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Privatsphäre: Bundesminister verlangt Datenschutz beim vernetzten Auto

Bundesjustiz- und -verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) will Autofahrer vor allzu neugierigen Blicken der Automobilindustrie schützen, weil Fahrzeuge immer detaillierter über unser Fahrverhalten Bescheid wissen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Vernetzung der Autos ist nicht mehr aufzuhalten.
Die Vernetzung der Autos ist nicht mehr aufzuhalten. (Bild: Open Automotive Alliance)

"Was wir nicht wollen, ist der gläserne Autofahrer, für den Bewegungsprofile erstellt und Daten über den Fahrstil gesammelt werden", sagte Maas der Zeitung "Welt am Sonntag".

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Mit vernetzten Fahrzeugen können zwar auch Unfallopfer schneller lokalisiert und es kann schneller Hilfe auf den Weg gebracht werden. Auch können Verkehrsflüsse genauer gesteuert werden. Es können aber ebenso das Fahrverhalten und der Aufenthaltsort festgestellt werden. Nach Ansicht von Maas dürfe das nur unter "Beachtung des Schutzes der Privatsphäre und des Persönlichkeitsrechts" geschehen.

Gesetzesänderungen, um den Autofahrer besser zu schützen, wolle Maas nach Informationen der Zeitung nicht ausschließen. Er fordert die Hersteller jedoch dazu auf, von sich aus dafür zu sorgen, dass nur ein Minimum an Daten verarbeitet wird. Renate Künast, Vorsitzende des Rechts- und Verbraucherschutzausschusses im Bundestag, verlangt in der Montagsausgabe der Zeitung "Welt" eine Verschärfung des geltenden Rechts: "Das Datenschutzrecht muss den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Wenn wir jetzt nicht handeln, sagt das Auto bald vor Gericht gegen uns aus."

Wie weit die Nutzung der neuen Funktionen schon geht, zeigte am 15. November die Sparkassen Direktversicherung. Das Unternehmen bietet seitdem eine Autoversicherung an, die bei einem vernünftigen Fahrstil Rabatte gewährt. Dazu muss der Kunde sich eine Datenüberwachungsbox in seinem Auto installieren lassen, die Ort und Fahrverhalten speichert und in Score-Werte überführt.

Auf der Cebit 2014 mahnte VW-Chef Martin Winterkorn, das Auto dürfe keine Datenkrake werden. Er forderte die Selbstbeschränkung seiner Branche.

Zwar sei der Datenschutz inzwischen auch bei den Herstellern angekommen, er werde von diesen jedoch noch unterschiedlich ausgelegt, sagte der Datenschützer Thilo Weichert zu VDI-Nachrichten. Die meisten Hersteller arbeiteten nicht mit datenschutzfreundlichen Voreinstellungen. Weichert kritisiert unter anderem, dass Käufer der Datensammlung meist unwissentlich zustimmten. Sie sei in den Kaufverträgen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgehalten, denen der Käufer oftmals kaum Aufmerksamkeit schenke.

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David64Bit 08. Jul 2014

bei meinem Youngtimer zu bleiben...

M.P. 07. Jul 2014

Ich glaube nicht, daß eine Versicherung davon ausgehen wird, daß ein PKW, der mit 30 km/h...

Himmerlarschund... 07. Jul 2014

Und was ist eigentlich bei Mietwagen? Muss ich mich dann bei jedem Auto erst...


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