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Auto: Teslas Dashcam bettet Telemetriedaten ein

Mit einem Update hat Tesla seine Dashcam-Funktion erweitert: Nun werden verschiedene Telemetriedaten eingebettet.
/ Tobias Költzsch
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Bestimmte Teslas haben eine Dashcam-Funktion. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Bestimmte Teslas haben eine Dashcam-Funktion. Bild: Friedhelm Greis/Golem

Tesla hat im Rahmen des 2025 Holiday Updates die Dashcam-Funktion seiner Fahrzeuge um eine Telemetrieanzeige erweitert. Wie Tesla bei Github(öffnet im neuen Fenster) mitteilt, werden die Daten in die Videoaufnahmen der Dashcam eingeblendet und lassen sich über den Dashcam Viewer auf einem PC einsehen.

Der einfachste Weg ist der sogenannte SEI Explorer. Dieser wird in einem Browser aufgerufen, die Dashcam-Dateien werden einfach in das Browserfenster gezogen. Anschließend lassen sich die Aufnahmen samt Telemetriedaten einsehen.

Dafür müssen die Dateien vom USB-Stick kopiert werden, der in der Regel in einem Anschluss im Handschuhfach eines Teslas steckt. Dieser aktiviert die Dashcam, auf ihm werden die Dateien abgelegt. Alternativ können die Videodaten auch in die Tesla-App heruntergeladen und dort betrachtet werden.

Geschwindigkeit und weitere Telemetriedaten werden eingeblendet

Zu den Telemetriedaten zählen Details wie die Geschwindigkeit des Fahrzeugs, die Stellung des Lenkrads und Informationen zum Fahrassistenten. Nur Clips, die unter der Firmware 2025.44.25 oder höher und mit der Autopilot-Hardware HW3 aufgezeichnet wurden, haben die Daten eingebettet.

Außerdem werden die Telemetriedaten nicht in das Videomaterial eingebettet, wenn das Fahrzeug steht und im Rahmen des Überwachungsmodus Videos aufzeichnet. Da es im Zweifel bei den Telemetriedaten darum gehen dürfte, eigenes Fehlverhalten auszuschließen, würden diese im Falle eines geparkten Autos auch wenig Sinn ergeben.

Teslas Dashcam nimmt Aufnahmen auf und überschreibt diese, wenn sie nicht relevant sind. Nutzer können durch einen Druck auf das Dashcam-Symbol auf dem Display die letzten zehn Minuten manuell speichern oder sich auf das Fahrzeug verlassen: Werden ungewöhnliche Kräfte gemessen oder hupen die Fahrer, werden die letzten zehn Minuten gespeichert, wenn dies in den Optionen so eingestellt wurde.

Nutzung von Dashcams ist in Deutschland reglementiert

Die Nutzung von Dashcams im öffentlichen Raum unterliegt in Deutschland verglichen mit anderen Ländern recht strengen Regeln. Der Bundesgerichtshof entschied, dass das informelle Selbstbestimmungsrecht einer Vielzahl von Verkehrsteilnehmern entscheidender ist als das Beweissicherungsinteresse einzelner.

Grundsätzlich sind Dashcams in Deutschland nur datenschutzkonform nutzbar, wenn eine Ringspeicherung erfolgt und nur bei Unfällen relevante Videos gespeichert werden. Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern(öffnet im neuen Fenster) erachtet dabei einen Zeitraum von ca. ein bis zwei Minuten rund um das Unfallgeschehen als zulässig. Tesla liegt bei seiner Dashcam deutlich über diesem Zeitraum, weshalb Datenschützer die Funktion als unzulässig erachten .


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