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Grau und düster - Lebensmittel und Roboter fühlen sich trotzdem wohl.
Grau und düster - Lebensmittel und Roboter fühlen sich trotzdem wohl. (Bild: Ocado)

Ein Mesh ist stärker als der Gabelstapler

Es ist völlig klar, dass die beschriebene Automatisierung nicht ohne Steuerungssoftware möglich ist. Auch hier wendet sich Ocado von den klassischen, zentral in einem Rechenzentrum gehosteten Diensten ab und versucht, die bereits im Lagerhaus vorhandenen Rechenkapazitäten wiederzuverwenden.

Das heißt, die Rechner an den Einpackstationen, PCs zur Informationsanzeige oder andere Geräte werden in einem Mesh-Netzwerk zusammengeschlossen. Auf den einzelnen Knoten des Mesh-Netzes laufen dann die Dienste für das Lagerhaus in Containern. Zum Routing wird OSPFv3 auf Basis von IPv6 genutzt, was mit Quagga umgesetzt wird. Gesteuert wird dieser Cluster mit Hilfe von Kubernetes. Das dafür erstellte Werkzeug Kubermesh steht als Open-Source-Software zur Verfügung.

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Die damit verbundendenen Vorteile der Ausfallsicherheit sind für Ocado eigentlich offensichtlich. Das beschreibt das Team in seinem Blog mit einem wohl tatsächlich praxisnahen Beispiel: "Wenn jemand etwa versehentlich mit einem Gabelstapler über einen Node fährt, bleibt das System als Ganzes noch online und voll funktionsfähig. In der Tat bräuchte es ein Drittel des Gesamtsystems, das offline geht, bevor die Funktionalität beeinträchtigt würde (das würde eine Menge Zusammenstöße mit vielen Gabelstaplern bedeuten!)."

Machine Learning für den Kundenkontakt

Sollten die Kunden von Ocado Probleme haben oder sich aus anderen Gründen an das Unternehmen wenden wollen, steht die Kommunikation über einen Callcenter oder textbasierte Dienste bereit. Ein Vor- und Einsortieren der eingehenden Nachrichten geschieht dabei fast vollständig maschinell.

Das Technik-Team von Ocado nutzt hier zur Erkennung natürlicher Sprache unter anderem Modelle, die mit Tensorflow implementiert werden, und Angebote von Googles Cloud Platform. Ocado ist einer von Googles Vorzeigekunden, die regelmäßig auf Veranstaltungen des Cloud-Anbieters Vorträge halten.

Online-Supermarkt as a Service

Die Kombination dieser ganzen Techniken und Ideen nutzt Ocado nicht nur für sein eigenes Geschäft, sondern bietet sie seit einigen Jahren als Dienstleistung für andere Supermärkte und Lebensmittelhändler an, seit 2014 etwa für die Einzelhandelskette Morrisons im Vereinigten Königreich. Das Unternhehmen bezeichnet diese Angebot als Ocado Smart Platform. Eine solche Kooperation zwischen zwei Unternehmen, die am Markt eigentlich miteinander konkurrieren, ist augenscheinlich aber eher ungewöhnlich.

Diese Situation, in der Ocado einerseits selbst Händler und andererseits Anbieter von Dienstleistungen für Händler ist, könnte einer der wichtigsten Gründen dafür sein, dass die geplante europaweite Expansion seiner Unternehmensdienstleistungen nur sehr schleppend vorankommt.

Denn vor allem der Lebensmitteleinzelhandel wird in vielen Ländern unter einigen wenigen Unternehmen aufgeteilt und von ihnen dominiert. Jeder noch zu kleine Unterschied könnte hier zu einem Marktvorteil führen. Zwar bietet das automatisierte Lagerhaus von Ocado mit den dazugehörigen Angeboten die genau dafür notwendigen Dienste, allerdings eben nicht exklusiv.

Für den einen oder anderen Manager könnte es also schwer nachvollziehbar sein, wieso das Online-Geschäft über einen Anbieter abgewickelt werden soll, den die Konkurrenz ebenfalls nutzt. Dass diese Überlegungen keinesfalls abwegig sind, zeigt die Anfang Juni veröffentlichte Nachricht über den ersten internationalen Kunden von Ocado: Aus Geheimhaltungsgründen darf er nicht genannt werden.

 Automatisierte Lagerhäuser: Ein riesiger Nerd-Traum

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OmranShilunte 10. Jul 2017

das ist eine scheindebatte. 90% aller supermarktartikel kann man einfach in automaten...

pre3 07. Jul 2017

Wozu dann noch Schulen und Universitäten finanzieren, wenn der Mensch gar nichts mehr...

goto10 07. Jul 2017

Ja! Du gehst, wie die meisten, auch davon aus das durch Arbeit Geld erwirtschaftet wird...

chefin 06. Jul 2017

Ohne IT kommt kein Mensch an die Waren ran. Wie auch, schau dir das Traggestell an. Nur...

chefin 06. Jul 2017

WLAN ist auf kooperation ausgelegt, ohne das die Sender von einander wissen. Daher muss...



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