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Wie die IT schnell mitwächst, wenn die Firma wächst

Golem.de: Wie sind Sie der Skalierung auf einen so viel größeren Maßstab technologisch begegnet?

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Graham: Als wir weiter skalierten, wuchsen wir über unser Hosting hinaus. Mitte 2017 sind wir zu AWS umgezogen. Seitdem haben wir unsere Frontends "reactet", die Services in Docker-Container migriert und die gesamte Infrastruktur in Dutzende von Einheiten aufgeteilt, damit die Teams Innovationen entwickeln können, ohne sich gegenseitig auf die Füße zu treten.

Golem.de: Wie haben Sie den AWS-Umzug als Technikchef erlebt?

Graham: Das war ein Highlight: Über 100 Leute blieben weit nach Geschäftsschluss auf, damit unsere Plattform umziehen konnte. Der eigentliche Umzug verursachte nur ein paar Sekunden Ausfallzeit. Nach ein paar weiteren Stunden, in denen wir alle unsere Systeme testeten, waren alle um 3 Uhr morgens wieder zu Hause. Am nächsten Morgen lief das Geschäft wieder.

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Golem.de: Was hat sich nach dem Umzug konkret verändert?

Graham: Zu dem Zeitpunkt war ein zentraler Vorteil, dass wir Server hatten, die leistungsfähig genug waren, damit unsere Plattform wieder laufen konnte.

Golem.de: Welche Micro-Frontend-Technologien haben Sie dazu verwendet?

Graham: In erster Linie React.

Golem.de: Welche Programmiersprache ist für Sie am wichtigsten und programmieren Sie noch selbst?

Graham: PHP war eine meiner ersten, daher hat sie einen besonderen Platz in meinem Herzen. Ich programmiere zwar nicht mehr selbst, aber ich bin bekannt dafür, in Commits zu wühlen, wenn es einen besonders komplizierten Bug gibt. Tatsächlich steckt immer noch etwas von meinem Code tief in unseren Core-Bibliotheken - hoffentlich werden wir das im kommenden Jahr entfernen.

Golem.de: Inwiefern unterscheidet sich Ihr Job als SVP Technology von Ihrem vorherigen als Software-Ingenieur - abgesehen davon, dass Sie weniger coden?

Graham: Als ich 2013 anfing, das Tech-Team zu leiten, sah mein Arbeitstag ganz anders aus als heute. In diesen ersten Monaten habe ich hauptsächlich programmiert. Als das Team wuchs, wechselte ich zu Architektur und Reviewing. Im Jahr 2016 wuchs das Unternehmen und meine Rolle bestand darin, die Richtung vorzugeben, das Team zu vergrößern und alles freizugeben, was freizugeben war. Jetzt kann mein Team so ziemlich alles erledigen.

IT-Freelancer: Ein Handbuch nicht nur für Einsteiger

Golem.de: Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag als Technikchef aus?

Graham: Es ist meine Aufgabe, das Team auf die richtigen Prioritäten zu fokussieren, damit Auto1 seine Mission erfüllen kann, der beste Ort zu sein, um Autos online zu kaufen und zu verkaufen. Dazu gehört alles von der Bereitstellung neuer Funktionen und der Weiterentwicklung unserer Architektur und Plattform bis hin zur Einstellung und der persönlichen Entwicklung meines Teams.

Golem.de: Was sind Ihre größten technologischen Herausforderungen im Jahr 2021 bei Auto1?

Graham: Auf der Händlerseite zum Beispiel ermöglichen wir es, das eigene Geschäft zu digitalisieren, indem wir EVA, unsere Autobewertungs-App, zur Verfügung stellen und gleichzeitig API-Integrationen ausrollen. Es gibt eine Vielzahl von Funktionen, die wir darüber hinaus entwickeln müssen: Suchen und Finden, Bestands- und Anzeigenmanagement, Check-out, Inzahlungnahme, Kundenfinanzierung, Back-Office-Kundenbeziehungen, Logistik und Last-Mile-Lieferung, Back-Office-Reklamationen und Rückerstattungen, um nur einige zu nennen. Das bedeutet auch, dass wir neue Mitarbeiter einstellen. Die technische Abteilung hat im Moment mehr als 45 verschiedene Positionen auf unserer Karriereseite zu vergeben.

Golem.de: Stichwort Stellenausschreibung: Skizzieren Sie doch mal ein typisches IT-Vorstellungsgespräch bei Auto1!

Graham: Wir haben in der Regel Screening-Interviews, eine Coding-Challenge oder Live-Coding sowie zwei bis drei technische und Team-Fit-Interviews. Ziel ist es, nicht nur die technischen Fähigkeiten zu beurteilen, sondern auch den Cultural Fit und die allgemeine Einstellung. Mehrere Interviews und Aufgaben bieten mehr Gelegenheit, verschiedene Seiten des Kandidaten kennenzulernen.

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 Auto1 SVP Technology Kevin Graham: "Autohandel ist eine schöne mathematische Herausforderung"IT-Bewerber in Echtzeit Probleme lösen lassen 
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