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Autokonzern: Stellantis will Flugtaxi von Archer bauen

Stellantis und das Lufttaxi-Startup Archer haben die Ausweitung ihrer Partnerschaft bekanntgegeben. Stellares will das Flugtaxi produzieren.
/ Andreas Donath
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Archer Maker (Bild: Archer)
Archer Maker Bild: Archer

Der Autokonzern Stellantis hat eine Vereinbarung mit dem Lufttaxi-Startup Archer(öffnet im neuen Fenster) getroffen, um dessen elektrische Senkrechtstarter und -landefahrzeuge (eVTOL) in Serie zu produzieren. Die Ankündigung wurde während der CES 2023 in Las Vegas gemacht und befördert Stellantis zum exklusiven Vertragshersteller für Archers Midnight eVTOL-Flugzeuge.

Als Teil der Vereinbarung wird Stellantis 150 Millionen US-Dollar an Eigenkapital bereitstellen, das Archer in den Jahren 2023 und 2024 nach eigenem Ermessen verwenden kann.

Lufttaxi-Investitionen kamen seit 2021 weitgehend zum Erliegen, da die meisten Anleger skeptisch sind, dass eVTOL-Unternehmen in der Lage sein werden, innerhalb des prognostizierten Zeitraums erfolgreich einen kommerziellen Dienst zu starten.

Der Flugzeugtyp, den Archer entwickelt, wird als " fliegendes Auto " bezeichnet, obwohl er nur selten echten Autos ähnelt. Die eVTOLs sind elektrisch angetrieben, können nur eine Handvoll Passagiere befördern und sind für kurze Flüge innerhalb einer Stadt oder Region gedacht.

Mit Hilfe von Kipprotoren soll Archers Midnight wie ein Hubschrauber senkrecht starten und landen und dann wie ein Flugzeug in den Vorwärtsflug übergehen. Es gibt Dutzende ähnlicher Start-ups, die an solchen eVTOL-Flugzeugen arbeiten, bisher sind diese aber noch nicht für den kommerziellen Einsatz zugelassen.

Präsentation des Lufttaxis Maker - Archer
Präsentation des Lufttaxis Maker - Archer (29:45)

Das Flugtaxi Archer Maker startete wie angekündigt 2021: Der zweisitzige Demonstrator absolvierte seinen ersten Schwebetest auf einem Flugversuchsgelände. Das senkrecht startende und dann in den Horizontalflug übergehende Fluggerät soll eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h und eine Reichweite von 96 km haben.

Maker ähnelt einem konventionellen Flugzeug, hat aber am Heck ein V-förmiges Leitwerk. Angetrieben wird es von sechs Kipppropellern und sechs Rotoren mit Elektromotor. Die Propeller sind vor der Tragfläche angebracht. Zum Starten und Landen werden sie gekippt. Dann sind auch die sechs Rotoren aktiv. Im Horizontalflug erzeugen die Propeller Vortrieb. Die Rotoren werden nur während der Start- und Landephase benötigt und sind während des Fluges inaktiv.


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