• IT-Karriere:
  • Services:

Automatisierung: Europaparlament fordert Roboterregeln

Regeln für Sicherheit, ein Fonds für Unfälle mit autonom fahrenden Autos: Das Europaparlament fordert Regeln und Standards für Roboter und künstliche Intelligenz. Auf eine Robotersteuer konnten sich die Parlamentarier nicht einigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Industrieroboter Baxter: freiwilliger ethischer Verhaltenskodex für Robotiker
Industrieroboter Baxter: freiwilliger ethischer Verhaltenskodex für Robotiker (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Keine Steuern, aber Regeln: Das Europäische Parlament fordert, in Europa Regeln für Roboter und künstliche Intelligenz einzuführen. Diese betreffen Fragen der Ethik und der Haftung. Auf eine Steuer für Roboter konnten sich die Abgeordneten aber nicht einigen.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Hamburg
  2. Stabilus GmbH, Koblenz, Langenfeld, Aichwald

Die Regeln sollen sicherstellen, dass das wirtschaftliche Potenzial der Roboter ausgeschöpft werden kann. Sie sollen aber auch Standards für die Sicherheit und Ethik definieren. Zu letzterer zählen die Abgeordneten auch Fragen der Privatsphäre. In ihrer Resolution schlagen die Parlamentarier einen freiwilligen ethischen Verhaltenskodex für Robotiker vor, um sicherzustellen, dass sie nach juristischen und ethischen Standards arbeiten und dass die Roboter die Würde des Menschen respektieren.

Autonom fahrende Autos sollen eine Versicherung bekommen

Regeln sind nach Ansicht der Abgeordneten vor allem im Bereich der autonom fahrenden Autos nötig. Für diese Autos soll eine Versicherung obligatorisch sein. Außerdem soll ein Fonds eingerichtet werden, aus dem Opfer von Unfällen mit fahrerlosen Autos entschädigt werden.

Die Idee, eine Steuer für Roboter-Betreiber zu erheben, lehnten die Parlamentarier jedoch ab. Mit dem Geld hätten "mögliche negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt" abgefangen werden sollen, sagte Mady Delvaux. Die luxemburgische Sozialdemokratin hatte den Bericht für das Parlament ausgearbeitet.

Die Konservativen lehnten die Steuer ab

Von den Steuern hätten beispielsweise Umschulungen von Arbeitnehmern finanziert werden sollen, deren Arbeitsplätze Roboter übernommen haben. Sie sei enttäuscht, dass die konservativen Fraktionen gegen dieses Konzept gestimmt hätten. "Sie lehnten eine vorurteilsfreie und zukunftsorientierte Debatte ab und erkannten so die Bedenken unserer Bürger nicht an."

Die International Federation of Robotics (IFR), der Robotik-Branchenverband, hingegen bewertete die Entscheidung positiv. Eine Steuer hätte sich negativ auf Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung ausgewirkt. Befürworter der Automatisierung weisen darauf bin, dass der Einsatz von Robotern die Produktivität steigere und so zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führe.

Bill Gates ist für eine Robotersteuer

Allerdings gibt es auch prominente Fürsprecher einer Robotersteuer: Microsoft-Gründer Bill Gates sagte kürzlich in einem Interview mit dem US-Onlinemagazin Quartz, Regierungen sollten Unternehmen, die Roboter einsetzen besteuern. Mit dem Geld könnten neue Arbeitsplätze finanziert werden, in der Altenpflege etwa oder in der Kinderbetreuung.

Die Abgeordneten betonten die Bedeutung solcher Regeln. Auch in anderen Ländern werde an Normen für Roboter gearbeitet. Die Europäische Union (EU) müsse eine Vorreiterrolle bei der Festlegung dieser Standards übernehmen, damit später nicht gezwungen sei, die Regeln von Drittländern zu befolgen.

Die Resolution des Parlaments geht an die Europäische Kommission, die darüber entscheiden muss. Sie ist aber nicht bindend, die Kommission kann sie also ablehnen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

Anonymer Nutzer 21. Feb 2017

Wird es nicht. Denn die Roboter werden von Robotern hergestellt und auch irgendwann...

Anonymer Nutzer 21. Feb 2017

Weil? Eventuell? Eventuell bringt es aber auch mehr. Wer weiß wer weiß. Genau. Weil...

xUser 20. Feb 2017

Warum sollte man keine Versicherung benötigen? Oder was ist daran neu? Es ist immer noch...

elgooG 20. Feb 2017

Nur, dass die Staaten völlig versäumen ein Leben ohne Arbeit zu ermöglichen. Die paar...


Folgen Sie uns
       


Opel Zafira-e Life Probe gefahren

Wir haben den Opel Zafira-e Life ausführlich getestet.

Opel Zafira-e Life Probe gefahren Video aufrufen
Vor 25 Jahren: Space 2063: Military-Sci-Fi auf höchstem Niveau
Vor 25 Jahren: Space 2063
Military-Sci-Fi auf höchstem Niveau

Vor 25 Jahren startete die Military-Science-Fiction-Serie Space 2063 in Deutschland. Es wurde nur eine Staffel produziert. Sie ist auch ihres bitteren Endes wegen unvergessen.
Von Peter Osteried

  1. Science Fiction Raumpatrouille Orion wird neu aufgelegt
  2. Warp-Antriebe und Aliens Das Wörterbuch für Science-Fiction
  3. Science Fiction Babylon 5 kommt als neue Remaster-Version

No-Regret-Infrastruktur: Wasserstoffnetze für Stahl und Chemie
No-Regret-Infrastruktur
Wasserstoffnetze für Stahl und Chemie

Die Organisation Agora Energiewende schlägt vor, sich beim Bau von Wasserstoffleitungen und Speichern zunächst auf wenige Regionen zu konzentrieren.
Von Hanno Böck

  1. Brennstoffzellenfahrzeug Fraunhofer IFAM entwickelt wasserstoffspeichernde Paste
  2. Wasserstoff Lavo entwickelt Wasserstoffspeicher fürs Eigenheim
  3. Energiewende EWE baut einen Wasserstoffspeicher bei Berlin

Börse: Was zur Hölle ist ein SPAC?
Börse
Was zur Hölle ist ein SPAC?

SPACs sind die neue Modewelle an der Börse: Firmen, die es eigentlich nicht könnten, gehen unter dem Mantel einer anderen Firma an die Börse. Golem.de hat unter den Mantel geschaut.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Wallstreetbets Trade Republic entschuldigt sich für Probleme mit Gamestop
  2. Tokyo Stock Exchange Hardware-Ausfall legte Tokioter Börse lahm

    •  /