Wie tief will man in das Hobby einsteigen?

Was bringen nun diese beiden Systeme im Vergleich zum Stellina-Teleskop? Ein Unterschied ist offensichtlich: Man muss diese Systeme selbst zusammenbauen, einrichten, Teile miteinander verbinden und die Steuerung (ob StellarMate oder AISAir) konfigurieren.

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Wenn man keinerlei Erfahrung hat, ist das eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Auch der Betrieb ist ein wenig komplexer als bei Stellina. Ohne Erfahrung und sachkundige Anleitung kann das einige frustrierende Nächte bedeuten, ehe man erste Ergebnisse erzielt.

Dabei ist die günstige Variante 1 sogar noch etwas einfacher zu handhaben, da zum Beispiel die Montierung nicht eingenordet und kein Autoguiding eingerichtet werden muss. Dafür muss man das Teleskop von Hand fokussieren. Es gibt einige Youtube-Videos dazu, jedoch wird man nicht darum herumkommen, sich genau mit den Komponenten auseinanderzusetzen. Dafür liegt man aber bei einem Drittel des Preises des Stellina-Teleskops.

Variante 2 ist eine Ausstattung für einen ambitionierten Astrofotografen. Die Montierung ist mit 15 kg Traglast auch für deutlich größere Teleskope gerüstet und bietet damit einiges an Spielraum - zumal es eine äquatoriale Montierung ist, die deutlich längere Belichtungszeiten erlaubt.

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Allerdings muss diese präzise auf den Himmelspol (Nord oder Süd) eingerichtet werden. Das erfordert Zeit und Erfahrung, trotz Unterstützung durch die Steuerung. Das Teleskop bietet mit einer Brennweite von effektiv 274 mm (ohne Flattener sind es 335 mm) und dem etwas größeren Kamerasensor der ASI183 ein weiteres Bildfeld, was ein Vorteil gegenüber dem Stellina-Teleskop ist.

Die Optik des verwendeten Teleskops ist deutlich hochwertiger. Durch den Autofokus ist zumindest nach der initialen Einrichtung das Fokussieren automatisiert.

Dieses Setup ist einem Anfänger nicht ohne Weiteres zu empfehlen, da der Lernaufwand, um dieses System sinnvoll und stabil einzurichten und zu betreiben, doch sehr hoch ist. Ohne Unterstützung durch einen erfahrenen Astrofotografen, der ein solches System kennt, wird der Einstieg vermutlich sehr langwierig, schwer und mit einigen Fehlschlägen behaftet sein. Dafür ist aber zu erwarten, dass die Ergebnisse deutlich besser sind als die des Stellina-Teleskops.

Diese beiden Varianten erheben keinen Anspruch darauf, das ultimative oder einzig sinnvolle Setup zu sein. Sie sollen zeigen, welche Komponenten benötigt werden, wie viel sie kosten - und um den Lesern ein Gefühl zu vermitteln, welche Aspekte bei einem solchen Aufbau wichtig sind.

  • Stellina-Teleskop während der Initialisierung (Bild: Mario Keller)
  • Auswahlbildschirm Stellina-App (Bild: Vaonis.com)
  • Detailbildschirm für ein Objekt in der Stellina-App (Bild: Vaonis.com)
  • Aufnahme-Vorbereitung in der Stellina-App (Bild: Vaonis.com)
  • Aufnahme-Session: Herkules Cluster auf einem iPad (Stellina-App) (Bild: Mario Keller)
  • Aufnahme-Session auf einem iPhone (Stellina-App) (Bild: Mario Keller)
  • M81 Galaxie - Bearbeitet aus 267 Einzelbildern, circa 45 Minuten (Bild: Mario Keller)
  • Startseite der neuen Singularity-App (Bild: Vaonis.com)
  • Beobachtungsplanung in der neuen Singularity-App (Bild: Vaonis.com)
  • Objekt: Pferdekopfnebel, direkt aus der Stellina-App (Bild: Pamela Williams)
  • Objekt: Orion Nebel - bearbeitetes Bild aus Stellina-Rohdaten (Bild: Keith Owens)
  • Objekt: Hantel-Nebel - direkt aus der Stellina-App mit circa 20 Minuten Belichtungszeit (Bild: Mario Keller)
  • Objekt: Pferdekopf und Flammen-Nebel - Mosaik aus mehreren bearbeiteten Einzel-Sessions (Bild: Alexandre)
  • Objekt: Rosetten-Nebel NGC2237 -  Mosaik aus mehreren bearbeiteten Einzel-Sessions (Bild: Alexandre)
  • Stellina-Ersatzsystem aus Alt-AZ-Montierung, TS 61EDPH Teleskop, ASI183-Kamera und Raspberry-Pi-Steuerung (Bild: Mario Keller)
  • Stellina-Ersatzsystem aus Alt-AZ-Montierung, TS 61EDPH Teleskop, ASI183-Kamera und Raspberry-Pi-Steuerung (Bild: Mario Keller)
  • Stellarmate-Oberfläche - Objektauswahl (Bild: Mario Keller)
  • Ersatz-Setup Variante 1 (Bild: Mario Keller)
  • Variante 1 wiegt 4,8 kg und damit weniger als die Hälfte des Stellina-Teleskops. (Bild: Mario Keller)
  • Ersatz-Setup Variante 2 (Bild: Mario Keller)
  • Variante 2 wiegt circa 29 kg und damit mehr als das Doppelte des Stellina-Teleskops. (Bild: Mario Keller)
Stellina-Ersatzsystem aus Alt-AZ-Montierung, TS 61EDPH Teleskop, ASI183-Kamera und Raspberry-Pi-Steuerung (Bild: Mario Keller)

Die Bilder 15 und 16 unserer Bilderserie zeigen eine Kombination aus Variante 1 und 2 aus Komponenten, die ich selbst besitze und mit denen ich mir einen Stellina-Ersatz gebaut habe. Der Aufwand beim Aufbau und Betrieb ist größer als beim Stellina-Teleskop, aber dafür ist das Setup deutlich leichter.

Somit sind wir wieder bei der Frage: Geht das preiswerter oder besser? Die Antwort ist: Ja, aber... Stellina ist ein Rundum-Sorglos-Paket: aufbauen, einschalten, loslegen. Es kommt mit Einschränkungen bei der Flexibilität der Ausstattung und der Bedienung und mit einem Preis, für den man durchaus ein technisch leistungsfähigeres System aufbauen kann.

Auf der anderen Seite bietet es Zugang zu einem Hobby und einem Bereich, der vielen Menschen sonst verschlossen bliebe. Allein darin findet sich meiner Meinung nach seine Daseinsberechtigung.

Wer bereit ist, das Geld für ein solches Hobby in die Hand zu nehmen, egal für welches Setup, hat eine breite Auswahl an Möglichkeiten - und diese werden durch Geräte wie das Stellina-Teleskop einfach nur größer.

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 Geht das auch besser oder preiswerter?
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