Automatisierung: Boeing entfernt Montageroboter aus der Produktion der 777
Sind Menschen die besseren Monteure? Der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing hat ein Robotersystem, das die Rumpfteile des Verkehrsflugzeugs Boeing 777 montiert, außer Dienst gestellt. Jetzt übernähmen wieder Menschen diese Aufgabe, berichtet die lokale Tageszeitung The Seattle Times(öffnet im neuen Fenster).
Das System, das in der Fabrik in Everett im US-Bundesstaat Washington eingesetzt wurde, besteht aus Robotern, die die gebogenen Rumpfelemente anheben. Andere Roboter bauten die Komponenten zusammen, bohrten und brachten Befestigungen an.
"Fuselage Automated Upright Build" (FAUB) nannte Boeing das System. Mit der Einführung begann der Konzern 2015. Doch das System zeigte schon von Anfang an Schwächen: Es beschädigte Rumpfteile oder es fügte sie nicht vollständig zusammen. Die Arbeitsschritte mussten dann Menschen manuell beenden.
Die Boeing-Mitarbeiter klagten damals schon über Probleme mit den Robotern: Das System sei ein Fehlschlag und ein Albtraum, sagten sie der Seattle Times. Boeing glaubte, die Probleme im Laufe der Zeit ausräumen zu können.

Das hat sich aber nicht erfüllt. Der Konzern hat deshalb die Konsequenz gezogen und setzt seit Sommer wieder ein bewährtes, kleineres Werkzeug, den Flex Track, ein. Der Flex Track bohrt nur Löcher, die Verbindungselemente montieren Menschen. Bis Ende des Jahres soll FAUB abgeschafft sein.
Mehr Menschen und weniger Roboter in der Montage einzusetzen, habe sich als zuverlässiger erwiesen, begründet Boeing den Schritt. Diese Methode erfordere weniger Arbeit von Hand und weniger Nacharbeit.
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