Autofabrik: Elon Musk sucht Trumps Hilfe gegen China
Die im Oktober 2017 verkündeten Pläne des Elektroautoherstellers Tesla, eine Produktionsstätte in Schanghai ohne chinesische Beteiligung zu errichten, scheitern offenbar. Eine Ausnahmegenehmigung werde nicht erteilt, so dass ein chinesischer Partner beteiligt werden müsse, berichtete die FAZ(öffnet im neuen Fenster) . Alle Autobauer müssen, wenn sie in China produzieren, ein Joint-Venture mit einem chinesischen Unternehmen gründen, das einen Anteil von mindestens 50 Prozent hält. Entsprechend ist die Gewinnverteilung zu handhaben.
Ein endgültiger Vertrag zwischen Tesla und der chinesischen Regierung blieb aus. Nun wettert Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter gegen die Chinesen und bittet US-Präsident Donald Trump um Hilfe. Schließlich werde Tesla als US-Autobauer behindert, es gebe jedoch fünf chinesische Elektroautofirmen in den USA, die solche Einschränkungen nicht fürchten müssten.

Musk fragte Trump auf Twitter: " Meinen Sie, dass die USA und China gleiche und faire Regeln für Autos haben sollten? Ich meine die gleichen Einfuhrzölle, Eigentumsbeschränkungen und andere Faktoren. " US-Autos, die nach China exportiert würden, würden mit 25 Prozent Einfuhrzoll belegt, beim Import chinesischer Autos in die USA würden hingegen nur 2,5 Prozent Zoll fällig. Musk stellte klar, er sei zwar generell gegen Einfuhrbeschränkungen, poche aber auf faire Regeln. Für deutsche Autobauer wären höhere Einfuhrzölle in die USA schlecht fürs Geschäft.
Chinas Automarkt ist der größte der Welt – auch für Elektroautos. Aktuell sind dort rund eine halbe Million Elektroautos angemeldet. Hinzu kommen rund 200 Millionen elektrische Zweiräder sowie 300.000 Elektrobusse. Die kürzlich von China beschlossene Quote für Elektroautos sowie das geplante Verbot für Verbrennungsmotoren dürften eine gute Ausgangsbasis für Teslas Expansionsbestrebungen sein.
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