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Automotive Grade Linux: Mit Tizen kommt Linux ins Auto

Auf Basis des In-vehicle Infotainment von Tizen steht nun der erste Code von Automotive Grade Linux bereit, das für Board-Systeme in Autos gedacht ist.
/ Sebastian Grüner
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Mit Automotive Grade Linux kommt das freie System auch ins Auto. (Bild: Linux Foundation- CC-BY-NC-2.0)
Mit Automotive Grade Linux kommt das freie System auch ins Auto. Bild: Linux Foundation- CC-BY-NC-2.0

Schon vor vier Jahren plante die Linux-Foundation, das Betriebssystem Meego auch für Pkw bereitzustellen. Auf Basis des Meego-Nachfolgers Tizen steht nun erstmals der komplette Software-Stack(öffnet im neuen Fenster) für In-vehicle Infotainment (IVI) bereit. Unter dem Namen Automotive Grade Linux (AGL) soll er die Grundlage für alle Linux-Systeme in Autos werden.

Das Konzept von AGL ist dabei grundlegend von Techniken wie Apples Carplay zu unterscheiden. Letzteres bietet lediglich eine einfache Anbindung von iOS-Geräten an die Elektronik des Autos, wohingegen AGL dazu genutzt werden soll, diese Informationssysteme für Autos überhaupt herstellen zu können.

HTML5 und Javascript

Wie üblich geht die Linux-Foundation davon aus, dass AGL kollaborativ von verschiedenen Herstellern benutzt werden wird. Die Industrie kann es darauf aufbauend in verschiedenen eigenen Marken verwenden. Dazu stellt AGL mit HTML5 und Javascript geschriebene Anwendungen als Referenz bereit.

Diese umfassen einen Homescreen, ein Dashboard, eine Google-Maps-Anwendung, Klimatechnik, das Abspielen von Medien, News-Reader, eine Audio-Steuerung, eine Bluetooth-Verbindung sowie die Integration des sogenannten Smart Device Link, der für Verbindungen mit Smartphones oder Tablets genutzt werden soll.

Derzeit wird zur Darstellung dieser Anwendungen in Tizen noch Webkit verwendet, in den nächsten Monaten soll aber zu Crosswalk migriert werden, das auf Googles Blink-Engine für Chrome basiert. Der verfügbare Code samt der Anwendungen und die Entwicklerdokumentation im Wiki(öffnet im neuen Fenster) dienen als Beispiele, wie AGL eingesetzt werden kann.

Der Quellcode für AGL steht ab sofort via Git zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.


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