Level 3 Autonomie: Honda bringt weltweit erstes Auto mit Staupilot heraus

Honda wagt den nächsten Schritt beim autonomen Fahren. Allerdings gibt es diese Autos nur in Japan.

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Legend Hybrid EX: blaue Zusatzleuchten und spezielle Felgen
Legend Hybrid EX: blaue Zusatzleuchten und spezielle Felgen (Bild: Honda)

Das Fahren im Stau ist nervig und unfallträchtig. Ein Abstandsregelungstempomat hilft in solchen Situationen. Aber Fahrer müssen immer noch die volle Aufmerksamkeit auf den Verkehr richten und die Hände am Lenkrad behalten. Systeme für bedingt automatisiertes Fahren sollen das ändern. Honda bringt ein Fahrzeug mit so einem System auf den Markt. Das japanische Verkehrsministerium hatte im November 2020 die Genehmigung dafür erteilt.

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Der Hersteller hat den Legend Hybrid EX, eine Limousine der oberen Mittelklasse, mit einem Staupiloten ausgestattet und bringt das Fahrzeug in Japan auf den Markt, wenn auch nur in limitierter Auflage. Es ist damit das erste Serienfahrzeug auf dem Markt, das bedingt automatisiert fahren kann.

Bedingt automatisiert oder Level 3 bedeutet, dass der Mensch das Auto nicht permanent überwachen muss. Bestimmte Funktionen wie Spurwechsel und Spurhalten oder im Stau das Beschleunigen, Abbremsen und Lenken übernimmt das Fahrzeug. Der Mensch kann sich derweil anderem zuwenden, bis das Fahrzeug ihn auffordert, die Kontrolle wieder zu übernehmen.

Honda fährt bedingt automatisiert

Sensing Elite nennt Honda das Level-3-System. Es baut auf dem Sensing-System auf, das zur Serienausstattung der in Europa angebotenen Autos des japanischen Konzerns gehört. Das umfasst unter anderem eine adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC) und einen Spurhalteassistenten (LKAS).

Die Hände müssen nicht am Lenkrad sein

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Neu hinzu kommen sogenannte Hands-off-Funktionen. Das bedeutet, die Hände müssen nicht dauerhaft am Lenkrad sein, während das Fahrzeug sich selbst fährt. Es kann in Relation zu einem vorausfahrenden Fahrzeug beschleunigen oder bremsen. Es hält die Spur oder wechselt sie, wenn der Blinker gesetzt wird.

In einem Stau beschleunigt, bremst und lenkt das Fahrzeug, ohne dass der Mensch sich darum kümmern muss. Fahrer könnten "über den Navigationsbildschirm fernsehen, DVDs schauen oder nach der gewünschten Zieladresse suchen", teilte Honda mit. "Dadurch wirkt die Funktion einer Ermüdung des Fahrers und dem Stress entgegen, der beim Fahren in zähflüssigem Verkehr entsteht."

Das Auto fährt rechts ran

Löst sich der Stau auf, warnt das Fahrzeug. Falls der Mensch auf die verschiedenen Warnungen, darunter Töne oder Vibrationen des Sicherheitsgurtes, nicht reagiert, steuert das Fahrzeug den Seitenstreifen oder Fahrbahnrand an und bremst kontrolliert ab.

Der Unterschied zwischen Level 2 und Level 3 ist nicht nur, dass der Mensch ständig die Kontrolle über das Fahrzeug und die Hände am Lenkrad haben muss. Bei Level 3 haften zudem nicht die Fahrer, sondern der Hersteller. Damit die Systeme sicher sind, hat Honda sie nach eigenen Angaben ausgiebig getestet: Im Simulator wurden rund zehn Millionen reale Fahrsituationen simuliert. Zudem fuhren die Testfahrzeuge 1,3 Millionen km.

Die mit Sensing Elite ausgestatteten Fahrzeuge sind an blauen Zusatzleuchten und speziellen Felgen zu erkennen. Honda bietet die Level-3-fähige Limousine ab 5. März 2021 in einer kleinen Auflage nur in Japan und ausschließlich zum Leasing an.

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