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Automatisierte Lagerhäuser: Ein riesiger Nerd-Traum

Halbautonome IoT-Roboter, ein selbstgebautes 4G-Netz und ein ungewöhnliches Rechenzentrum: Viel mehr braucht es nicht für einen Supermarkt. Der Anbieter Ocado will mit diesem Konzept in Europa expandieren, doch die größten Probleme liegen nicht an der Technik.

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Grau und düster - Lebensmittel und Roboter fühlen sich trotzdem wohl.
Grau und düster - Lebensmittel und Roboter fühlen sich trotzdem wohl. (Bild: Ocado)

Der wöchentliche Einkauf könnte eigentlich ganz einfach sein: Webseite öffnen, zwei, drei Dinge ändern, die sich von der üblichen Auswahl unterscheiden, Bestellung abschicken und auf die Lieferung warten. Was in Deutschland seit Jahren mehr schlecht als recht funktioniert, baut der britische Anbieter Ocado seit mehr als 15 Jahren erfolgreich aus. Das Magazin Wired beschreibt ein Video, das die dafür genutzte Technik zeigt, sogar als hypnotisch.

Inhalt:
  1. Automatisierte Lagerhäuser: Ein riesiger Nerd-Traum
  2. Ein Mesh ist stärker als der Gabelstapler

Denn der Automatisierungsgrad der Lagerhäuser von Ocado ist wohl nichts weniger als ein riesiger Nerd-Traum. Die bestellten Waren werden von Robotern und Förderbändern scheinbar magisch transportiert und zu einem Einkaufskorb zusammengestellt. Menschen sind kaum noch zu sehen und das neue Lagerhauskonzept von Ocado ist sogar noch innovativer und unterscheidet sich deutlich von der Konkurrenz.

Ocado braucht Stapel statt Regale

Bisher nutzte Ocado Hochregale, in denen die Waren auf Vorrat gelagert worden. Das Konzept ist altbekannt und wird etwa bei Ikea zur Selbstabholung genutzt, in modernen Parkhäusern oder für Schließfächer auch automatisch. Online-Händler wie Amazon nutzen ähnliche Ideen. Der entscheidende Nachteil ist dabei aber, dass prinzipbedingt nur wenige oder gar nur ein einziges Robotersystem zum Ein- und Ausräumen der Fächer eines Regals genutzt werden kann.

  • Die 4G-Roboter über dem Lagergitter (Bild: Ocado)
  • Förderbänder in einem anderen Lagerhaus von Ocado (Bild: Ocado)
  • Förderbänder in einem anderen Lagerhaus von Ocado (Bild: Ocado)
Die 4G-Roboter über dem Lagergitter (Bild: Ocado)

Diese Problem löst Ocado durch ein Gitter mit einer Größe von mehreren tausend Quadratmetern, in dem die Waren in einheitlichen Körben übereinander gestapelt werden. Bedient wird dieses riesige Gitter von Tausenden fahrenden Robotern, die die unter ihnen liegenden Körbe aufnehmen und zu den Förderbändern transportieren. Sie agieren dabei auch in Kooperation, um etwa mehrere Schichten Körbe abzutragen und so darunterliegende Waren aufnehmen zu können.

Mobilfunk statt WLAN

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Zur Kommunikation und Koordination der kleinen Roboterwagen nutzt Ocado ein eigenes 4G-Netz, da WLAN derartigen Aufgaben nicht gewachsen ist, wie das Team in seinem Blog schreibt. Für die benötigte Redundanz, geringe Latenz sowie das Ansprechen möglichst vieler Clients, die sich auch noch im Raum bewegen, ist WLAN einfach nicht geschaffen. Vor allem das Roaming zwischen zwei WLAN-Access-Points sei in Tests mit 300 ms schlicht viel zu hoch gewesen.

Um das Mobilfunknetz aber überhaupt problemlos und vor allem schnell aufbauen zu können, wird ein unlizenziertes Frequenzspektrum genutzt. Darüber hinaus hat das Entwicklerteam einige weitere eigene Verbesserungen an der Technik vorgenommen. "Das System garantiert eine Verbindung zehnmal pro Sekunde zu jedem der 1.000 Clients pro Basisstation - innerhalb eines 150-Meter-Radius", heißt es.

Eine sanfte Roboterhand

Sind die Waren dann von den Robotern richtig ausgesucht und auf die Förderbänder transportiert worden, müssen diese letztlich noch zu den Einkäufen der Kunden zusammengestellt werden. Diese als Picking bezeichnete Aufgabe ist bisher hauptsächlich von Menschen durchgeführt worden. Ocado arbeitet aber daran, auch diese Aufgabe mit Robotern durchführen zu können.

Dazu testet das Unternehmen robotische Greifarme, die menschlichen Händen nachempfunden sind. Diese sollen langfristig dafür eingesetzt werden können, vergleichsweise sehr weiche Objekte wie Obst und Gemüse ohne Beschädigungen einzupacken.

Diese Automatisierung der Lagerhaltung ist aber nur ein Teil der Technik, die Ocado nutzt, um das Online-Einkaufserlebnis zu verbessern. Der andere Teil ist Software für alle möglichen Prozesse rund um den Einkaufsvorgang. Das umfasst die Nutzung von Cloud-Techniken, künstlicher Intelligenz sowie eine etwas andere Art des Rechenzentrums.

Ein Mesh ist stärker als der Gabelstapler 
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OmranShilunte 10. Jul 2017

das ist eine scheindebatte. 90% aller supermarktartikel kann man einfach in automaten...

pre3 07. Jul 2017

Wozu dann noch Schulen und Universitäten finanzieren, wenn der Mensch gar nichts mehr...

goto10 07. Jul 2017

Ja! Du gehst, wie die meisten, auch davon aus das durch Arbeit Geld erwirtschaftet wird...

chefin 06. Jul 2017

Ohne IT kommt kein Mensch an die Waren ran. Wie auch, schau dir das Traggestell an. Nur...

chefin 06. Jul 2017

WLAN ist auf kooperation ausgelegt, ohne das die Sender von einander wissen. Daher muss...


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