Automation-Plattform n8n: n8n als Generalschlüssel im Netz
Anfang Januar 2026 legten Sicherheitsforscher gleich fünf Schwachstellen in n8n, einer weit verbreiteten Plattform zur Workflow-Automatisierung, offen. Zwei davon stechen heraus: Ni8mare, geführt als CVE-2026-21858, trägt den höchsten möglichen CVSS-Wert von 10.0, das zweite Problem CVE-2026-21877 liegt mit 9.9 knapp darunter. Der CVSS ist das gängige Bewertungssystem für Schwachstellen auf einer Skala bis 10. Laut dem Entdeckerteam von Cyera betrifft Ni8mare rund 100.000 Installationen weltweit, und ein öffentlicher Exploit kursiert bereits.
Die großen Zahlen verdecken den eigentlichen Punkt. Ni8mare ist im Kern keine direkte Codeausführung, vielmehr handelt es sich um eine unauthentifizierte Datei-Lese-Lücke, die sich erst über mehrere Schritte zur vollständigen Übernahme verketten lässt. Und n8n hängt in den meisten Firmen gar nicht am offenen Internet. Der Schaden liegt weniger im ersten Einbruch als in dem, was die Plattform verwahrt, nämlich den Zugangsdaten zu allem, was sie automatisiert. n8n stammt aus Berlin (g+) und ist in der deutschen Devops-Szene als quelloffene Alternative zu Diensten wie Zapier weit verbreitet. Wir zeigen, was die Lücken erlauben, warum die Plattform ein lohnendes Ziel ist und was Admins jetzt tun müssen.