Abo
  • IT-Karriere:

Auswärtiges Amt: Bundeshacker kommunizierten per Outlook mit Malware

Die Malware auf den Rechnern des Auswärtigen Amtes soll per E-Mail mit den Command-und-Control-Servern der Angreifer kommuniziert haben. Die erste Infektion der Rechner erfolgte offenbar über eine manipulierte E-Learning-Plattform.

Artikel veröffentlicht am ,
Outlook war dieses Mal nicht Einfallstor für Malware - sondern offenbar Steuerinstrument.
Outlook war dieses Mal nicht Einfallstor für Malware - sondern offenbar Steuerinstrument. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die mutmaßlich russischen Angreifer auf Rechner der Bundesregierung sollen über Mails in Microsofts Outlook-Client mit der Schadsoftware kommuniziert haben. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Verweis auf nicht näher genannte "Sicherheitsforscher". Der Angriff auf die IT-Infrastruktur des Bundes wird der Turla-Gruppe zugeordnet, von einigen Sicherheitsfirmen auch Snake genannt.

Stellenmarkt
  1. Unternehmercoach GmbH, Eschbach
  2. MVV Trading GmbH, Mannheim

Um unentdeckt zu bleiben, müssen Befehle des Command-and-Control-Servers an die Malware möglichst gut verschleiert werden. In der Vergangenheit hatte die Turla-Gruppe dazu nach Berichten von Sicherheitsforschern bereits kodierte Kommentare auf der Instragram-Seite von Britney Spears benutzt. Die Bundesregierung soll von einem ausländischen Geheimdienst vor dem Hack gewarnt worden sein.

Im aktuellen Fall sollen Mails an die Outlook-Mailkonten gesendet worden sein, die mit den betroffenen 17 Rechnern verknüpft waren. Die Malware wartete demnach auf bestimmte Signalwörter im Anhang der Mails und führte dann die entsprechenden Befehle aus. Die Vorgehensweise ist nach Darstellung der befragten Sicherheitsexperten bislang nicht bekannt gewesen. Ob dafür gezielt Sicherheitslücken ausgenutzt wurden, ist bislang unklar. Das Vorgehen sei "elegant, weil es unauffällig ist", wird einer der Experten in der SZ zitiert.

Angriff über E-Learning-Module

Bereits am Wochenende hatte zudem die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) berichtet, dass der Angriff auf das Auswärtige Amt ausgerichtet war. Es seien spezielle E-Learning-Kurse bei der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung in Brühl manipuliert worden, die dann von Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes geöffnet wurden und so die Rechner infizierten.

Die SPD reaktivierte auf Basis der aktuellen Vorfälle die Diskussion um umstrittene Hack-Back-Maßnahmen. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Burkhard Lischka, sagte: "Wenn Daten abfließen, dürfen wir sie dann auf dem angreifenden Server löschen? Darf im Notfall sogar der fremde Server zerstört werden? Dafür brauchen wir eine klare gesetzliche Grundlage. Die SPD ist gesprächsbereit, um das Grundgesetz zu ändern." Entsprechende Maßnahmen sind in Sicherheitskreisen umstritten, weil die Attribution von Angriffen auf IT-Infrastruktur sehr komplex ist und gezielt falsche Fährten gelegt werden können.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,31€
  2. 4,99€
  3. (-68%) 8,99€
  4. 24,99€

limes 08. Mär 2018

Danke. Gut zusammengefasst

clive_bosko 07. Mär 2018

schau es dir an


Folgen Sie uns
       


Doom Eternal angespielt

Slayer im Kampf gegen die Höllendämonen: Doom Eternal soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Doom Eternal angespielt Video aufrufen
Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Himo C16 Xiaomi bringt E-Mofa mit zwei Sitzplätzen für rund 330 Euro
  2. ADAC-Test Hohe Zusatzkosten bei teuren Wallboxen möglich
  3. Elektroroller E-Scooter sollen in Berlin nicht mehr auf Gehwegen parken

10th Gen Core: Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren
10th Gen Core
Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren

Ifa 2019 Wer nicht genau hinschaut, erhält statt eines vierkernigen 10-nm-Chips mit schneller Grafikeinheit einen Dualcore mit 14++-Technik und lahmer iGPU: Intels Namensschema für Ice Lake und Comet Lake alias der 10th Gen macht das CPU-Portfolio wenig transparent.
Von Marc Sauter

  1. Neuromorphic Computing Intel simuliert 8 Millionen Neuronen mit 64 Loihi-Chips
  2. EMIB trifft Foveros Intel kombiniert 3D- mit 2.5D-Stacking
  3. Nervana NNP-I Intels 10-nm-Inferencing-Chip nutzt Ice-Lake-Kerne

Erdbeobachtung: Satelliten im Dienst der erneuerbaren Energien
Erdbeobachtung
Satelliten im Dienst der erneuerbaren Energien

Von oben ist der Blick auf die Erde am besten. Satelliten werden deshalb für die Energiewende eingesetzt: Mit ihnen lassen sich beispielsweise die Standorte für Windkraftwerke oder Solaranlagen bestimmen sowie deren Ertrag prognostizieren.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Rocketlab Kleine Rakete wird wiederverwendbar und trotzdem teurer
  2. Space Data Highway Esa bereitet Laser-Kommunikationsstation für den Start vor
  3. Iridium Certus Satelliten-Breitbandnetz startet mit 350 bis 700 KBit/s

    •  /