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Automobile: Rückrufe wegen Software steigen stark

15 Prozent der Rückrufe in der Automobilbranche sind inzwischen in Softwarefehlern begründet. 2011 waren es lediglich 5 Prozent, so eine US-Studie. Auch der ADAC kritisiert die Hersteller und ihre Software - allerdings aus ganz anderen Gründen.

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Autoproduktion bei Ford
Autoproduktion bei Ford (Bild: Carl Court/Getty Image)

Wenn es um Autos und Software geht, haben Firmen wie Volkswagen nicht nur Probleme mit der Abgasreinigung. Wie eine jetzt bekannt gewordene Studie von Stout Risius Ross sagt, sorgt die Software bei allen großen Hersteller für immer mehr Schwierigkeiten: Während Bugs noch im Jahr 2011 nur für rund 5 Prozent aller Rückrufe verantwortlich gewesen seien, sei der Anteil bis Ende 2015 auf rund 15 Prozent gestiegen, so Popsci.com.

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Ursache für den starken Anstieg sei die immer größere Bedeutung der Software und neue Technologien, etwa drahtlose Kommunikation. Laut den Marktforschern kämen bei einem Düsenjäger vom Typ F-35 über 9 Millionen Zeilen Quellcode zum Einsatz, bei einem typischen PKW seien es inzwischen über 100 Millionen Zeilen.

Datenschutz on the Road

Ein paar dieser Zeilen stehen übrigens in mehrfacher Hinsicht in der Kritik: Der ADAC hat gerade herausgefunden, dass die Autohersteller immer mehr Daten sammeln, die unter anderem Rückschlüsse auf den technischen Zustand des Wagens oder das Nutzungsprofil des Fahrers zulassen.

Bei der Mercedes B-Klasse, die mit dem System me-connect ausgestattet ist, fanden die vom ADAC beauftragten Experten heraus, dass das System etwa alle zwei Minuten die GPS-Position des Fahrzeugs sowie Kilometerstand, Verbrauch oder Reifendruck an den Hersteller übermittelt. Auch die Zahl der Gurtstraffungen wird gespeichert, etwa aufgrund starken Bremsens.

Bei den BMW-Fahrzeugen, die bereits im August 2015 untersucht wurden, konnten die IT-Experten im Datensatz unter anderem die Anzahl der eingelegten CDs und DVDs (320d) bzw. die 100 letzten Abstellpositionen des Autos (i3) auslesen.

Beim Elektroauto Renault Zoe fiel auf, dass der Hersteller via Mobilfunkverbindung beliebige Informationen auslesen und im Pannenfall Ferndiagnosen vornehmen kann. Außerdem kann Renault das Aufladen der Batterie verhindern, etwa aufgrund nicht bezahlter Leasing-Rechnungen.

Der Datentransfer birgt nach Auffassung des ADAC sowohl Chancen als auch Risiken. Es könne ein Vorteil sein, an Wartungsintervalle erinnert zu werden oder den in einer fremden Stadt geparkten Wagen wiederzufinden. Nachteilig könne sich auswirken, dass die Autokonzerne und die nachgelagerten Versicherungen oder Finanzdienstleister Informationen über den Fahrstil eines Autolenkers bekommen und entsprechend ihre Prämien anpassen.

Entscheidend sei, dass Verbraucher detailliert Kenntnis über die Art des Datenaustausches erhalten und diesem aktiv zustimmen. "Der Verbraucher hat nicht nur einen Anspruch auf Datentransparenz. Er muss auch frei wählen können, ob und welche Daten er dem Hersteller zur Verfügung stellt. Er braucht Wahlfreiheit für den Datentransfer", so Thomas Burkhardt, ADAC-Vizepräsident für Technik.

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HelpbotDeluxe 07. Jun 2016

Werde ich niemals tun.

energieingenieur 06. Jun 2016

"Schon beim überfahren von Metallteilen"... soso. Besagtes Metallteil hat bei der...

limo_ 06. Jun 2016

Wahrscheinlich steht das im Kaufvertrag, oder beim ersten Einschalten im Kleingedruckten...

gadthrawn 06. Jun 2016

Senderwechsel. Geht blind. Einfach auf das einem Telefon angelehnte Tastenfeld eine Hand...

Anonymer Nutzer 06. Jun 2016

...gab es mal haufenweise audits u.s.w. die eine software durchlaufen musste bevor sie im...


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