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Autonom fahren: Berliner Auto fährt automatisiert durch Mexiko

Ein in Berlin gebautes Auto ist im automatisierten Betrieb durch Mexiko gefahren. Den Initiatoren reicht das noch nicht: Sie planen schon die nächste Tour.

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Raul Rojas und Autonomos in Mexiko-Stadt: Strecke vorher genau kartiert
Raul Rojas und Autonomos in Mexiko-Stadt: Strecke vorher genau kartiert (Bild: UNR)

2.400 Kilometer ohne Hände am Lenkrad: Raul Rojas ist mit einem Auto automatisiert quer durch Mexiko gefahren. Die nächste lange Fahrt für das in Berlin entwickelte Auto ist schon geplant.

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Autonomos heißt das Fahrzeug, das das Team von Rojas entwickelt hat. Es ist ein Volkswagen Passat Variant, der mit verschiedenen Assistenz- und Navigationssystemen ausgestattet ist, darunter sieben Laserscanner, neun Videokameras, sieben Radarsensoren sowie ein sehr präzises GPS.

Autonome Autos brauchen genaue Karten

Für die Fahrt hatte das Team zuvor die Strecke von Reno nach Mexiko Stadt genau kartiert. "Autonom fahrende Autos brauchen, um sicher fahren zu können, spezielle Karten, in denen die Zahl der Fahrspuren, die Struktur der Autobahnmarkierungen und die Position der Ausfahrten, Kreuzungen und möglicherweise Ampeln erfasst sind", sagte Rojas. "Solche Karten gibt es nicht für alle Länder zu kaufen, weshalb jedes Projekt zu autonomen Autos eigene Karten erstellen muss."

Die Karten umfassen mehrere Terabyte. Mit ihrer Hilfe dirigierte der Bordcomputer Autonomos sicher von Nogales an der Grenze zu den USA durch die Sonora-Wüste, zur Westküste und dann über Guadalajara bis in die Hauptstadt Mexiko-Stadt. Zuvor war die längste Strecke des autonomen Passats eine Fahrt von Berlin nach Leipzig und wieder zurück gewesen - etwa 300 Kilometer.

Rojas will von Reno nach Mexiko-Stadt fahren

Allerdings fuhren die Forscher die Strecke nicht nonstop: Sie teilten sie auf in Etappen zwischen 400 und 480 Kilometer, so dass die Tour eine Woche dauerte. Rojas hat schon den nächsten Plan: Er will die ganze Strecke von Reno nach Mexiko-Stadt fahren - deshalb wurde auch ab Reno kartiert.

Das Team war zu viert unterwegs: Zwei Mitglieder fuhren Autonomos, zwei in einem Begleitfahrzeug. Die beiden im automatisiert fahrenden Auto konnten zwar die Hände in den Schoß legen, konnten jedoch nicht die vorbeiziehende mexikanische Landschaft bewundern: Einer musste die Straße im Auge behalten, der andere überwachte auf einem Laptop den Computer und das Navigationssystem.

Das Auto wird mit Gedanken gesteuert

Rojas ist Informatiker an der Freien Universität in Berlin. Er hat derzeit eine Gastprofessur an der Universität von Nevada in Reno inne. Er hat mit seinem Team 2007 an der Darpa Urban Challenge teilgenommen. 2011 stellten die Forscher eine Gehirn-Computer-Schnittstelle für das Auto vor, mit der es möglich war, das Auto per Gedanken zu steuern.

Rojas war zudem am Nachbau des Computers Z3 beteiligt. Z3 war der erste programmierbare Computer. Entwickelt hatte ihn 1941 Konrad Zuse.



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Atalanttore 28. Feb 2016

Ein normaler Autofahrer hat nur seine beiden Augen und kommt trotzdem ans Ziel. Das ist...

ChrisMS 28. Okt 2015

Ich denke, hier wird es vermutlich zwei Ansätze geben. Prinzipiell nach Karte fahren und...


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