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Automatische Videoüberwachung: Bahn nimmt Tests im Bahnhof Südkreuz wieder auf

Die Deutsche Bahn will nicht nur 3.000 zusätzliche und bessere Videokameras installieren, um die Sicherheit an Bahnhöfen zu erhöhen.

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Die Bahn nimmt die Videotests am Berliner Bahnhof Südkreuz wieder auf.
Die Bahn nimmt die Videotests am Berliner Bahnhof Südkreuz wieder auf. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die Deutsche Bahn setzt ihre Tests zur automatischen Videoüberwachung am Berliner Bahnhof Südkreuz wieder fort. "Über einen Projektzeitraum von drei Jahren richtet die Deutsche Bahn ab dem Jahr 2021 einen 'Sicherheitsbahnhof' am Berliner Bahnhof Südkreuz ein", teilten das Unternehmen und das Bundesinnenministerium am 13. Dezember 2020 gemeinsam mit. Dort würden "verschiedene Varianten von Schutzbarrieren für Reisende auf einem Bahnsteig sowie 'Intelligente Videoanalysetechnik' zur Erhöhung der Sicherheit erprobt und unter wissenschaftlicher Begleitung längerfristig betrachtet".

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Bei dem Test solle ebenfalls analysiert werden, "wie sich die Sicherheit steigern lässt, ohne dass Fahrgästen Nachteile entstehen - zum Beispiel, ob sich Sicherheitsmaßnahmen negativ auf die Pünktlichkeit oder die Kapazität der Züge auswirken könnten".

Der Mitteilung zufolge will die Bahn in den kommenden vier Jahren die Zahl der Videokameras an Bahnsteigen um rund ein Drittel auf rund 11.000 Kameras erhöhen. Aktuell seien rund 8.000 Kameras an 800 Bahnhöfen im Einsatz. "Die neuen Kameras bedeuten gleichzeitig einen Qualitätssprung bei den Aufnahmen: Sie lassen hochauflösende Bilder entstehen", hieß es weiter.

Bundesregierung und Bahn begründeten die zusätzlichen Maßnahmen mit tödlichen Vorfällen an den Bahnhöfen Frankfurt am Main und Voerde im vergangenen Jahr. In beiden Fällen waren Menschen von inzwischen verurteilten psychisch kranken Tätern vor Züge gestoßen worden. "Mit den nun vereinbarten Maßnahmen erhöhen wir die Sicherheit in Bahnhöfen und Zügen", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Nach Ansicht des Fahrgastverbandes Pro Bahn lassen sich mit solchen Maßnahmen solche Taten wie in Frankfurt und Voerde jedoch nicht verhindern. "Das Sicherste ist eigentlich, sich nicht genau an der Bahnsteigkante aufzuhalten. Wenn einen dann jemand schubst, ist es besser, wenn man auf den Bahnsteig fällt als vor den Zug", sagte der Verbandsvorsitzende Karl-Peter Naumann der Hessenschau.

Die Bundespolizei hatte von Sommer 2017 bis Sommer 2018 am Bahnhof Südkreuz ein System zur automatischen Gesichtserkennung von Verdächtigen getestet. Nach dessen Abschluss wollte die Bahn ursprünglich im September 2018 damit beginnen, die installierten Kamerasysteme für eigene Tests zu nutzen. Dieser Test wurde Anfang 2019 vorläufig gestoppt.

Nachtrag vom 15. Dezember 2020, 15:48 Uhr

Eine Sprecherin der Bahn konnte auf Anfrage von Golem.de noch keine Angaben darüber machen, wie die Schutzbarrieren gestaltet werden sollen. Zum aktuellen Zeitpunkt könnten noch keine Details zu den verschiedenen Varianten an Schutzbarrieren genannt werden. "Grundsätzlich sollen die Barrieren die Sicherheit am Bahnsteig erhöhen, ohne dass Fahrgästen Nachteile im Hinblick auf Pünktlichkeit oder Kapazität der Züge entstehen", hieß es.

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Fotobar 16. Dez 2020

Viele Skeptiker wollen das nicht hören, aber ich fühle mich beim Reisen aufgrund der...

Fotobar 16. Dez 2020

Also in Anbetracht der Tatsache, dass an Bahnhöfen unfasbar viele Taschen (insbesondere...

Kleba 15. Dez 2020

Impliziert das eine nicht schon das andere? Ein anderes Leben als wertlos zu betrachten...


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