Ausverkauf von Krypto und Tech-Aktien: Anleger zweifeln an hohen Bewertungen
Die aktuellen Verluste von Tech-Aktien und Kryptowährungen sind nicht auf ein einzelnes Ereignis zurückzuführen. Vielmehr kommen die anhaltenden Berichte über zu hohe Bewertungen mit demselben Empfinden vieler Anleger zusammen, was zu einem massiven Verkauf von Anteilen führt, wie Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Auch Edelmetalle sind von dieser Kurskorrektur betroffen.
Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, fiel der Goldpreis um 20 Prozent. Der Bitcoin verlor 13 Prozent seines Werts und verlor damit alle Gewinne seit dem Beginn von US-Präsident Donald Trumps zweiter Amtszeit. Auch Amazon verlor mehr als 11 Prozent an Wert und südkoreanische Aktien, zum Beispiel von Samsung und SK Hynix, mussten ebenfalls Verluste verzeichnen.
Institutionelle Anleger ziehen sich bereits seit längerem aus dem Kryptomarkt zurück und verkauften in den vergangenen Monaten Bitcoins im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar. Der verstärkte Verkauf von Bitcoins beeinflusste auch andere Kryptowährungen sowie ETFs und Treasury-Unternehmen negativ. Spekulanten, die solche Vermögenswerte mit Fremdkapital kauften und auf kurzfristige Gewinne wetteten, wurden dadurch ebenfalls zum Verkauf getrieben, um ihre Verluste möglichst kleinzuhalten.
Anleger betrachten auch, wer von KI verdrängt wird
Zu Jahresbeginn 2026 hatten Analysten prognostiziert, dass Tech-Aktien den längsten Aufwärtstrend seit 20 Jahren erleben würden. Dabei wurden ein anhaltender KI-Boom, die überraschend robuste US-Wirtschaft und die Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen senken werde, mit einbezogen. Mit der Nominierung von Kevin Warsh als Chef der US-Notenbank könnte diese die Zinsen zukünftig aber eher hochhalten.
Zudem betrachten Anleger auch Unternehmen, die durch den KI-Boom verdrängt werden , und befürchten, dass die hohen Bewertungen auch bei Firmen wie Alphabet, trotz deren guter Quartalszahlen , langfristig nicht tragbar sind.
Hinzu kommt, dass aktuelle US-Arbeitsmarktdaten zeigen, dass im Januar 2026 so viele Stellenstreichungen von Unternehmen verkündet wurden wie zuletzt während der globalen Finanzkrise in den Jahren 2007 bis 2009. Das trägt ebenfalls dazu bei, dass Anleger ein Stocken der wirtschaftlichen Entwicklung befürchten.
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