Autobranche: BMW-Chef rechnet mit Chipmangel für weitere 12 Monate

Nicht nur BMW, sondern auch andere Autohersteller haben mit dem anhaltenden Chipmangel zu kämpfen. BMW-Chef Oliver Zipse sieht ihn bis 2022.

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Durch die Knappheit bei der Chipproduktion rechnet BMW mit weiteren Engpässen.
Durch die Knappheit bei der Chipproduktion rechnet BMW mit weiteren Engpässen. (Bild: Pixabay.com/Pixabay License)

BMW-Chef Oliver Zipse ist sich sicher: Der Chipmangel, der die Automobilbranche betrifft, wird noch mindestens ein halbes Jahr lang andauern. "Ich erwarte, dass die generelle Knappheit der Versorgungskette bis in die nächsten sechs bis zwölf Monate reichen wird", sagte er auf der Münchener Messe IAA.

Zugleich sei das für ihn kein Problem, das langfristige Folgen haben wird. Die Automobilbranche sei schließlich ein attraktiver Abnehmer für Chipfabriken, berichtet das Nachrichtenmagazin Reuters. Eine Studie sieht das anders. Im nächsten Jahr sei mit 3 Millionen weniger gebauten Autos zu rechnen, als wenn es die Chipknappheit nicht gegeben hätte. Weltweit werden also 78,1 statt 81 Millionen neue Fahrzeuge erwartet.

Weniger Fahrzeuge werden gebaut

Kurzfristig haben Deutsche Marken wie BMW, VW und Daimler mit Lieferengpässen zu kämpfen, so wie viele internationale Mitbewerber der Branche auch. In Deutschland sollen nur 3 Millionen neue Fahrzeuge gebaut werden, ein wenig mehr als 2020 (2,9 Millionen). Es hätten laut einer Studie des Experten Ferdinand Dudenhöffer aber auch 3,2 Millionen Wagen sein können.

Durch das stetige Wachstum auf dem Markt für Elektroautos soll es künftig auch zu einer Akkuknappheit kommen. Die Nachfrage nach neuen Batteriezellen drohe das Angebot zu übersteigen, so Dudenhöffer. Bis 2026 könnten Kapazitäten knapp und so fünf Millionen Autos weniger gebaut werden.

Halbleiterengpässe zeichneten sich schon Anfang 2021 ab. Der Autohersteller Daimler musste etwa die Produktion von 100.000 Fahrzeugen stoppen, da schlicht keine Komponenten geliefert werden konnten. Viele Werksarbeiter mussten zudem in Kurzarbeit gehen.

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