanischen Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, verheiratet.

Wie in fast allen Politikbereichen will die neue Regierung die unter US-Präsident Barack Obama gemachten Vorgaben überprüfen. Dazu zählen auch die im September 2016 von Verkehrsministerium und der Transportbehörde NHTSA veröffentlichten Richtlinien für automatisiertes Fahren. Chao kündigte laut Politico an, mit den Gouverneuren und anderen Interessenvertretern darüber zu beraten, wie die Richtlinien aktualisiert und erweitert werden könnten, "damit sie eine ausgewogene Balance herstellen". Das gelte auch für die von der Luftfahrtbehörde FAA geplanten Richtlinien für den Einsatz für Drohnen.

Gouverneure warnen vor Folgen für Lkw-Fahrer

Was die "ausgewogene Balance" betrifft, so machten die Gouverneure Rick Snyder (Michigan) und Charlie Baker (Massachusetts) auf die möglichen Folgen automatisierter Fahrzeuge für Arbeitsplätze aufmerksam. Vor allem, was Lkw-Fahrer betreffe. Diese Bedenken teilt Chao offenbar. "Als frühere Arbeitsministerin bin ich sehr, sehr besorgt darüber und mir dieser Herausforderungen sehr bewusst. Daher müssen wir die Menschen weiterbringen und das berücksichtigen."

US-Präsident Trump dürfte es in der Tat nicht gefallen, wenn durch die autonome Technik von den drei Millionen Lkw-Fahrern in den USA viele ihren Job verlören. Schließlich hat er Mitte Januar 2017 vollmundig angekündigt, "der größte Stellenschaffer zu sein, den Gott je erschaffen hat".

Unklar ist jedoch, wie die US-Regierung verhindern will, dass autonome Lkw oder Taxis die Jobs von Berufskraftfahrern ersetzen. Schließlich wollen Firmen wie der Mitfahrdienst Uber mit den selbstfahrenden Autos das Geld für das Personal einsparen, um günstiger Fahrten anbieten zu können. Denkbar wäre daher eine Art Quote für menschliche Fahrer, damit Firmen nicht ihren kompletten Fuhrpark auf autonome Fahrzeuge umstellen können. Dass Präsident Trump in den kommenden vier Jahren seiner Amtszeit eine Entscheidung dazu treffen muss, ist angesichts der rasanten technischen Entwicklung jedoch sehr wahrscheinlich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Terence01 02. Mär 2017

Donald Trump könnte den neuen Arbeitslosen einfach ihren Lohn weiterbezahlen, er hat es...

der_wahre_hannes 02. Mär 2017

Vor allem muss man sich auch die Frage stellen, wieso Menschen überhaupt arbeiten...

nille02 02. Mär 2017

Der Trend geht dort hin. Aber durch die Automatisierung sind nicht nur Stellen bedroht...

thinksimple 02. Mär 2017

Automatisierung wird voranschreiten ohne Frage.Aber es ist ein Irrglaube das man alles...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
OpenAI
Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
Artikel
  1. AVM: Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht zum Einsatz
    AVM
    Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht "zum Einsatz"

    Huawei hat einen großen Patentpool zu Wi-Fi 6. Fritzbox-Hersteller AVM hat die Patente nach eigenen Angaben in seinen Wi-Fi-6-Routern nicht genutzt, will sie aber dennoch für ungültig erklären lassen.

  2. LTE: Kaum weniger Funklöcher in Deutschland
    LTE
    Kaum weniger Funklöcher in Deutschland

    Während bei 5G viel ausgebaut wurde, haben die Netzbetreiber zu wenig LTE-Funklöcher geschlossen. Das ergab zumindest eine Auswertung von Verivox.

  3. E-Corner: Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken
    E-Corner
    Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken

    Die Hyundai-Tochter Mobis präsentiert eine Technik, mit der sich die Autoräder seitlich drehen lassen, um das parallele Einparken zu erleichtern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /