Autarkes VR-Headset: HTC bringt das Vive Focus nach Europa

Nachdem es bisher nur in China und als Dev-Kit verfügbar war, erscheint HTCs Vive Focus auch in Deutschland. Das VR-Headset unterstützt Positional-Tracking, wer aber die 6DoF-Controller nutzen möchte, muss auf den hohen Preis nochmal draufzahlen.

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Vive Focus
Vive Focus (Bild: HTC)

HTC hat angekündigt, das Vive Focus auch in Deutschland zu verkaufen - noch ist es aber nicht online beim Hersteller verfügbar. Bisher war das autarke VR-Headset nur in Asien erhältlich, nun bringt es HTC mit Fokus auf Unternehmen nach Europa und nach Nordamerika. Anders als das Oculus Go (Test) unterstützt das Vive Focus sogenanntes Inside-out-Tracking, also Positional-Tracking ohne externe Sensoren.

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Das VR-Headset nutzt zwei OLED-Pentile-Panels mit zusammen 2.880 x 1.600 Pixeln bei 75 Hz und integriert zwei Kameras für das Inside-out-Tracking, was beim Ausprobieren vor einigen Monaten sehr gut klappte. Der mitgelieferte Controller weist allerdings nur drei Freiheitsgrade (3DoF) auf, wir können damit also nicht die Tiefe greifen, sondern nur Objekte anvisieren. Allerdings arbeitet HTC an einem Controller-Pärchen mit 6DoF, hierzu ist ein zusätzliches Ultraschall-Modul für das Headset erforderlich. Ersten Berichten zufolge funktioniert das Tracking weniger gut als beim Oculus Quest, das erscheint aber erst im Frühling 2019.

Auch wenn das Vive Focus auf einem Snapdragon 835 von Qualcomm und Googles Android basiert, laufen offiziell nur Anwendungen aus HTC Vive Wave genanntem Plattform-Shop. Der Hersteller positioniert das VR-Headsets primär im Unternehmensbereich, was auch den Preis von 700 Euro erklärt - darin enthalten ist der reguläre Controller mit 3DoF. Ähnlich ausgestattet ist das Mirage Solo von Lenovo, es wird für 400 Euro angeboten. Das Oculus Go nutzt schwächere Technik und hat kein Positional-Tracking, dafür kostet es mit 220 Euro auch viel weniger.

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