Autonom fahren: Leichtverletzte bei Unfall mit Google-Auto

Wenn hinten einer auffährt, hilft auch die beste Steuerung nichts: Zum ersten Mal hat es bei einem Unfall mit einem autonomen Google-Auto Verletzte gegeben.

Artikel veröffentlicht am ,
Autonom fahrender Lexus: nicht müde, irritiert oder abgelenkt
Autonom fahrender Lexus: nicht müde, irritiert oder abgelenkt (Bild: Google)

Viermal Schleudertrauma: Beim bisher schwersten Unfall mit einem von Googles autonom fahrenden Autos sind drei Google-Mitarbeiter und der Fahrer eines weiteren Wagens leicht verletzt worden. Verantwortlich für den Auffahrunfall war wieder nicht das Google-Auto.

Stellenmarkt
  1. SAP-Basis-Administrator (m/w/d)
    Bayerische Versorgungskammer, München
  2. IT-Supporter (m/f/d)
    GCP - Grand City Property, Berlin
Detailsuche

Die Google-Mitarbeiter saßen zu dritt in der umgebauten Lexus-Sportlimousine (Sports Utility Vehicle, SUV). Das Auto, das im autonomen Modus unterwegs war, stoppte vor einer Kreuzung. "Die Ampel war grün, aber der Verkehr stockte auf der anderen Seite, weshalb drei Autos, inklusive unserem, bremsten und hielten, um nicht mitten auf der Kreuzung steckenzubleiben", schildert Chris Urmson, Leiter von Googles Auto-Projekt, den Unfallhergang in einem Beitrag im US-Nachrichtenangebot Medium.com.

Die Stoßstange fiel ab

Das andere Auto sei mit einer Geschwindigkeit von etwa 27 km/h aufgefahren, schreibt Urmson. Die Insassen der beiden Autos seien mit einem leichten Schleudertrauma davongekommen. Das Google-Auto habe einige Kratzer, beim anderen sei die Stoßstange abgefallen. Der Unfall passierte bereits am 1. Juli.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.06.2022, virtuell
  2. Microsoft 365 Security: virtueller Drei-Tage-Workshop
    29.06.-01.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Eine Videoaufzeichnung des selbstfahrenden Autos zeige, dass genug Platz zwischen beiden Fahrzeugen gewesen sei. Dennoch habe der Fahrer des zweiten Fahrzeuges nicht reagiert und sei ungebremst auf das Google-Auto aufgefahren. Er sei, vermutet Urmson, abgelenkt gewesen.

Google-Autos fahren 16.000 Kilometer in der Woche

Die Google-Autos sind inzwischen mehr als 1,6 Millionen Kilometer gefahren. In der Woche führen die selbstfahrenden Autos rund 16.000 Kilometer - so viel lege ein US-Bürger im Schnitt in einem Jahr zurück, schreibt Urmson. Diese Fahrleistung lasse gewisse Rückschlüsse auf die Zahl der Unfälle auf US-Straßen zu.

"Unsere autonom fahrenden Autos werden überraschend häufig von Fahrern gerammt, die abgelenkt sind und nicht auf den Verkehr achten", schreibt Urmson. Die Zahl der Unfälle sei gestiegen, seit die autonom fahrenden Google-Autos mehr auf Nebenstraßen als auf Autobahnen unterwegs seien.

Seit 2009 seien 14 Unfälle passiert, davon 11 Auffahrunfälle - und keiner davon gehe auf das Konto der Google-Autos, betont Urmson noch einmal. Denn ein Roboterauto könne Hunderte Objekte gleichzeitig beachten, es werde nicht müde, irritiert oder abgelenkt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ThadMiller 12. Aug 2015

Was habt ihr dauernd mit den Bullen? Die ruft man grundsätzlich nicht bei Blechschaden...

ThadMiller 12. Aug 2015

Abgesehen davon, fährt man nicht in eine Kreuzung wenn man sieht das man da halten muss...

ThadMiller 12. Aug 2015

Was euch nicht alles nervt ;) Telefonbenutzung am Rad ist übrigens verboten...

Bigfoo29 23. Jul 2015

Der Motor ist exakt dafür ausgelegt. Und durch die Kompression der Luft (bei modernen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert

Eine Switchblade-Drohne hat offenbar einen russischen Panzer getroffen. Dessen Besatzung soll sich auf dem Turm mit Alkohol vergnügt haben.

Ukrainekrieg: Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert
Artikel
  1. Deutsche Bahn: 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen
    Deutsche Bahn  
    9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen

    So einfach ist es dann noch nicht: Das 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Zügen, die mit einem Nahverkehrsticket genutzt werden können.

  2. Cerebras WSE-2: München verbaut riesigen KI-Chip
    Cerebras WSE-2
    München verbaut riesigen KI-Chip

    Als erster Standort in Europa hat das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) ein CS-2-System mit Cerebras' WSE-2 gekauft, welches effizient und schnell ist.

  3. WD Red: 7 US-Dollar für falsch beworbene NAS-Festplatte
    WD Red
    7 US-Dollar für falsch beworbene NAS-Festplatte

    Weil Western Digital einige NAS-Festplatten ohne Hinweis mit SMR-Technik verkauft hatte, muss der Hersteller dafür geradestehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Days of Play: (u. a. PS5-Controller (alle Farben) günstig wie nie: 49,99€, PS5-Headset Sony Pulse 3D günstig wie nie: 79,99€) • Viewsonic Gaming-Monitore günstiger • Mindstar (u. a. MSI RTX 3090 24GB 1.599€) • Xbox Series X bestellbar • Samsung SSD 1TB 79€ [Werbung]
    •  /