• IT-Karriere:
  • Services:

IT-Bewerber in Echtzeit Probleme lösen lassen

Golem.de: Welche Fragen stellen Sie dazu in den Vorstellungsgesprächen?

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, Hannover, Freiburg
  2. Hays AG, Berlin

Graham: Ich stelle gerne Fragen, die anfangs einfach wirken, aber ein paar Fallstricke enthalten, aus denen sich die Bewerber herauskämpfen müssen. Ich finde es aufschlussreich, wie Leute in Echtzeit Probleme lösen.

Golem.de: Welche Fähigkeiten sind für Sie bei Bewerbern am wichtigsten?

Graham: Klugheit, Neugierde und eine "Can-Do"-Einstellung sind am wichtigsten. Ich glaube, dass Fähigkeiten entwickelt werden können, solange die Person motiviert und lernwillig ist. Mit mehr als 4.000 Releases pro Jahr gehören wir zu den produktivsten IT-Abteilungen in Berlin. Wir brauchen Kandidaten, die mit uns Herausforderungen meistern wollen.

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS)
    18.-20. Oktober 2021, Online
  2. OpenShift Installation & Administration
    14.-16. Juni 2021, online
Weitere IT-Trainings

Golem.de: Was wünschen sich IT-Mitarbeiter neben Geld am meisten von ihrem Job und Arbeitgeber?

Graham: Herausforderungen und Einfluss.

Golem.de: Welche Technologien sind für Sie in den nächsten zwei bis vier Jahren besonders wichtig?

Graham: Neben dem bereits erwähnten maschinellen Lernen wird Parallelprogrammierung wichtig. Das ist ein komplexes Konzept in der Umsetzung, bietet aber tolle Möglichkeiten. Wir brauchen bessere Werkzeuge, damit sie auch Normalsterbliche nutzen können.

Golem.de: Welches technische Problem aus Ihrem Arbeitsalltag würden Sie lösen, wenn Sie einen Wunsch frei hätten?

Graham: Das Lösen von Problemen ist die größte Freude meiner täglichen Arbeit. Je kniffliger, desto besser. Warum sollte ich mir das wegwünschen?

Golem.de: Wie entscheiden Sie, ob Sie Software kaufen oder intern entwickeln?

Graham: Inhouse dauert länger, ist aber maßgeschneidert. Kaufen ist schneller, aber nicht immer besser, und die Anpassung kann mehr Zeit und Mühe erfordern, als wenn man ein funktionsarmes Produkt von Grund auf neu entwickelt. Fast unsere gesamte Software wird daher intern entwickelt, weil die eklektischen Schritte der Reise eines Autos nicht mit Produkten von Drittanbietern modelliert werden können.

Golem.de: Heutzutage arbeiten viele Unternehmen mit agilen Methoden. Welche Fähigkeiten sind in agilen Teams am wichtigsten?

Graham: Teilen Sie Ihr Thema in Meilensteine auf. Erledigen Sie die Aufgaben und machen Sie weiter, aber scheuen Sie sich nicht, zurückzukehren und zu iterieren. Kommunizieren Sie, diskutieren Sie Ideen, bitten Sie regelmäßig um Hilfe und Rat, und sei es nur, um Ihre Herangehensweise in den Raum zu werfen. Das ist umso wichtiger, wenn so viele Menschen zu Hause arbeiten.

Handbuch für Softwareentwickler: Das Standardwerk für professionelles Software Engineering

Golem.de: Welche Tools würden Sie anderen Technikchefs empfehlen, um den Projektfortschritt, die Teamkommunikation und den Code selbst zu messen?

Graham: Standard-Tools wie Jira funktionieren gut, um den Projektfortschritt auf der Ebene des einzelnen Teams zu verfolgen. Da wir skalierten und einen Überblick über Dutzende von Teams benötigen, die an Hunderten von Projekten mit Tausenden von Tickets arbeiten, werden die Dinge komplizierter. Produktivität und ROI sind besonders schwer zu quantifizieren. Bei Auto1 haben wir dafür unser eigenes Tool gebaut. Für die Kommunikation mögen wir Slack. Aber jeder sollte von Angesicht zu Angesicht sprechen, wenn man mehr als ein paar Sätze sagen muss. Videotelefonie ist unendlich viel effizienter und bringt eine dringend benötigte menschliche Note mit sich.

Golem.de: Wie stellen Sie Codequalität sicher?

Graham: Codequalität beginnt mit dem richtigen Lösungsdesign. Dazu führen wir Spec Sign-Offs durch, damit Kollegen aus anderen Teams den Projektplan überprüfen und etwas hinzufügen können. Auf diese Weise wird Wissen verbreitet, während Experten Aspekte des Designs in Frage stellen und Lösungen, die möglicherweise an anderer Stelle in der Organisation existieren, mitteilen können. Das Präsentieren hilft dem Team auch, sich zu fokussieren und sein Design zu überprüfen. Sobald der Code geschrieben ist, wird er durch Unit- und Funktionstests abgedeckt. In der Zwischenzeit erstellt unser QA-Team seinen Testplan unabhängig von den Entwicklern. Dann natürlich Code-Review und CI-Checks: statische Code-Analyse-Tools, Lint usw. Nach der QA folgen Akzeptanztests, Demos und Stakeholder-Validierungen vor dem Produktionseinsatz und abschließenden Smoke-Tests.

Golem.de: In der IT zu arbeiten bedeutet, sich weiterzubilden: Wie schaffen Sie es, mit dem aktuellen Stand der Technik Schritt zu halten und auf dem neuesten Stand zu bleiben?

Graham: Nicht nur ich, sondern das ganze Team muss das tun: formelle Schulungen, monatliche Meetups, die sich auf eine bestimmte Technologie fokussieren. Unser Java All-Hands ist ein beliebtes monatliches Event, bei dem sich Kollegen aus verschiedenen Teams über Java-Neuigkeiten und Best Practices austauschen. Es gibt außerdem Newsletter, informelle Treffen auf verschiedenen Veranstaltungsplattformen und ein Schulungsbudget, um sich weiterzubilden.

Golem.de: Wohin geht die Reise? Wie sieht die perfekte Autoplattform der Zukunft aus?

Graham: Es ist wichtig, dass sich unsere Plattform ständig neuen Bedingungen anpasst: Einige Parts müssen reifen, damit sie Rendite abwerfen; andere junge Pflänzchen gedeihen durch neue Ideen und Möglichkeiten. Das "perfekte" System ist wie ein Wald, der sich ständig erneuert und Paradigmen in Frage stellt!

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Wie die IT schnell mitwächst, wenn die Firma wächstWindows, Mac OS oder Linux? Lieblingscharakter aus Star Trek? 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 169,90€ (Vergleichspreis 204,68€)
  2. 29,99€ (Bestpreis!)
  3. 9,99€ (Vergleichspreis 17,21€)
  4. 229,99€ + Versand (Vergleichspreis ca. 300€)

Folgen Sie uns
       


Returnal - Fazit

Im Video stellt Golem.de das Actionspiel Returnal vor.

Returnal - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /