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Keine bestimmten Sensoren gefordert

Das betrifft zunächst die äußeren Bedingungen, unter denen das Auto selbstständig fahren darf, etwa den Straßentyp, das Wetter oder die Verkehrsregeln. Zudem will das internationale Gremium die Anforderungen an die Abstandsregelung festlegen, darunter die Reichweite der Sensoren und die Integration des Sensorsystems in die Kontrolle von Geschwindigkeit und Bremsung. Der Einsatz bestimmter Sensoren wie Laserscanner, Kameras und Radar wird nicht gefordert. Geregelt wird zudem die Interaktion des Autos mit dem Fahrer, vor allem bei der erforderlichen Übernahme der Fahraufgabe. Dabei soll das Auto kontrollieren, dass der Fahrer jederzeit in der Lage ist, innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder das Steuer zu übernehmen.

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Ebenfalls sollen die Fahrzeuge über redundante Systeme verfügen, damit das Fahrzeug auch dann sicher steuern kann, wenn das Bordnetz sowie ein Sensor- oder Bremssystem ausfallen sollten. Das hochautomatisierte Fahrzeug soll zu guter Letzt in der Lage sein, einen "risikominimierten Zustand" herbeizuführen. Das kann der Fall sein, wenn der Fahrer nicht auf eine Übernahmeaufforderung reagiert. Auch in Notfällen, wie bei einem unvorhergesehenen Hindernis, muss das Auto richtig reagieren können.

Vernetzung spielt noch keine Rolle

Doch längst nicht alle Anforderungen an hoch- und vollautomatisierte Fahrzeuge werden in der Arbeitsgruppe Lenkung besprochen. Andere Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den Themen Datenspeicher, Cybersicherheit, Software-Updatemanagement, Vorschriften für die regelmäßigen TÜV-Prüfungen sowie Bewertungsverfahren für die Änderung von elektrischen und elektronischen Kontrollsystemen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Lenkung sollen mit denen der anderen "kompatibel" sein. Gar nicht behandelt wird das Thema Konnektivität. Anders als von Politik und Telekommunikationsindustrie gerne behauptet, ist eine Internetverbindung oder gar schnelles 5G keine Voraussetzung für das hochautomatisierte Fahren.

Wie schwierig es ist, konkrete Vorgaben zu machen, zeigt die sogenannte Übernahmeaufforderung. Wichtig ist in diesem Fall, wie viele Sekunden dem Fahrer mindestens gegeben werden, bevor er wieder das Steuer übernehmen muss. "Zuletzt waren vier Sekunden im Gespräch, aber das ist noch Gegenstand der Diskussion. Die vier Sekunden stammen aus einer Studie eines japanischen Ministeriums. Dabei stellte man fest, dass die Testperson mit der längsten Reaktionszeit vier Sekunden benötigte", sagt Bereczki. Eine aktuelle koreanische Studie (PDF) schlägt mindestens acht Sekunden vor.

Übernahmezeit von zehn Sekunden geplant

Audi sieht beim Staupiloten je nach Situation eine Übernahmezeit von zehn Sekunden vor. Diese Fahrzeit müsse vollständig abgesichert sein. "Das ist eine ganz andere Herausforderung als beim Assistenzsystem, bei dem der Fahrer sofort eingreifen muss", sagt Bereczki. Dabei steht Audi vor dem Problem: Die Funktionen müssen entwickelt werden, obwohl die endgültigen Anforderungen noch gar nicht feststehen. So verlangte die französische Regierung in der Arbeitsgruppensitzung im April 2018 (PDF), dass die Polizei klar erkennen müsse, ob sich ein Fahrzeug im automatisierten Modus befindet. Sollte eine solche Anforderung am Ende beschlossen werden, müssten die Hersteller dies möglicherweise mit Hilfe einer speziellen Beleuchtung signalisieren.

Hinzu kommt: "Wenn ein Problem von den Testfahrern festgestellt wurde, wird das anschließend behoben und das Ganze geht von vorne los. Aber wenn Sie etwas behoben haben, müssen Sie sehen, dass an einer anderen Stelle die Funktion genau funktioniert wie vorher. Das ist schon ein bisschen tricky, aber das ist eben die Pionierleistung", sagt Bereczki. Diese Aufgabe müsse jeder Hersteller für sich lösen, da es festgelegte Testszenarien dafür noch nicht gebe.

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 Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden StauDas Auto überwacht den Fahrer - und nicht umgekehrt 
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My1 15. Aug 2018

ist das nicht illegal? zum überholen muss man doch iirc n bisschen mehr tempo draufhaben...

narfomat 09. Aug 2018

also ohne ABS und servolenkung nein, aber ohne ESP auf jeden fall! schon mal versucht...

FreierLukas 03. Aug 2018

Du denkst verkehrt. Die autonome Revolution kommt nicht aus der Garage sondern per...

Aki-San 17. Jul 2018

Schwarmbasierte, vollautomatisierte Fahrzeugtechnik kann schon heute über Jahrhunderte...

Aki-San 17. Jul 2018

A1, A3, A4, A44, A46, A59 uvm. Zwischen Köln und Düsseldorf. Von 5-20 Uhr. :/


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