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Auszeichnung: Physik-Nobelpreis für Peter Higgs und François Englert

Der Entdecker des nach ihm benannten Elementarteilchens, Peter Higgs, erhält den Nobelpreis für Physik im Jahr 2013. Fast 50 Jahre nach seinen theoretischen und lange umstrittenen Überlegungen bekommt der Brite damit die höchste Anerkennung, muss sie aber mit einem Belgier teilen.
/ Nico Ernst , Werner Pluta
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Nobelpreisträger für Physik 2013: François Englert (l.) und Peter Higgs (r.) (2012 am Cern) (Bild: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images)
Nobelpreisträger für Physik 2013: François Englert (l.) und Peter Higgs (r.) (2012 am Cern) Bild: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images

84 Jahre alt musste Peter Higgs werden, um für seine aus heutiger Sicht bahnbrechende Überlegung geehrt zu werden. Der Physiker erhält den Nobelpreis 2013 in seinem Fach. Nötig war dafür nicht nur viel Geduld, sondern mit dem Large Hadron Collider die größte je von Menschen gebaute Maschine. Kaum weniger lang war die Wartezeit für François Englert, der sich im Alter von 81 Jahren den Preis mit Higgs teilt.

Peter Higgs und andere Physiker über das Higgs-Boson
Peter Higgs und andere Physiker über das Higgs-Boson (07:59)

Beide hatten in den 1960er Jahren die bis dahin vorherrschende Meinung über die Struktur von Materie infrage gestellt. Higgs behauptete, dass es ein bestimmtes Teilchen geben müsse, das den Dingen ihre Masse verleiht. Später wurde dieses Teilchen Higgs-Boson genannt. Unabhängig von dem Briten stellte der Belgier François Englert ähnliche Überlegungen an.

Nachweis im LHC

Der LHC ist derzeit der leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger der Welt. Die 27 Kilometer lange, ringförmige Anlage, die zum europäischen Kernforschungszentrum Cern gehört, wurde gebaut, um Higgs' und Englerts theoretische Vorhersage experimentell nachzuweisen.

Im Juli 2012 war es so weit: Forscher von zwei LHC-Experimenten gaben die Entdeckung eines neuen Elementarteilchens bekannt, das mit dem Higgs-Teilchen, welches das Standardmodell vorhersagt, konsistent ist. In der Folgezeit haben sich die Anzeichen verdichtet, dass es sich tatsächlich um das Higgs-Boson handelt . Seither galt Higgs – und mit ihm Englert – unter Experten als Nobelpreiskandidat .

Entscheidung heute

Die Entscheidung sei erst heute gefallen, erklärte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften – "einige Meter von dieser Konferenz entfernt" . Higgs sei nicht zu erreichen gewesen. Deshalb hätten sie ihn per E-Mail benachrichtigt.

Der Nobelpreis ist mit der bekannten Medaille, einem Diplom sowie 8 Millionen schwedischen Kronen dotiert, was umgerechnet gut 900.000 Euro ergibt. Wofür die Preisträger das Geld verwenden wollen, gaben sie noch nicht bekannt.


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