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Autodesk University: Nasa stellt Vierbeiner für die Planetenerkundung vor

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat mehrere Fahrzeuge auf den Mars geschickt. Die Monde von Jupiter und Saturn könnten von laufenden Robotern erkundet werden. Die Nasa hat zusammen mit Autodesk den Prototyp eines solchen Landers gebaut.
/ Werner Pluta
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Vierbeiniger Lander: hergestellt mit CNC-Fräse und 3D-Drucker (Bild: Autodesk)
Vierbeiniger Lander: hergestellt mit CNC-Fräse und 3D-Drucker Bild: Autodesk

Vier Beine statt sechs Räder: Bisher hat die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) Fahrzeuge eingesetzt, um den Mars zu erkunden. Die Monde von Jupiter und Saturn hingegen könnten von einem laufenden Lander erforscht werden. Das Konzept stellt die Nasa in dieser Woche vor. Entwickelt wurde es mit einem ungewöhnlichen Partner.

Der 2,5 m und 1 m hohe Lander sieht aus, als stamme er aus einem Science-Fiction-Film: Er hat vier Beine und einen Körper, der bei der Vorstellung noch leer war. Die Teile haben eine bionische Struktur. Das bedeutet, sie haben eine hohe Stabilität und sind dabei vergleichsweise leicht – gerade in der Luft- und Raumfahrt erfreut sich das bionische Design deshalb wachsender Beliebtheit . Gebaut wurde der Prototyp mit konventionellen Verfahren wie Gießen, aber auch modernen wie einer CNC-Fräse oder 3D-Druck.

Entwickelt wurde der Vierbeiner vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa zusammen mit dem Software-Unternehmen Autodesk. Dabei haben die Entwickler eine recht neue Methode eingesetzt: das generative Gestalten(öffnet im neuen Fenster) , bei dem laut Autodesk(öffnet im neuen Fenster) unter anderem künstliche Intelligenz und Cloud Computing genutzt werden, um schnell zu Ergebnissen zu kommen.

Die Nasa erwägt Missionen zu weiter entfernten Himmelskörpern in unserem Sonnensystem. Ziele könnten beispielsweise der Saturn-Mond Enceladus oder der Jupiter-Mond Europa sein. Diese könnten von dem laufenden Roboter erkundet werden. Laufen auf Beinen hat gegenüber Fahren den Vorteil, dass der Roboter auch in unwegsamem Terrain zurechtkommt, wo ein Fahrzeug stecken bleiben kann. Fahren hingegen ist weniger energieaufwendig.

Den Prototyp stellen Nasa und Autodesk auf der Hausmesse des Software-Unternehmens, der Autodesk University, in Las Vegas vor.


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