Abo
  • Services:
Anzeige
USB-Stick im Brief: Besitzer eines Cherokee Jeep erhielten in den USA ein Sicherheitsupdate per Post.
USB-Stick im Brief: Besitzer eines Cherokee Jeep erhielten in den USA ein Sicherheitsupdate per Post. (Bild: M 93/Wikimedia Commons/CC-BY-SA-3.0 (DE))

Auto-Hacking: Kritik an Sicherheitsupdates per Post

USB-Stick im Brief: Besitzer eines Cherokee Jeep erhielten in den USA ein Sicherheitsupdate per Post.
USB-Stick im Brief: Besitzer eines Cherokee Jeep erhielten in den USA ein Sicherheitsupdate per Post. (Bild: M 93/Wikimedia Commons/CC-BY-SA-3.0 (DE))

Wie stopft man kritische Sicherheitslücken in der Software von Autos? Nach Ansicht eines Sicherheitsexperten ist der von Fiat Chrysler gewählte Weg eine Einladung an Hacker.

Anzeige

Nach dem spektakulären Hack der Autosoftware in Modellen des Herstellers Fiat Chrysler gibt es Kritik am Vorgehen des Autokonzerns. Es sei keine gute Idee gewesen, das Softwareupdate per Post auf einem USB-Stick zu verschicken, sagte der britische Sicherheitsexperte Pete Bassill von der Firma Hedgehog Security der BBC. Da das Aussehen der Briefe nun bekannt sei, seien sie in Zukunft leicht zu imitieren.

Im vergangenen Juli hatten die US-Sicherheitsforscher Charlie Miller und Chris Valasek berichtet, dass sie einen Cherokee Jeep über das Internet während der Fahrt manipulieren konnten. Als Schwachstelle hatte sich dabei das in den USA verwendete GSM-Modul des Unterhaltungssystems UConnect erwiesen. Wie sich dieses hacken lässt, haben Forscher der US-Universität San Diego kürzlich ausführlich erläutert.

Weiteres Modell betroffen

Fiat Chrysler hatte zunächst den Besitzern von 1,4 Millionen betroffenen Fahrzeugen empfohlen, sich ein Sicherheitsupdate herunterzuladen und per USB-Stick in ihren Wagen zu überspielen. Alternativ konnte das Update auch in einer Autowerkstatt installiert werden. Darüber hinaus erhielten die Besitzer offenbar einen Brief von Fiat Chrysler, dem direkt ein USB-Stick mit dem Update beigefügt war. Am vergangenen Freitag forderte der Konzern zudem die Besitzer eines weiteren Modells dazu auf, ihre Software zu aktualisieren. Betroffen waren rund 8.000 Jeep Renegade, die über ein bestimmtes Radio verfügen. Auch deren Besitzer erhalten einen Brief mit einem USB-Stick.

Nach Ansicht von Bassill kommt das einer Einladung an Hacker gleich. "Angreifer können gefälschte USB-Sticks verschicken und damit auf Opferfang gehen. Das ist genauso, wie wenn E-Mail-Nutzer auf einen bösartigen Link klicken oder einen infizierten Anhang öffnen", sagte er der BBC. Es müsse daher ein Verfahren geben, um sicherzustellen, dass der USB-Stick tatsächlich von Fiat Chrysler stamme.

Gefahr durch Reverse Engineering

Bassill befürchtet zudem, dass Hacker den Stick analysieren und mit Hilfe von Reverse Engineering herausfinden könnten, wie die Software aktualisiert wird. "Auf diese Weise könnten sie sogar neue Sicherheitslücken entdecken", sagte Bassill. Allerdings besteht diese Gefahr nicht nur durch das Versenden der USB-Sticks. Denn an das Update kann man auch über das Internet gelangen, wenn man eine entsprechende Fahrzeugnummer eingibt.

Wie ein konkretes Angriffsszenario aussehen könnte, erläutert Bassill nicht. Massenschreiben, wie bei Phishing-Attacken im Internet üblich, dürften wohl einen zu großen Aufwand für Hacker bedeuten. Bei einem gezielten Angriff bestünde aber die Möglichkeit, Sicherheitslücken in die Autosoftware einzuschleusen. In diesem Fall würde es auch nichts nützen, wenn die Software der Hersteller von Haus aus sicher wäre.


eye home zur Startseite
lestard 10. Sep 2015

Man könnte es ja so gestalten, dass der Hersteller einen Serienbrief-artigen Text an die...

Klopfer 07. Sep 2015

Daran habe ich auch schon gedacht, aber wer soll das Geld überweisen?

4nima 07. Sep 2015

Muss dich leider entäuschen ... in meiner Firma ist das absolute Pflicht und wird...

RipClaw 07. Sep 2015

Nachts klaut man auch keine Autos. Man fällt zu sehr auf. Einfach warten bis der...

LinuxNerd 06. Sep 2015

Bevor die Hersteller das Bewustsein dafür entwickeln, so ein richtiger Skandal der in den...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Jobware Personalberatung, Großraum Aachen
  2. Continental AG, Frankfurt
  3. HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
  4. BG-Phoenics GmbH, Hannover


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,00€
  2. 29,00€
  3. 74,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Private Division

    Rockstar-Games-Firma gründet Ableger für AAA-Indiegames

  2. Klage erfolgreich

    BND darf deutsche Metadaten nicht beliebig sammeln

  3. Neuer Bericht

    US-Behörden sollen kommerzielle Cloud-Dienste nutzen

  4. Übernahme

    Walt Disney kauft Teile von 21st Century Fox

  5. Deep Learning

    Googles Cloud-TPU-Cluster nutzen 4 TByte HBM-Speicher

  6. Leistungsschutzrecht

    EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform

  7. E-Ticket Deutschland bei der BVG

    Bewegungspunkt am Straßenstrich

  8. Star Wars

    The-Last-Jedi-Update für Battlefront 2 veröffentlicht

  9. Airport mit 802.11n und neuere

    Apple sichert seine WLAN-Router gegen Krack-Angriff ab

  10. Bell UH-1

    Aurora Flight Sciences macht einen Hubschrauber zur Drohne



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
4K UHD HDR: Das ZDF hat das Internet nicht verstanden
4K UHD HDR
Das ZDF hat das Internet nicht verstanden
  1. Cisco und Lancom Wenn Spionagepanik auf Industriepolitik trifft
  2. Encrypted Media Extensions Web-DRM ist ein Standard für Nutzer

King's Field 1 (1994): Die Saat für Dark Souls
King's Field 1 (1994)
Die Saat für Dark Souls
  1. Blade Runner (1997) Die unsterbliche, künstliche Erinnerung
  2. SNES Classic Mini im Vergleichstest Putzige Retro-Konsole mit suboptimaler Emulation

Bundesregierung: Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
Bundesregierung
Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
  1. Druck der Filmwirtschaft EU-Parlament verteidigt Geoblocking bei Fernsehsendern
  2. Rechtsunsicherheit bei Cookies EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung
  3. Datenschutz EU-Parlament stimmt ePrivacy-Verordnung zu

  1. Und wieder kein Dual 4K Display-Support...

    TheUrbanNinja | 19:59

  2. Re: Dann steht Manhunt 3 nichts mehr im Wege

    quineloe | 19:52

  3. Re: Golem Was soll das? Überschrift geht ja garnicht

    david_rieger | 19:49

  4. Re: Nicht gefunden - Werbeblocker ausschalten.

    RaphaeI | 19:48

  5. Re: Solche Produkte...

    demon driver | 19:47


  1. 16:10

  2. 15:30

  3. 15:19

  4. 14:50

  5. 14:44

  6. 14:43

  7. 14:05

  8. 12:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel