Autonom fahren: Mehr Datenschutz für Roboterautos

Die US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog(öffnet im neuen Fenster) hat sich gegen den kalifornischen Gesetzesentwurf zur Zulassung von Roboterautos ausgesprochen. Grund sind jedoch keine Sicherheits-, sondern Datenschutzbedenken.
Der Gesetz, das der demokratische Senator Alex Padilla Anfang März 2012 vorgeschlagen hat, soll den Betrieb von autonom fahrenden Autos auf kalifornischen Straßen regeln. Der Nachbarstaat Nevada hat ein solches Gesetz bereits . An der Initiative war Google entscheidend beteiligt - das Unternehmen testet seit mehreren Jahren autonom fahrende Autos.
Genau das ist der Anlass für den Einspruch von Consumer Watchdog: Das Gesetz aus Nevada sieht vor, dass die Autos unterwegs Daten sammeln. Daran stört sich die Gruppe - sie befürchtet, dass Google mehr Daten sammelt als für den Betrieb nötig.
"Googles ganzes Geschäftsmodell beruht darauf, digitale Verhaltensprofile zu erstellen und diese dafür zu nutzen, personalisierte Werbung zu verkaufen. Sie sind nicht Googles Kunde, Sie sind Googles Produkt - das, welches es an Unternehmen verkauft, die bereit sind, jeden Preis dafür zu bezahlen, Sie zu erreichen. Wird die fahrerlose Technik nur dazu dienen, uns von einem Ort zu einem anderen zu bringen oder dazu, zu verfolgen, wie wir dorthin gelangt sind und was wir unterwegs getan haben?" , heißt es in dem Schreiben an die Abgeordnete Bonnie Lowenthal(öffnet im neuen Fenster) , die auch Vorsitzende des Transportausschusses des kalifornischen Unterhauses ist.
Consumer Watchdog verlangt, dass in den Gesetzesentwurf SB 1298 Datenschutzmaßnahmen aufgenommen werden: Die Roboterautos sollen nur Daten sammeln, die für den Betrieb notwendig sind. Diese sollen auch nur solange gespeichert werden wie dafür nötig.



