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Auto: Ford leuchtet mit Scheinwerfern GPS-gestützt in Kurven

Nachts auf der Landstraße soll Fords mitlenkender Autoscheinwerfer künftig Gefahrensituationen entschärfen: GPS-gestützt oder per Kamera werden vom Auto Kurven erkannt und durch bewegliche Lampen ausgeleuchtet, ohne den Gegenverkehr zu blenden. Hindernisse werden per Spot beleuchtet.
/ Andreas Donath
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Camera-Based Advanced Front Lighting System (Bild: Ford)
Camera-Based Advanced Front Lighting System Bild: Ford

Ford will das Fahren auf Landstraßen sicherer machen und entwickelt adaptive Frontscheinwerfer, die die Lichtkegel der Krümmung der Kurve anpassen können. Dabei sind die Lampen nicht an die Lenkung gekoppelt – solche Systeme gibt es seit Jahrzehnten -, sondern werden dem Straßenverlauf angepasst. Dazu greift Ford auf Landkarten zurück. Die aktuelle Position des Fahrzeugs wird per GPS ermittelt. Alternativ kann eine Kamera hinter dem Rückspiegel die Straße aufnehmen und dafür sorgen, dass das Licht angepasst wird. Ford geht zudem noch einen Schritt weiter und blendet den Scheinwerfer ab, der den Gegenverkehr in der Kurve blenden könnte.

Ford Camera-Based Advanced Front Lighting System (Herstellervideo)
Ford Camera-Based Advanced Front Lighting System (Herstellervideo) (01:25)

Das Camera-Based Advanced Front Lighting System von Ford soll in einer späteren Ausbaustufe auch aufnehmen, wohin es geleuchtet hat, um bei einer künftigen Fahrt das Programm GPS-gesteuert wieder abzuspulen.

Fords Beleuchtungssystem ist auch für die Kennzeichenerkennung sinnvoll, denn es erkennt Straßenschilder nicht nur, es leuchtet sie auch so aus, dass die Erkennungsalgorithmen gut funktionieren. Zudem kann Ford mit Infrarotscheinwerfern die Straße ausleuchten und mit einem Bilderkennungsprogramm Objekte auf der Straße identifizieren. Diese werden von einem der beiden Spotscheinwerfer, die ebenfalls beweglich sind, ausgeleuchtet, damit der Fahrer sie besser erkennen kann. Das Licht soll allerdings nicht so stark sein, dass Menschen oder Tiere geblendet werden. Auf dem Hauptbildschirm werden die Objekte im Kamerabild ebenfalls hervorgehoben und mit einem farbigen Rahmen versehen.

Unterschiedliche Farben sollen Distanzen und damit das Risiko einer Kollision anzeigen. Das Spotlightsystem soll bis zu einer Entfernung von 120 Metern funktionieren.

Ford entwickelt sein Camera-Based Advanced Front Lighting System in seinem europäischen Forschungszentrum in Aachen(öffnet im neuen Fenster) . Noch ist nicht bekannt, wann die Technik serienreif sein wird.


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