Die Nachteile des Komplettpakets

Vor- und Nachteil gleichermaßen sind meiner Meinung nach die geringen Einflussmöglichkeiten auf den Bildprozess. Man kann lediglich die Einstellung des Bildausschnittes durch Rotieren und Schieben des Objektes auf dem Bildschirm festlegen, was das Teleskop dann entsprechend umsetzt, sowie die Anzahl der Einzelbilder. Das ist praktisch für einen Einsteiger oder jemanden, der sich gar nicht weiter mit der Technik auseinandersetzen möchte.

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Es verhindert aber leider auch, dass Nutzer mit wachsender Erfahrung Dinge selbst kontrollieren können, etwa die Länge der Belichtungen, die Empfindlichkeit der Kamera oder sogar das Erstellen spezieller Kalibrierungsaufnahmen (sogenannte Dark-, Flat- und Bias-Aufnahmen), mit deren Hilfe die Bildqualität deutlich verbessert werden kann.

Ein wenig erinnert das an die Diskussion um Point-and-Shoot Kameras gegenüber Spiegelreflex- oder Systemkameras mit Wechselobjektiven, mit denen man die ganze Bandbreite fotografischer Gestaltungsmöglichkeiten nutzen kann, anstatt nur zu "zoomen", zu "zielen" und den Auslöser zu drücken.

Hier liegt aber auch der Nachteil eines geschlossenen Systems. Man kann weder das Teleskop gegen eines mit anderer Brennweite tauschen, noch andere Filter verwenden, oder eine andere Kamera einsetzen. Auch die azimutale Nachführung der Optik hat besonders bei langen Belichtungszeiten deutliche Nachteile.

Neue App - mehr Möglichkeiten

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Einige der vorher angesprochenen Einschränkungen wurden durch die neue, seit Anfang November 2021 verfügbare Steuerungs-App Singularity aufgehoben. Diese erweitert die Möglichkeiten des Teleskops zumindest in den Punkten, die durch Software umsetzbar sind.

  • Stellina-Teleskop während der Initialisierung (Bild: Mario Keller)
  • Auswahlbildschirm Stellina-App (Bild: Vaonis.com)
  • Detailbildschirm für ein Objekt in der Stellina-App (Bild: Vaonis.com)
  • Aufnahme-Vorbereitung in der Stellina-App (Bild: Vaonis.com)
  • Aufnahme-Session: Herkules Cluster auf einem iPad (Stellina-App) (Bild: Mario Keller)
  • Aufnahme-Session auf einem iPhone (Stellina-App) (Bild: Mario Keller)
  • M81 Galaxie - Bearbeitet aus 267 Einzelbildern, circa 45 Minuten (Bild: Mario Keller)
  • Startseite der neuen Singularity-App (Bild: Vaonis.com)
  • Beobachtungsplanung in der neuen Singularity-App (Bild: Vaonis.com)
  • Objekt: Pferdekopfnebel, direkt aus der Stellina-App (Bild: Pamela Williams)
  • Objekt: Orion Nebel - bearbeitetes Bild aus Stellina-Rohdaten (Bild: Keith Owens)
  • Objekt: Hantel-Nebel - direkt aus der Stellina-App mit circa 20 Minuten Belichtungszeit (Bild: Mario Keller)
  • Objekt: Pferdekopf und Flammen-Nebel - Mosaik aus mehreren bearbeiteten Einzel-Sessions (Bild: Alexandre)
  • Objekt: Rosetten-Nebel NGC2237 -  Mosaik aus mehreren bearbeiteten Einzel-Sessions (Bild: Alexandre)
  • Stellina-Ersatzsystem aus Alt-AZ-Montierung, TS 61EDPH Teleskop, ASI183-Kamera und Raspberry-Pi-Steuerung (Bild: Mario Keller)
  • Stellina-Ersatzsystem aus Alt-AZ-Montierung, TS 61EDPH Teleskop, ASI183-Kamera und Raspberry-Pi-Steuerung (Bild: Mario Keller)
  • Stellarmate-Oberfläche - Objektauswahl (Bild: Mario Keller)
  • Ersatz-Setup Variante 1 (Bild: Mario Keller)
  • Variante 1 wiegt 4,8 kg und damit weniger als die Hälfte des Stellina-Teleskops. (Bild: Mario Keller)
  • Ersatz-Setup Variante 2 (Bild: Mario Keller)
  • Variante 2 wiegt circa 29 kg und damit mehr als das Doppelte des Stellina-Teleskops. (Bild: Mario Keller)
Startseite der neuen Singularity-App (Bild: Vaonis.com)

Nutzer können sich nun Daten zu unterschiedlichen Beobachtungsplätzen einrichten. Sie können die Kameraeinstellungen beeinflussen und verschiedene Aufnahmen für eine Nacht im Voraus planen. Dann werden in einer Nacht unterschiedliche Objekte automatisch aufgenommen und man kann sich entspannt dem Nachtschlaf widmen, während das Teleskop dem Aufnahmeplan folgt.

  • Stellina-Teleskop während der Initialisierung (Bild: Mario Keller)
  • Auswahlbildschirm Stellina-App (Bild: Vaonis.com)
  • Detailbildschirm für ein Objekt in der Stellina-App (Bild: Vaonis.com)
  • Aufnahme-Vorbereitung in der Stellina-App (Bild: Vaonis.com)
  • Aufnahme-Session: Herkules Cluster auf einem iPad (Stellina-App) (Bild: Mario Keller)
  • Aufnahme-Session auf einem iPhone (Stellina-App) (Bild: Mario Keller)
  • M81 Galaxie - Bearbeitet aus 267 Einzelbildern, circa 45 Minuten (Bild: Mario Keller)
  • Startseite der neuen Singularity-App (Bild: Vaonis.com)
  • Beobachtungsplanung in der neuen Singularity-App (Bild: Vaonis.com)
  • Objekt: Pferdekopfnebel, direkt aus der Stellina-App (Bild: Pamela Williams)
  • Objekt: Orion Nebel - bearbeitetes Bild aus Stellina-Rohdaten (Bild: Keith Owens)
  • Objekt: Hantel-Nebel - direkt aus der Stellina-App mit circa 20 Minuten Belichtungszeit (Bild: Mario Keller)
  • Objekt: Pferdekopf und Flammen-Nebel - Mosaik aus mehreren bearbeiteten Einzel-Sessions (Bild: Alexandre)
  • Objekt: Rosetten-Nebel NGC2237 -  Mosaik aus mehreren bearbeiteten Einzel-Sessions (Bild: Alexandre)
  • Stellina-Ersatzsystem aus Alt-AZ-Montierung, TS 61EDPH Teleskop, ASI183-Kamera und Raspberry-Pi-Steuerung (Bild: Mario Keller)
  • Stellina-Ersatzsystem aus Alt-AZ-Montierung, TS 61EDPH Teleskop, ASI183-Kamera und Raspberry-Pi-Steuerung (Bild: Mario Keller)
  • Stellarmate-Oberfläche - Objektauswahl (Bild: Mario Keller)
  • Ersatz-Setup Variante 1 (Bild: Mario Keller)
  • Variante 1 wiegt 4,8 kg und damit weniger als die Hälfte des Stellina-Teleskops. (Bild: Mario Keller)
  • Ersatz-Setup Variante 2 (Bild: Mario Keller)
  • Variante 2 wiegt circa 29 kg und damit mehr als das Doppelte des Stellina-Teleskops. (Bild: Mario Keller)
Beobachtungsplanung in der neuen Singularity-App (Bild: Vaonis.com)

Auch die bereits erwähnten Kalibrierungsaufnahmen können nun, durch die Software unterstützt, erzeugt werden. All das steht in einem Expertenmodus zur Verfügung, ohne die einfache Bedienung mit vordefinierten Einstellungen einzuschränken.

Leider konnte ich die neue App nicht mehr ausprobieren, da mein Test-Teleskop bereits wieder an Vaonis zurückgeschickt war, als die neue Version veröffentlicht wurde. Hier müssen wir wohl auf den Test des kleineren, leichteren und preiswerteren Stellina-Nachfolgers Vespera warten.

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 Für Vaonis-CEO sind Teleskope die Quadkopter von morgenIst es das nun wert? 
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narfomat 15. Jan 2022 / Themenstart

angeln... ^^

bLaNG_one 07. Jan 2022 / Themenstart

Die ist aber schon bewusst, dass du mit dem hier besprochenen Teleskop a) einfach nur...

LordSiesta 06. Jan 2022 / Themenstart

Volle Zustimmung!

bLaNG_one 05. Jan 2022 / Themenstart

Sobald ich fen Garten und das nötige Kleingeld zusammen habe, melde ich mich..;)

muhzilla 05. Jan 2022 / Themenstart

Ein Bild mit Teleskop von Objekten, die ich mit dem gleichen Teleskop auch mit bloßem...

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