Abo
  • Services:

Automatisierung: Subaru ruft Autos wegen Roboterfehler zurück

Ein Fehler in der Produktion hat den japanischen Autohersteller Subaru dazu gezwungen, knapp 300 Fahrzeuge zurückzurufen. Schweißroboter hatten ihre Arbeit nicht richtig gemacht.

Artikel veröffentlicht am ,
Subaru Acent: Schweißpunkte an der B-Säule ausgelassen
Subaru Acent: Schweißpunkte an der B-Säule ausgelassen (Bild: Subaru)

Wir werden, so befürchten viele, alle sterben, wenn Roboter alles machen. Ein Vorfall in einem US-Werk von Subaru scheint das zu bestätigen: Der japanische Autohersteller musste knapp 300 Fahrzeuge zurückrufen - wegen eines vermeintlichen Roboterfehlers.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Es bestehe die Möglichkeit, dass einige Schweißpunkte nicht gesetzt seien, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens an die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). "Dadurch kann die Stabilität der Karosserie beeinträchtigt sein." Das gehe aus den Protokollen der Schweißroboter hervor, begründet Subaru den Rückruf.

Die Roboter stehen in Subarus Werk in Lafayette im US-Bundesstaat Indiana und bauen das Sports Utility Vehicle (SUV) Subaru Ascent. Sie hatten einige Punktschweißungen an der B-Säule der Fahrzeuge ausgelassen. Die B-Säule bildet in der Mitte der Fahrgastzelle die Verbindung zwischen dem Unterboden und dem Dach und sorgt für Stabilität. Zudem sind daran die Aufhängungen für die Hintertüren befestigt. Bei einem Unfall könnte durch den Fehler die Sicherheit der Insassen beeinträchtigt sein.

Der Fehler fiel bei einer Routinekontrolle auf

Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 1. und dem 21. Juli 2018 gebaut wurden, allerdings nicht alle. Aufgefallen war der Fehler bei einer Routinekontrolle. Schuld waren allerdings nicht die Roboter, sondern schlicht ein Programmierfehler, also der Mensch.

Abgesehen vom Image hält sich der Schaden für Subaru in Grenzen: Es geht um insgesamt 293 SUVs. Davon waren nach Informationen der US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Reports (CR) lediglich neun bereits an Kunden ausgeliefert.

Die Automobilbranche ist schon stark automatisiert, und die Hersteller versuchen, den Grad der Automatisierung noch weiter zu erhöhen. Das führt nicht immer zum Erfolg: Der US-Elektroautohersteller Tesla wollte die Endmontage des Model 3 praktisch komplett automatisieren. Das führte zu großen Problemen und dazu, dass der Hersteller die Fahrzeuge anfangs in zu geringer Stückzahl baute.

Schließlich sah sich Tesla gezwungen, die Automatisierung zumindest zeitweise zurückzufahren. Die übermäßige Automatisierung sei ein Fehler gewesen. "Um genau zu sein: mein Fehler", sagte Tesla-Chef Elon Musk. "Menschen werden unterschätzt."



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Herr_Be 25. Sep 2018

Nach Stand der Technik werden alle Prozesse sehr genau überwacht. Bei einfachen Schwei...

0xDEADC0DE 25. Sep 2018

Der Programmierer der Roboter ist also arbeitslos? Und wieso sollte man jemanden feuern...

thinksimple 24. Sep 2018

Die dürfen 2 Monate nicht in die Kantine.

nixidee 24. Sep 2018

Ich erzähle dir lieber nicht, dass das Wort Roboter von Arbeit kommt.


Folgen Sie uns
       


Golem.de besucht Pininfarina (Reportage)

Golem.de hat bei Pininfarina in Turin hinter die Kulissen geschaut und sich mit den Designern des Elektrosportwagens PF0 unterhalten.

Golem.de besucht Pininfarina (Reportage) Video aufrufen
Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

Key-Reseller: Das umstrittene Geschäft mit den günstigen Gaming-Keys
Key-Reseller
Das umstrittene Geschäft mit den günstigen Gaming-Keys

Computerspiele zum Superpreis - ist das legal? Die Geschäftspraktiken von Key-Resellern wie G2A, Gamesrocket und Kinguin waren jahrelang umstritten, mittlerweile scheint die Zeit der Skandale vorbei zu sein. Doch Entwickler und Publisher sind weiterhin kritisch.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper und Sönke Siemens


    Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
    Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
    Tolles teures Teil - aber für wen?

    Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
    2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

      •  /