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Auto: VW will China-Modelle in andere Länder exportieren

Volkswagen hat seine in China entwickelten Fahrzeuge bisher nur für China gebaut – die Marktsituation macht aber offenbar ein Umdenken notwendig.
/ Tobias Költzsch und dpa
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VWs Konzeptfahrzeug ID.Aura, vorgestellt auf der International Import Expo (CIIE) in Shanghai im November 2025 (Bild: HECTOR RETAMAL/AFP via Getty Images)
VWs Konzeptfahrzeug ID.Aura, vorgestellt auf der International Import Expo (CIIE) in Shanghai im November 2025 Bild: HECTOR RETAMAL/AFP via Getty Images

Nach Jahren einer auf China fokussierten Strategie peilt Volkswagen mit seinen in der Volksrepublik entwickelten Modellen nun Märkte im Globalen Süden an. Das Unternehmen wolle von den Skaleneffekten und den "einzigartigen Kostenpositionen" in China profitieren, sagte China-CEO Ralf Brandstätter der DPA zufolge in Peking, wo am 24. April 2026 die Automobilmesse Auto China beginnt.

VW untersuche Märkte in Südostasien, Mexiko, Nordafrika und Südamerika, so Brandstätter. Europa oder Nordamerika kämen nicht infrage. Helfen könnte laut Brandstätter die technische Basis und das Wissen aus den Jahren der Strategie "in China für China". Diese Kompetenzen unterstützten die Gruppe in diesen Märkten, «wo wir ohnehin mit chinesischen OEMs konkurrieren müssen», sagte er.

Volkswagen will dem Manager zufolge jene Märkte erschließen, in denen der Konzern noch nicht besonders stark vertreten sei, wie in Südostasien, und solche Märkte, die für chinesische Elektro- und Hybridautos sowie chinesische Vorschriften günstig seien. Infrage kämen alle Modelle, doch nicht alle würden am Ende auch exportiert, sagte Brandstätter. Jeder Markt werde für sich untersucht.

20 neue Modelle in China

Die Strategieerweiterung kommt im Jahr der größten Produktoffensive der Wolfsburger in China mit mehr als 20 Elektro- und Hybrid-Modellen sowie neuen und überarbeiteten Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. "Wir verfügen nun über China-Geschwindigkeit und wettbewerbsfähige Kostenstrukturen", betonte Brandstätter.

Volkswagen hatte lange betont, die in China produzierten Modelle nur für den chinesischen Markt zu entwickeln. Der Markt bleibe aber herausfordernd, sagte Brandstätter. "Wir setzen nicht auf höhere Preise in der Zukunft." Eine Erholung der Margen könnte deshalb nur über Kosteneffizienz gelingen.

In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt machen den Autoherstellern harter Wettbewerb, ein Überangebot gepaart mit einer schwachen Nachfrage und ein damit einhergehender Preisdruck zu schaffen. Auch immer mehr chinesische Hersteller drängen mit ihren E-Autos deshalb auf aussichtsreiche Märkte wie Europa.

Im vergangenen Jahr seien 6 Millionen Autos aus China exportiert worden, was mit den 24 Millionen in China verkauften Autos insgesamt rund 30 Millionen in der Volksrepublik hergestellte Fahrzeuge ergebe, rechnete Brandstätter vor.


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