Abo
  • Services:

Auto-Hilferuf: eCall wird ab 2018 Pflicht

Das Notrufsystem eCall wird für alle neuen PKW und leichten Nutzfahrzeuge ab dem Jahr 2018 zur Pflicht. Das beschloss das EU-Parlament. Bei einem Unfall übermittelt das System die Position des Fahrzeugs automatisch. Datenschutzsorgen soll ein Verwertungsverbot entgegentreten.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden/dpa
eCall soll den Verkehr sicherer machen.
eCall soll den Verkehr sicherer machen. (Bild: Europäische Komission)

Das EU-Parlament hat die Einführung des Auto-Notrufsystems eCall beschlossen, das nun deutlich später als ursprünglich geplant Pflicht wird. Erst ab dem 31. März 2018 müssen dann erstmals zugelassene Autos und leichte Nutzfahrzeuge mit dem Automatik-System ausgerüstet werden.

Stellenmarkt
  1. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  2. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Albstadt

Das System ruft in Europa automatisch die Nummer 112 an und übermittelt Ort und Zeitpunkt des Unfalls mit Airbag-Auslösung sowie die Fahrtrichtung und die Zahl der Insassen und die Motorenart. So sollen die Helfer ungefähr erkennen können, was sie erwartet. Damit das System funktionieren kann, müssen die Fahrzeuge mit GPS, einem Mobilfunkmodul und einem Steuergerät ausgerüstet werden und mit Sensoren ausgestattet sein, die die Zahl der belegten Plätze zählen. Die Verbindung zum Mobilfunksystem wird erst hergestellt, wenn ein Unfall festgestellt wurde. Zudem müssen die Notruf-Organisation und Infrastruktur umgebaut werden. Der Notruf kann auf Knopfdruck auch manuell ausgelöst werden, sollte jedoch nicht im Fall einer Autopanne benutzt werden. Die Nutzung des Dienstes ist kostenlos.

Die EU-Kommission schätzt die Kosten des eCall-Systems pro Fahrzeug auf 100 Euro. Auf EU-Ebene wurde schon mehrfach versucht, das Notrufsystem einzuführen. Eigentlich sollte es schon 2009 in jedem Neuwagen vorhanden sein. Später wurde als Starttermin 2010 avisiert. In Österreich lief von Juli bis Ende September 2006 ein Pilotversuch zu eCall. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Verkehr, Information und Technologie gemeinsam mit den Partnern Dolphin Technologies, ÖAMTC und Mobilkom Austria durchgeführt.

Nach Angaben der EU-Kommission verursachten Straßenverkehrsunfälle 2014 EU-weit rund 25.000 Todesopfer. Mit dem automatischen Notrufsystem sollen künftig durch die frühe Alarmierung und präzise Ortsangabe geschätzt 10 Prozent davon gerettet werden können.

Das System lässt sich vom Fahrer nicht abschalten. Durch die Datenschutzklausel soll verhindert werden, dass die Fahrzeuge ständig verfolgbar sind, bevor ein Unfall passiert. Demnach dürfen die von den Notdiensten gesammelten Daten ohne die ausdrückliche vorherige Zustimmung der betroffenen Person nicht an Dritte weitergegeben werden, und die Autohersteller müssen dafür sorgen, dass die Technik die Löschung der Daten auf Fahrzeugseite ermöglicht.

Ecall werde keine Metadaten sammeln, die für die Erstellung von Bewegungsprofilen genutzt werden könnten, sagte die Sprecherin der Sozialdemokraten im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, Evelyne Gebhardt (SPD). "eCall ist ausdrücklich ein sogenanntes schlafendes Notrufsystem - Positionsdaten werden nur im Falle eines Notfalls übermittelt."



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Logitech G Pro Gaming-Maus für 37€)
  2. (u. a. Samsung Galaxy S8 für 469€ und S8+ für 569€)
  3. 55,11€ (Bestpreis!)
  4. 17,49€

robinx999 06. Nov 2015

Und dafür einen 6 Monate alten Thread Ausgraben? Aber hier ging es im Prinzip auch um...

Ekelpack 30. Apr 2015

Auch wenn es ausgelutscht ist, aber die Juden vor 1933 hatten vor der Regierung auch...

M.Kessel 30. Apr 2015

Was ändert das bitte an der Tatsache, das man zu orten ist, und wenn man eine Autobahn...

Johnny Cache 29. Apr 2015

Man kann die Leute natürlich auch mit Gewalt überfordern. ;)

Elchinator 29. Apr 2015

4,95¤ Lies' einfach mal die Zeitung. Geht auch online. Aktuell z.B. zu Einbrüchen und...


Folgen Sie uns
       


iPad 2018 - Test

Das neue iPad hat vertraute Funktionen, die es teilweise zu diesem Preis aber noch nicht gegeben hat. Wir haben uns Apples neues Tablet im Test angeschaut.

iPad 2018 - Test Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

    •  /