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Auto-Twist-Thinkbook im Hands-on: Lenovos Laptop schaut einen immer an

CES 2026
Lenovos Thinkbook Plus Gen 7 Auto Twist hat ein drehbares Display, das sich automatisch bewegt – und den Nutzer immer im Blick hat.
/ Tobias Költzsch
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Das Thinkbook verfolgt bei eingeschalteter Gesichtserkennung mit dem Display die Nutzer. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Das Thinkbook verfolgt bei eingeschalteter Gesichtserkennung mit dem Display die Nutzer. Bild: Martin Wolf/Golem

Auf der Elektronikfachmesse CES 2026 hat Lenovo ein Notebook vorgestellt, dessen drehbares Display sich automatisch auf den Nutzer ausrichtet. Außerdem kann die Bildschirmorientierung des Thinkbook Plus Gen 7 Auto Twist auch per Sprachsteuerung in verschiedene Positionen gebracht werden. Das Notebook erkennt zudem Dokumente in seiner Umgebung.

Wie das Gerät mit dem sperrigen Namen im Hands-on von Golem beweist, funktioniert der automatische Drehmechanismus gut. Aktivieren wir die Gesichtserkennung über eine spezielle Taste auf der Tastatur, dreht sich der 14 Zoll große OLED-Bildschirm mit 2,8K-Auflösung, 120 Hz Bildrate und 500 cd/m² mit unseren Bewegungen mit.

Dabei müssen wir uns ein Stück weit bewegen, um den Automatismus auszulösen. Interessant ist, dass das Gesichtstracking nicht nur in der Vertikalen, sondern auch in der Horizontalen funktioniert. Setzen wir uns beispielsweise hin, kippt sich das Display automatisch so an, dass wir gut draufschauen können.

Motorisiertes Display ruckelt

Ganz reibungslos und geschmeidig ist die automatisierte Bewegung allerdings nicht: Die Anpassung erfolgt relativ ruckartig, vor allem, wenn das Display in der Horizontalen bewegt wird. Falls Lenovo die Funktion geschaffen hat, damit Nutzer bei Videokonferenzen immer im Bild bleiben, hilft das eher nicht: Bei aktivierter Kamera wackelt das Bild aufgrund der Motorbewegungen mitunter sehr stark.

Das Thinkbook lässt sich auch motorisiert aufklappen. Dafür reicht es, zweimal auf den geschlossenen Deckel zu klopfen; dieser wird dann zügig geöffnet. Grundsätzlich lässt sich das Display auch manuell bewegen – wie bei vielen 2-in-1-PCs.

Lenovo Thinkbook Plus Gen 7 Auto Twist im Hands-on (CES 2026)
Lenovo Thinkbook Plus Gen 7 Auto Twist im Hands-on (CES 2026) (01:28)

Das Notebook reagiert auch auf Sprachkommandos, die mit einem "Hi Tico" eingeleitet werden. So können wir auf Zuruf den Deckel schließen oder das Notebook in den Tabletmodus versetzen. Dabei wird das Display um 180 Grad um die eigene Achse gedreht und anschließend heruntergeklappt, so dass es offen auf dem Notebook-Body liegt. Per Sprache lässt sich der Notebook-Modus auch wieder beenden.

Notebook sucht nach Dokumenten und digitalisiert sie

Mit dem motorisierten Display lassen sich auch andere interessante Funktionen ausführen. So können wir die Umgebung des Notebooks nach Dokumenten scannen lassen, was Lenovos neuer, geräteübergreifender Assistent Qira erledigt. Geben wir den entsprechenden Befehl, neigt sich das Display samt oben montierter Kamera nach unten und fährt den Bereich vor und neben dem Gerät ab.

Wie viele KI-basierte Funktionen klappt die Dokumentenerkennung mal besser, mal weniger gut. In einem Fall hat das Thinkbook einen Zettel korrekt erkannt und die Informationen darauf wiedergegeben. In zwei weiteren Versuchen erkannte das System den gleichen Zettel allerdings nicht mehr. Der automatisierte Drehmechanismus hingegen hat in unserem kurzen Test zuverlässig funktioniert.

Qira kann auch Suchanfragen beantworten oder Dokumente verarbeiten. Der Assistent wurde als universeller Helfer für alle Lenovo- und Motorola-Geräte vorgestellt. Im hauseigenen Ökosystem sollen die Geräte in Zukunft besser zusammenarbeiten. So lässt sich etwa der Motor des Displays des vom Hersteller aufgrund des langen Namens selbst nur Auto Twist genannten Notebooks über ein Lenovo-Smartphone mit einer App steuern.

Das Thinkbook verwendet Intels Core-Ultra-3-Prozessoren mit integrierten Grafikeinheiten sowie bis zu 32 GByte LPDDR5X-RAM. Der Speicher ist bis zu 2 TByte groß.

Fazit

Das Thinkbook Plus Gen 7 Auto Twist ist ein Notebook mit Mittelklasse-Ausstattung, aber einem interessanten Twist – im wahren Sinne des Wortes. Das motorisierte und sich automatisch drehende Display ist eine witzige Spielerei, die für Gesprächsstoff sorgen dürfte.

Wie nützlich die Funktion jedoch im Alltag sein wird, bleibt für uns nach unserem Hands-on eher unklar. Für Videokonferenzen sind die Bewegungen oft zu ruckelig, und üblicherweise geht es schlicht schneller, ein Notebook manuell aufzuklappen, als draufzuklopfen oder es anzusprechen. Das Thinkbook Plus Gen 7 Auto Twist soll ab Juni 2026 erhältlich sein und ab 1.400 Euro kosten.


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