Abo
  • Services:

Autodesk Stingray-Engine: Mit Stachelrochen Rattenmenschen erschaffen

Direkte Integration von Modellierungsprogrammen: Autodesks Stingray-Engine ist mit 3ds Max und Maya verknüpft, zudem unterstützt sie eine Livebearbeitung auf mehreren Plattformen. Das soll Spieleentwicklern die Arbeit erleichtern.

Artikel veröffentlicht am ,
Warhammer Vermintide basiert auf Autodesks Stingray-Engine.
Warhammer Vermintide basiert auf Autodesks Stingray-Engine. (Bild: Fatshark)

Was haben der Softwarehersteller Autodesk, dicke Haie, Kalmare, Rattenmenschen und Stechrochen mit Spielen zu tun? Bei allen handelt es sich um Studios, deren Engines und Titel, die sich in Entwicklung befinden. Wir haben uns zum Gespräch mit Autodesk getroffen und erklären lassen, wieso all die Tiergattungen einen einfacheren Entwicklungsprozess durch die neue Stingray-Engine bedingen sollen.

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel, Hamburg
  2. Daimler AG, Sindelfingen

Dazu müssen wir weiter ausholen: Autodesk ist eine feste Größe in der Gamesbranche, denn das US-amerikanische Unternehmen entwickelt die Modellierungsprogramme 3ds Max und Maya, mit dem viele Studios Assets wie Spielfiguren produzieren. Fatshark (dicker Hai) wiederum ist ein schwedisches Studio, das etwa den Mittelaltertitel War of the Roses veröffentlicht hat.

Technische Grundlage der Rosenkriege ist die Bitsquid-Engine der gleichnamigen Tochterfirma; Squid ist das englische Wort für die Ordnung der Kalmare - zehnarmige Tintenfische. Einige Spieler dürften die Bitsquid-Engine noch aus dem Jahr 2010 kennen, denn die DX11-Tessellation-Techdemo Stone Gigant basiert darauf. Das Bitsquid-Team wurde 2014 von Autodesk gekauft, seitdem entwickelten die US-Amerikaner die Engine weiter und tauften sie Stingray - Stachelrochen.

Während bei anderen Engines die Assets extern erstellt und anschließend importiert werden, hat Autodesk bei der Stingray Modellierungsprogramme wie Maya mit dem Engine-Editor verknüpft. Eines der ersten Spiele wird Warhammer Vermintide mit Rattenmenschen: Fügt ein Entwickler einem solchen Vieh in Maya eine Bluttextur hinzu, so erscheint diese wenige Sekunden später im Stingray-Editor. Die gleiche Vorgehensweise klappt auch mit Lichtquellen oder der LoD-Stufe eines Assets.

Praktisch ist die Livelink-Funktion: Veränderungen lassen sich vom Entwicklungssystem direkt auf der späteren Plattform darstellen. Besagte Bluttextur wird so per lokalem WLAN oder über das Internet (TCP) an beispielsweise ein iPad übermittelt. Neben Android, iOS und Windows unterstützt die Stingray-Engine die Playstation 4 und die Xbox One.

Neben Physically Based Rendering sind die üblichen Postprocessing-Berechnungen wie Tiefenunschärfe in die Stingray-Engine integriert. Sie arbeitet mit der PhysX-Bibliothek und dem Beast-Renderer für Global Illumination zusammen. Autodesk bietet die GI-Lösung seit 2010 nach der Übernahme von Illuminate Labs an. Aktuell unterstützt die Technik die DX11-Schnittstelle, der DX12- und der Apple-Metal-Support sind in der Experimentierphase.

Autodesk verlangt für einen Zugang zur Stingray-Engine in Kombination mit Maya LT eine monatliche Gebühr von 30 Euro, pro Quartal 85 oder jährlich 265 Euro. Zum Vergleich: Die Unity-Engine ist bis zu einem Umsatz von 100.000 US-Dollar kostenlos, danach muss die Pro-Version für 75 Euro im Monat erworben werden.

Bei Epic Games' UE4 müssen Entwickler ab einem Umsatz von 3.000 US-Dollar im Quartal eine Beteiligung von fünf Prozent bezahlen, für kommerzielle Projekte mit der Cryengine sind 10 Euro im Monat fällig.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Dwalinn 05. Aug 2015

Und da ist keine Umsatzbeteiligung dahinter? So kann man doch sicherlich nicht sehr viel...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad T480s - Test

Wir halten das Thinkpad T480s für eines der besten Business-Notebooks am Markt: Der 14-Zöller ist kompakt und recht leicht und weist dennoch viele Anschlüsse auf, zudem sind Speicher, SSD, Wi-Fi und Modem aufrüstbar.

Lenovo Thinkpad T480s - Test Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

    •  /