Autobahn: Ruhrgebiet soll Testgebiet für autonomes Fahren werden
In NRW soll eine Teststrecke für autonomes Fahren entstehen. Das teilte Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) auf Anfrage der Rheinischen Post mit. Zuvor hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angekündigt, auf der A9 in Bayern ebenfalls eine Teststrecke einrichten zu lassen.
"Wer ein solches System effektiv einsetzen will, der muss da hingehen, wo der Verkehr am dichtesten ist. Das Ruhrgebiet mit seinen drei parallel verlaufenden Autobahnen A2, A40 und A42 wäre dafür das ideale Testfeld, vor allem auch deshalb, weil die Verkehre hier problemlos auf andere Autobahnen verlagert werden könnten. Nirgendwo kann man die Mobilität der Zukunft besser testen", sagte Groschek der Rheinischen Post.
In den USA und in Schweden gibt es schon seit einiger Zeit für Autohersteller die Möglichkeit, im öffentlichen Straßenverkehr Autos zu testen, die sich selbst im Verkehr orientieren können. In Bayern soll das Pilotprojekt Digitales Testfeld Autobahn noch in diesem Jahr beginnen. Zunächst sollen Fahrzeuge mit Assistenzsystemen den Fahrer nur unterstützen, während sich später auch Autos ohne Fahrereingriff allein im Verkehr orientieren sollen.
Auch Google interessiert am autonomen Fahren
Google engagiert sich seit längerem bei der Erforschung und Entwicklung von Techniken, die das autonome Fahren ermöglichen und will mit Daimler, Ford, General Motors, Toyota und Volkswagen zusammenarbeiten. Ob Google nur Systeme und Software liefern oder auch Fahrzeuge bauen will, ist noch nicht entschieden.
Audi und Mercedes hatten auf der Elektronikmesse CES 2015 ihre Vorstellung von selbstfahrenden Autos präsentiert. Audi ließ einen speziellen A7 weitgehend autonom über eine Strecke von 900 Kilometern fahren.
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