• IT-Karriere:
  • Services:

Automatisierungstechnologie: Nehmen Roboter uns die Jobs weg?

Die US-Army will Kampfroboter statt Soldaten in den Krieg schicken, und Software generiert automatisch Artikeltexte. Wissenschaftlern zufolge wird der Mensch künftig zunehmend durch Maschinen ersetzt. Müssen wir also Angst um unsere Arbeitsplätze haben?

Artikel von Christoph Schön veröffentlicht am
Nehmen Humanoiden wie TOPIO bald Arbeitsplätze weg?
Nehmen Humanoiden wie TOPIO bald Arbeitsplätze weg? (Bild: Humanrobot/CC BY-SA 3.0)

Cyborgs, Humanoide, Androide und Roboter aus künstlichen Sehnen und Muskeln haben eines gemeinsam: Sie werden vielen Beschäftigten künftig mehr als je zuvor den Arbeitsplatz streitig machen. Zu dem Schluss sind Wissenschaftler der Oxford University gekommen. Laut ihrer Studie (PDF) ist knapp die Hälfte aller Jobs, vorwiegend Büro- und Produktionsberufe, in den USA gefährdet. Doch welche Jobs sind noch betroffen? Bleiben Akademiker vom Maschinenzeitalter verschont? Warum setzt der Automobilhersteller Toyota weiterhin auf manuelle Arbeit? Welchen Einfluss nehmen Bankenspekulanten und Mindestlohn auf die Automatisierung?

Für Deutschland gibt es bisher noch keine solche Studie, dennoch haben wir die Bundesagentur für Arbeit und die Bundeswehr gefragt, was sie von der Debatte "Gefährden Roboter unsere Arbeitsplätze?" halten. Alles nur Panikmache oder ist die Angst vor dem Jobverlust berechtigt?

Büro- und Produktionsberufe besonders betroffen

Die Studie der beiden Wissenschaftler der Oxford University, Carl Benedikt Frey und Michael Osborne, trägt den Titel "Die Zukunft der Beschäftigung: Wie anfällig sind Berufe gegenüber der Computerisierung?" und wurde am 17. September 2013 veröffentlicht. Sie untersuchten, ob durch die Fortschritte in der Informatik und Robotertechnik in den kommenden ein bis zwei Jahrzehnten die Arbeitslosigkeit steigen könnte. Ihr Ergebnis: 47 Prozent aller beschäftigten US-Amerikaner drohen durch die Computerisierung ihren Job zu verlieren.

  • Diese Übersicht zeigt Berufe, die automatisiert werden können, und solche, die zunächst verschont bleiben. (Foto: Oxford University)
  • Die Grafik lässt erkennen, dass der Einsatz von Industrierobotern steigt und im Gegenzug immer weniger Arbeitskräfte in der Produktion benötigt werden. (Grafik: BofA Merril Lynch Global Investment Strategy, IFR, Bloomberg)
  • Nehmen Humanoiden wie TOPIO bald Arbeitsplätze weg? (Foto: Humanrobot , Lizenz: CC BY-SA 3.0)
  • Roboter sollen zukünftig die US-Soldaten bei Einsätzen unterstützen. (Foto: US-Army)
  • Atlas ist einer der fortschrittlichsten Humanoiden der Welt. (Foto: bostondynamics.com Screenshoot: Golem.de)
  • Das neueste Modell Bluefin-21 wurde zum Bergen des Flugzeugs MH370 benutzt. (Foto: Bluefin Robotics)
  • Roboter Paro soll Demenzkranke therapieren. (Foto:  PARO Robots U.S)
  • Foto aus einer polnischen Produktionsstätte. (Bild: Toyota)
Diese Übersicht zeigt Berufe, die automatisiert werden können, und solche, die zunächst verschont bleiben. (Foto: Oxford University)

"Unsere Studie sagt voraus, dass es Beschäftigte trifft, die im Transport- und Logistikgewerbe tätig sind, die Büro- und Verwaltungsaufgaben und Produktionsarbeiten ausführen", schreiben Frey und Osborne. Gefährdet sind demnach zum Beispiel Berufe wie Steuerberater, Uhrmacher und Kanalarbeiter. Als halbwegs sicher gelten Berufe wie Therapeut und Sozialarbeiter.

Gegen den Trend: Toyota setzt auf manuelle Arbeit

Stellenmarkt
  1. Hallesche Krankenversicherung a. G., Stuttgart
  2. Bandstahl Schulte & Co. GmbH, Hagen

Obwohl einige Studien und Befürworter der Computerisierung das große Maschinenzeitalter vorhersagen und Unternehmen wie Amazon mächtig darin investieren, gibt es auch distanzierte Haltungen. Der japanische Automobilhersteller Toyota steht dem Automatisierungsboom der Industrie skeptisch gegenüber. Das Unternehmen konzentriert sich wieder mehr auf menschliche Arbeit und ist sehr darum bemüht, sie zu verbessern. "Wenn es jemals eine Technologie geben wird, die fehlerlos ist und immer perfekte Produkte erzeugt, werden wir bereit sein, diese Maschinen zu bauen", erklärt der leitende Manager von Toyota, Mitsuru Kawai. Bisher gebe es aber keine Maschine, die auf Dauer stabil sei. Für Kawai liegt der Zeitpunkt, an dem Maschinen den Menschen in der Automobilproduktion von Toyota ersetzen, noch in weiter Ferne.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Sind Roboter bald schlauer als wir? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,25€
  2. 18,19€
  3. (u. a. Edna & Harvey: The Breakout - Anniversary Edition für 6,99€, The Daedalic Armageddon...

Scheinheiliger... 03. Sep 2016

Das ist ja gerade das Problem: Wenn du anständig bezahlte Arbeit hast, kannst du auch...

Scheinheiliger... 03. Sep 2016

Es soll sogar schon Maschinen geben, die beispielsweise fähig sind, ganze...

Scheinheiliger... 03. Sep 2016

JEDE Maschine kennt nur ein Entweder oder ein oder. Jetzt stell dir mal einen Roboter...

ledonz 27. Mai 2014

https://www.youtube.com/watch?v=0Q699FBAsgE

redwolf 23. Mai 2014

Vielleicht haben wir dann schon die Weltregierung. Dann ist das mit der Frage der...


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 3060 - Test

Schneller als eine Geforce RTX 2070, so günstig wie die Geforce GTX 1060 (theoretisch).

Geforce RTX 3060 - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /