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Chaotisches Schiebepuzzle mit Autos

Dabei wird das Auto auf einer Palette abgestellt. Ein flaches robotisches Fahrzeug fährt unter die Palette und bringt sie zu einem freien Parkplatz. Das Auto wird dabei überhaupt nicht berührt. Der Fahrer erhält es genau so wieder, wie er es auf der Palette abgestellt hat.

  • Die Tiefgarage Stadtbibliothek in Aarhus ist ein automatisiertes System. (Foto: Lödige Industries)
  • Die Fahrer stellen ihr Auto ab. (Foto: Lödige Industries)
  • Robotische Systeme stellen das Auto ab und geben es auch wieder heraus. (Foto: Lödige Industries)
  • Ein Shifter fährt unter das Auto und hebt es an. (Foto: Lödige Industries)
  • Ray ist ein Parkroboter, den das bayrische Unternehmen Serva Transport Systems - hier auf der Hannover Messe 2014. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ray ist in einem Parkhaus auf dem Düsseldorfer Flughafen im Einsatz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ray fährt unter das Auto und transportiert es zu seinem Parkplatz. (Foto: Serva)
  • Dabei achtet der Roboter darauf, dass Autos ähnlicher Größe zusammenstehen. (Foto: Serva)
  • Das Auto kann sich auch selbst parken: Mit dem System Park4U von Valeo sucht sich das Auto einen freien Platz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Das Auto kann sich auch selbst parken: Mit dem System Park4U von Valeo sucht sich das Auto einen freien Platz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
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Die Fahrzeuge können in dichten Reihen geparkt werden, ohne dass ein Fahrweg frei bleiben muss. Soll ein Auto aus einer der hinteren Reihen geholt werden, kommen mehrere Transporteinheiten und verschieben die Paletten so lange, bis für das betreffende Auto die Bahn zum Aufzug frei ist - wie in einem Schiebepuzzle.

480 Autos sollen in 13 Stockwerke passen

Solche Paletten-Parksysteme kommen beispielsweise von dem US-Unternehmen Boomerang Systems. Eines wurde im Brickell House in Miami im US-Bundesstaat Florida installiert: ein Vorzeigeprojekt in einem Hochhaus mit Luxusappartements im schicken Stadtteil Brickell. Nach Angaben von Boomerang können in dem dazugehörigen 13-stöckigen Parkhaus 480 Autos untergebracht werden - in einem konventionellen würden so viele in 25 Stockwerke passen.

Das sei alles ganz einfach, wirbt Boomerang in einem Video: Der Fahrer fährt in eine von mehreren Garagen und überlässt dem Parkhaus seinen Porsche oder Mercedes. Will der Fahrer wieder wegfahren, bestellt er sein Auto mit Hilfe einer App. Die zeigt ihm an, wann und hinter welchem Tor er sein Gefährt abholen kann. Die Wartezeit soll nur wenige Minuten betragen.

Das System ist überfordert

Zumindest in der Theorie. Die Praxis bei Boomerang sah anders aus. Bei Andrang war das System mit dem Schiebepuzzle reichlich überfordert. Würden zu viele Fahrer gleichzeitig ihr Auto holen, spiele "das System verrückt", sagte ein Bewohner des Brickell House der New York Times. An den Wochenenden dauere es oft eine Dreiviertelstunde bis eine Stunde, bis das Auto verfügbar sei, klagte der Bewohner und kündigte an, auszuziehen.

Dabei hatten die Bewohner des Brickell House sogar noch Glück: Im Parkhaus in der Collins Avenue, wo ebenfalls ein System von Boomerang Systems im Einsatz war, fielen Autos von den Plattformen oder wurden in den Fahrstuhlschächten zerquetscht. Da verwundert es kaum, dass Boomerangs System im August vergangenen Jahres Konkurs angemeldet hat.

Das Auto sucht sich selbst einen Parkplatz

Vielleicht hätten die Nutzer der Parkhäuser in Miami besser den Autos das Parken überlassen: Der französische Zulieferer Valeo präsentierte vor einigen Jahren auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (IAA) das autonome Fahrsystem Park4U, das eigens auf automatisches Parken ausgerichtet ist.

Das Auto wird mit verschiedenen Sensoren und Aktoren ausgestattet, die das Auto autonom fahren lassen. Gestartet wird die Funktion per Smartphone. Das Auto fährt selbstständig die Reihen entlang. Mit einem Ultraschallsensor erkennt es eine Parklücke, in die es sich souverän hineinstellt.

Der Fahrer ruft sein Gefährt per App

Will der Fahrer wegfahren, fordert er sein Gefährt ebenfalls per Smartphone dazu auf. Unfälle sind nahezu ausgeschlossen: Die Sensoren reagieren sehr schnell auf ein Hindernis, das in den Weg des Fahrzeugs gerollt wird, die Aktoren bringen es abrupt zum Stehen.

Einige Hersteller integrieren das System schon in ihre Autos, darunter Volvo und Audi. Das funktioniert aber nur, wenn der Fahrer im Auto sitzt. Denkbar wäre aber auch, die Autos in einem abgeschlossenen Parkhaus sich selbst zu überlassen. Das Auto stellt sich dann selbst ab, während sich der Fahrer Wichtigerem widmen kann als der Parkplatzsuche.

 Dänische Leser lassen parken
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RvdtG 04. Mär 2016

http://xkcd.com/1651/

Neuro-Chef 04. Mär 2016

Du mach erstmal 'nen Kopfstand und trink dabei ein Glas Wasser ;p

ronlol 24. Feb 2016

Ein guter Einsatzort wäre z.B. das Parkhaus für Dauerparker. Beim Flughafen etc. So ein...

GerdMueller 23. Feb 2016

Ich kenne auch zumindestens ein Parkhaus in Wien, das schon seit über 10 Jahren so läuft

theonlyone 22. Feb 2016

Da man eben keine "Container" hat, wird zweckmäßig Platz gespart. Das bedeutet das man...


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