Auto: BYD überholt Tesla als größten Elektroautohersteller
Der chinesische Autohersteller BYD hat Tesla im Jahr 2025 als Marktführer bei Elektroautos überholt. Wie verschiedene(öffnet im neuen Fenster) Medien(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichten, hat BYD in diesem Jahr 2,07 Millionen Autos abgesetzt.
Bei Tesla sind es aktuellen Zahlen des Herstellers selbst zufolge nur 1,64 Millionen Fahrzeuge. Tesla hatte eine Prognose für das vierte Quartal veröffentlicht, die mit 422.850 Autos schlechter als erwartet ausgefallen ist. Aber selbst bei einem besseren letzten Quartal wäre BYD kaum einzuholen gewesen.
Tesla hat weltweit an Einfluss verloren
Teslas jährliche Absatzzahlen sind um mehr als 8 Prozent gesunken, wenngleich der Hersteller für die kommenden Jahre wieder einen Aufschwung erwartet. Die Gründe für den Verlust sind vielfältig: Zum einen hat Tesla seit Jahren sein Portfolio nicht großartig erneuert. Zum anderen hat Tesla im wichtigen Elektroautomarkt China gegenüber den vielen einheimischen Herstellern, wie etwa BYD, verloren. Auch in den USA läuft es nicht mehr so gut wie früher, seit die US-Regierung einen Steuervorteil beim Kauf eines Elektroautos gestrichen hat.
Weltweit leidet Tesla zudem seit dem politischen Engagement seines Chefs Elon Musk. In Deutschland etwa war das Model Y lange Zeit das beliebteste Elektroauto, mittlerweile rangiert es nur noch auf den hinteren Rängen in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes.
BYD hingegen kommt aktuell recht gut durch den harten Preiskampf in China, dem in den kommenden Jahren zahlreiche Hersteller zum Opfer fallen dürften. Das Unternehmen hat 2025 zudem sein Europageschäft stark ausgebaut – auch in Deutschland hat BYD neue Vertriebspartner gefunden und ein umfangreicheres Managementnetz aufgestellt.
BYD setzt auf Europa
BYD setzt zudem verstärkt auch auf Produktionskapazitäten außerhalb Chinas. In Ungarn wird aktuell ein Werk für PKW gebaut, das 2026 an den Start gehen soll. Außerdem wird BYD in Manisa in der Türkei produzieren. Dank der Zollunion mit der EU könnten dort gefertigte Autos auch ohne Strafzölle in Europa verkauft werden. Das türkische Werk soll sogar mehr Fahrzeuge produzieren als das Werk in Ungarn.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



