• IT-Karriere:
  • Services:

Automatisiertes Fahren: SNCF lässt einen Zug ferngesteuert fahren

In wenigen Jahren sollen in Frankreich Güter- und Personenzüge automatisiert fahren. Einen wichtigen Fortschritt hat die Bahngesellschaft SNCF erzielt: Sie hat einen Zug in einem Pariser Vorort ferngesteuert fahren lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ferngesteuerter Zug: Tests mit autonomem Güterzug beginnen im Herbst.
Ferngesteuerter Zug: Tests mit autonomem Güterzug beginnen im Herbst. (Bild: SNCF/Screenshot: Golem.de)

Ferngesteuert durch Pariser Vororte: Die französische Bahngesellschaft SNCF hat einen Zug testweise ohne Lokführer fahren lassen. Der Test war Teil des Programms Train Drone, dessen Ziel es ist, den Hochgeschwindigkeitszug Train à Grande Vitesse (TGV) automatisiert fahren zu lassen.

Stellenmarkt
  1. finanzen.de, Berlin
  2. UnternehmerTUM GmbH, Garching bei München

Der Zug fuhr von Villeneuve-Saint-Georges etwa vier Kilometer nach Juvisy, zwei Vororte im Süden von Paris nahe dem Flughafen Orly. Gesteuert wurde der Zug dabei von einem Kontrollzentrum in Vigneux-sur-Seine aus. Die Güterzuglokomotive war mit Kameras ausgestattet, über die der Lokführer im Kontrollzentrum das Geschehen vor Ort in Echtzeit verfolgen konnte.

Die Kameradaten sowie die Kommandos wurden per Satellit sowie über das LTE-Mobilfunknetz übertragen. Der Test habe gezeigt, dass die Fernsteuerung von Zügen möglich sei, teilte die Bahngesellschaft mit. Dem Test waren Monate Forschungsarbeit vorausgegangen.

2017 hatte SNCF das Projekt angekündigt. Bis 2023 will SCNF zwei Prototypen für den autonomen Zugverkehr entwickeln: einen Regionalzug und einen Güterzug. Die Tests mit Letzterem sollen in diesem Herbst beginnen. Die Züge sollen ab 2025 eingesetzt werden.

Ferngesteuert sollen die Züge beispielsweise im Betriebswerk unterwegs sein, vom Betriebswerk in den Bahnhof fahren oder vom Betriebswerk direkt bis zum Kunden. Zudem muss das Personal in einem Kontrollzentrum in der Lage sein, in einer Notsituation einen automatisiert fahrenden Zug aus der Ferne zu steuern.

Im Zugbetrieb wird der Automatisierungsgrad (Grade of Automation, GoA) in vier Stufen eingeteilt: von GoA Stufe 0, bei der der Fahrer den Zug ohne technische Hilfe auf Sicht steuert, bis zu GoA Stufe 4, dem vollautomatischen fahrerlosen Zugbetrieb. Die SNCF plant für den TGV GoA Stufe 2 oder 3: Dabei ist immer noch ein Fahrer an Bord.

Der Fahrer bedient die Türen

Beim halbautomatischen Zugbetrieb (Semi-Automatic Train Operation, STO) - das ist GoA Stufe 2 - startet der Fahrer die Fahrt und bedient die Türen. Der Zug fährt dann automatisch. Der Fahrer kann aber noch die Kontrolle über den Zug übernehmen. Bei GoA Stufe 3, dem begleiteten fahrerlosen Zugbetrieb (Driverless Train Operation, DTO), ist der Zugführer praktisch nur noch für die Türen und für das Beheben von Störungen zuständig.

Derzeit vereinheitlichen die europäischen Eisenbahngesellschaften die Infrastruktur. Das soll einen problemlosen Zugverkehr innerhalb Europas ermöglichen. Die neue Infrastruktur ist aber auch Voraussetzung für automatisiertes Fahren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 149,90€
  2. 649,00€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Intenso Top SSD 256 GB für 27,99€, Emtec X250 SSD Power Plus 512 GB für 59,90€)
  4. 24,95€

M.P. 17. Jul 2019

17 000 000 ¤ für 468 Sitzplätze sind natürlich ca 36000 ¤ pro Sitzplatz.... In der...

brotiger 17. Jul 2019

Bei den heutigen Gegebenheiten sollte absolut niemand mit weniger als 2000 ¤ netto nach...


Folgen Sie uns
       


Digitale Assistenten singen Weihnachtslieder (ohne Signalworte)

Wir haben Siri, den Google Assistant und Alexa aufgefordert, uns zu Weihnachten etwas vorzusingen.

Digitale Assistenten singen Weihnachtslieder (ohne Signalworte) Video aufrufen
Mr. Robot rezensiert: Domo Arigato, Mr. Robot!
Mr. Robot rezensiert
Domo Arigato, Mr. Robot!

Wie im Achtziger-Klassiker Mr. Roboto von Styx hat auch Elliot in Mr. Robot Geheimnisse. Die Dramaserie um den Hacker ist nicht nur wegen Rami Malek grandios. Sie hat einen ganz eigenen beeindruckenden visuellen Stil und zeigt Hacking, wie es wirklich ist. Wir blicken nach dem Serienfinale zurück.
Eine Rezension von Oliver Nickel und Moritz Tremmel

  1. Openideo-Wettbewerb Die fünf besten Hacker-Symbolbilder sind ausgewählt
  2. Cyberangriffe Attribution ist wie ein Indizienprozess
  3. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  2. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad
  3. Apex Pro im Test Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

Schräges von der CES 2020: Die Connected-Kartoffel
Schräges von der CES 2020
Die Connected-Kartoffel

CES 2020 Wer geglaubt hat, er hätte schon alles gesehen, musste sich auch dieses Jahr auf der CES eines Besseren belehren lassen. Wir haben uns die Zukunft der Kartoffel angesehen: Sie ist smart.
Ein Bericht von Martin Wolf

  1. Smart Lock Netatmo und Yale zeigen smarte Türschlösser
  2. Eracing Simulator im Hands on Razers Renn-Simulator bringt uns zum Schwitzen
  3. Zu lange Ladezeiten Ford setzt auf Hybridantrieb bei autonomen Taxis

    •  /