Söder will nicht zurück in die Steinzeit

"Unsere Ingenieure bringen das Land voran und nicht Verschwörungstheoretiker. Wir brauchen in Deutschland eine starke Mobilität. Nicht jeder kann bei Wind und Wetter mit dem Rad zur Arbeit fahren. Die Zukunft liegt in Innovation und nicht im Zurück in die Steinzeit", twitterte er am Dienstag.

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Abgesehen davon, dass Klimaaktivisten keine Verschwörungstheoretiker sind, haben auch "unsere Ingenieure" zusammen mit Politik und Unternehmen dazu beigetragen, der Welt die Klimakrise einzubrocken. Seit den 1970er, 1980er Jahren, als die Gefahren des Klimawandels bekannt wurden, sind im Verkehrssektor die CO2-Emissionen weiter gestiegen. Es wurden immer größere Autos gebaut und die Diesel-Emissionen mit Schummelsoftware versteckt.

Merkel vergleicht Arbeitsplätz mit Treibhausgasen

Ähnlich verschwurbelt wie Söder äußerte sich Angela Merkel auf ihrem wohl letzten IAA-Besuch als Bundeskanzlerin. "Ebenso wenig wie CO2 an der Landesgrenze Halt macht, lassen sich Arbeitsplätze im Inland halten, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen." Ein merkwürdiger Vergleich. Gerade weil die von Deutschland emittierten Treibhausgase weltweit das Klima aufheizen, sollte deren Ausstoß hierzulande eingeschränkt werden, auch wenn das in einzelnen Branchen wie der Kohle- oder Autoindustrie Arbeitsplätze kostet.

Ist es vor diesem Hintergrund überhaupt sinnvoll, eine verkappte Automesse wie die IAA Mobility zu veranstalten? Es ist leider bezeichnend, dass die einstige deutsche Vorzeigeindustrie ihre Produkte mit einem großen Polizeiaufgebot in der Münchner Innenstadt schützen musste. Es wimmelte auf den Plätzen nur so von Polizisten und Security-Personal.

Software lässt sich nicht gut ausstellen

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Die Messe selbst ist hingegen für Fachbesucher sehr überschaubar. Große Hersteller wie Toyota, General Motors, Nissan, die neue Stellantis-Gruppe mit Peugeot, Fiat und Opel, Nissan oder Honda fehlen komplett. Von Tesla ganz zu schweigen. Von den chinesischen Herstellern ist nur Great Wall Company mit den Marken Wey und Ora sowie Leapmotor vertreten.

Die IAA Mobility 2021 macht zumindest deutlich, in welch großem Wandel die Branche steckt. Elektrifizierung, autonomes Fahren, Vernetzung und Software-Entwicklung stellen die Hersteller vor große Herausforderungen, die sich nicht mehr wie früher mit chromglänzenden Karosserien und bulligen Verbrennermotoren darstellen lassen. Als VW-Chef Herbert Diess mit den Vertretern von Audi, Porsche und Volkswagen die neue Software-Einheit Cariad vorstellte, gab es auf der Bühne kein Produkt zu sehen. Dabei ist der Erfolg dieses Projekts entscheidend für die Zukunft des Unternehmens.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Zweifellos werden Pkw auch in Zukunft noch eine wichtige Rolle im Verkehr spielen. Dabei wird kein Hersteller Interesse daran haben, weniger Autos zu verkaufen, als er aufgrund der Rahmenbedingungen könnte. Auch wenn er sie vorher mit Messen wie der IAA erst einmal ausgiebig grün waschen muss.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Mercedes-Benz an der Präsentation des Smart in München teilgenommen. Die Kosten für Anreise und Übernachtung wurden zur Gänze von Mercedes-Benz übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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 Stau auf der Umweltspur
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Thorgil 17. Sep 2021 / Themenstart

Sowohl als auch.

koelnerdom 11. Sep 2021 / Themenstart

Soweit ich weiß, zeichnet es Wissenschaft und auch das Ingenieurswesen aus, das geforscht...

gaym0r 10. Sep 2021 / Themenstart

Macht er noch was anderes als Autofahren? Das sind bei 365 Tagen noch fast 300km am...

Weitsicht0711 09. Sep 2021 / Themenstart

Das weiß ich leider nicht, wäre aber gut wenn dies so wäre.

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