Autogipfel: Regierung will Kaufprämie auf 6.000 Euro erhöhen

Zur Förderung der Elektromobilität soll die Kaufprämie für Elektroautos weiter steigen. Der Autogipfel im Kanzleramt brachte auch einen höheren Zuschuss für Plugin-Hybride. Gebrauchtwagen könnten künftig ebenfalls gefördert werden.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Produktionsstart des VW ID.3 in Zwickau
Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Produktionsstart des VW ID.3 in Zwickau (Bild: Matthias Rietschel/Reuters)

Vertreter von Bundesregierung und Autoindustrie haben sich auf eine stärkere finanzielle Förderung der Elektromobilität verständigt. Wie die Bundesregierung nach einem Treffen am Montagabend im Kanzleramt mitteilte, soll die Kaufprämie für vollelektrische Autos unter einem Listenpreis von 40.000 Euro um die Hälfte auf 6.000 Euro angehoben werden. Für Plugin-Hybride sei ebenfalls ein Anstieg um 50 Prozent auf dann 4.500 Euro geplant. Für Autos mit einem Kaufpreis zwischen 40.000 und 65.000 Euro solle der Bonus um 25 Prozent auf 5.000 beziehungsweise für Plugin-Hybride auf 4.000 Euro steigen.

Inhalt:
  1. Autogipfel: Regierung will Kaufprämie auf 6.000 Euro erhöhen
  2. Deutschland soll Vorreiter beim autonomen Fahren werden

Damit solle ermöglicht werden, weitere rund 650.000 bis 700.000 Elektrofahrzeuge zu fördern. Die Industrie werde "sich weiterhin paritätisch daran beteiligen". Die Bundesregierung prüfe zudem "einen einfachen und unbürokratischen Weg, wie junge Gebrauchtwagen, die weder beim Ersterwerb als Firmenwagen noch als Dienstwagen des Ersterwerbers eine staatliche Förderung erhalten haben, bei der Zweitveräußerung eine Umweltprämie erhalten können". Bislang können nur Autos bei der Erstzulassung gefördert werden. Zudem liegt die Fördergrenze derzeit bei 60.000 Euro.

Die Bundesregierung hatte sich bereits in ihrem Klimaschutzprogramm vom vergangenen Oktober auf einen umfangreichen Ausbau der Elektromobilität festgelegt. Dafür sollen in den kommenden vier Jahren 9,3 Milliarden Euro ausgegeben werden. Das 173-seitige Klimaschutzprogramm (PDF) sieht lediglich vor, dass die Kaufprämie von 2021 an für Pkw mit Elektro-, Hybrid- und Wasserstoff- beziehungsweise Brennstoffzellenantrieb verlängert und für Autos unter 40.000 Euro erhöht werden sollte. Eine genaue Höhe wird in dem Programm jedoch nicht genannt.

Nun wird die Erhöhung auch auf teurere Fahrzeuge ausgedehnt und um ein Jahr vorgezogen. Noch im November will die Regierung demnach den Umweltbonus verlängern und erhöhen.

Merkel fordert mehr Tempo

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag zum offiziellen Produktionsstart des vollelektrischen ID.3 im Zwickauer VW-Werk angekündigt, dass der Bund in den kommenden Jahren 3,5 Milliarden Euro in den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur investieren werde. Diese Förderung solle bis zum Jahr 2025 begrenzt werden, "um wirklich auch Druck zu machen, dass die Ladeinfrastruktur gebaut wird", sagte Merkel und fügte hinzu: "Wir gehen davon aus, dass ab 2025 der Aufbau und der Betrieb der Ladeinfrastruktur kein Zuschussgeschäft mehr sein werden."

Die Kanzlerin forderte: "Wir müssen erst einmal sehr schnell etwa 50.000 öffentliche Ladepunkte schaffen, damit eine gewisse Verlässlichkeit eintritt." Um den übergreifenden Aufbau der Ladeinfrastruktur zu koordinieren, werde eine Nationale Leitstelle Elektromobilität eingerichtet. Nach Ansicht Merkels dürfen die Genehmigungsverfahren für Ladestationen nicht ein oder zwei Jahre lang dauern. "Wir müssen schneller werden", sagte die Kanzlerin.

Laut Klimaschutzprogramm sollen in Deutschland bis zum Jahr 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einen "Masterplan Ladeinfrastruktur" erstellt. Dieser sollte am Montagabend ebenfalls beschlossen werden. Auf dem Autogipfel sicherte die Autowirtschaft zu, bis 2022 15.000 öffentliche Ladepunkte beizusteuern.

Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gibt es derzeit mehr als 20.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland. Innerhalb eines Jahres sind mehr als 7.000 Ladepunkte hinzugekommen. Der Anteil der Schnellladestationen mit mehr als 50 Kilowatt Ladeleistung liegt bei rund zwölf Prozent.

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Deutschland soll Vorreiter beim autonomen Fahren werden 
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ElTentakel 23. Nov 2019

Ich liebe solch pauschalen Aussagen - ohne Quelle und ohne Zahlen. 100% aller Strecken im...

DeepSpaceJourney 07. Nov 2019

Ohje, noch mehr Gemeinsamkeiten. Ich habe fast nur Islay hier stehen.

tco 06. Nov 2019

Alles verständlich, muss ja auch jeder selbst wissen. Aber dass es nicht gehen würde...

TheYummy 06. Nov 2019

Ich gebe dir Recht, dass richtig viel Öffi sich nur in der Stadt lohnt, aber es wäre ja...



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