Auto: ADAC zieht Punkte bei zu viel Funktionen per Touchscreen ab

In den vergangenen Jahren haben Displays in immer mehr neuen Autos Einzug gehalten. In einigen Modellen lassen sich mittlerweile Funktionen wie die Spiegelverstellung, der Scheibenwischer oder auch die Klimaanlage nicht mehr über physische Knöpfe bedienen.
Der ADAC hat in diesem Zusammenhang eine Änderung bei seinen Bewertungskriterien für den Bereich Bedienung angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Fahrzeuge können nur noch die volle Punktzahl bei der Bedienung bekommen, wenn bestimmte Grundfunktionen als Knopf oder Schalter mit direktem haptischen Feedback verfügbar sind.
"Diese Regel gilt für Blinker, Warnblinker, Hupe, Scheibenwischer und eCall" , erklärt der ADAC. "Andere Funktionen müssen mit einem oder zwei Schritten im Untermenü des Fahrzeugs verfügbar sein."
ADAC: Mehr Displays, mehr Unfälle
Untersuchungen des ADAC zeigen, dass der zunehmende Einbau von Bildschirmen dazu führt, dass aufgrund verschachtelter Menüstrukturen bestimmte Einstellungen länger brauchen. Das führt zu längeren Bedienzeiten und entsprechend einer Ablenkung der Fahrer. Da in der Folge das Unfallrisiko steigt, bewertet der ADAC dies künftig anders.
Autofahrern rät der ADAC, sich vor dem Fahrtantritt eines neuen Autos mit den Grundfunktionen vertraut zu machen. Vor allem im Winter sei es wichtig, Funktionen wie die Lüftung für die Frontscheibe schnell aktivieren zu können – oder bei Regen den Scheibenwischer.
Viele moderne Autos haben mittlerweile auch gut funktionierende Sprachsteuerungen, über die sich bestimmte Grundfunktionen steuern lassen. Wer einmal nicht weiter weiß, für den lohnt es sich durchaus, den Sprachassistenten im Auto zu fragen. Als Ersatz für einen physischen Schalter sieht der ADAC diese Funktion aber nicht.



