Australien: Open Document Format für Behörden

In australischen Behörden sollen künftig nur noch Büroanwendungen verwendet werden, die das Open Document Format (ODF) unterstützen. Dazu gehören neben Libreoffice oder Apache Openoffice auch Office-Produkte von Microsoft.

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Behörden in Australien sollen künftig das offene Dokumentenformat ODF 1.1 verwenden.
Behörden in Australien sollen künftig das offene Dokumentenformat ODF 1.1 verwenden. (Bild: Teaukura Moetaua/Getty Images)

Die staatliche IT-Verwaltung in Australien hat Richtlinien erarbeitet, nach denen Software für den Einsatz in der öffentlichen Verwaltung empfohlen werden soll. Demnach sollen Behörden künftig Textverarbeitungssoftware verwenden, die mindestens das Dokumentenformat ODF 1.1 unterstützt. Bisher verwenden Behörden in Australien Microsofts Office-Open-XML-Büroanwendungen als Standard.

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Die Vorgaben wurden vom Australian Government Information Management Office (Agimo) erarbeitet, das sich um die Effizienz der IT in Behörden in Australien kümmert. "Die Standardisierung eines Formats, das von einer breiten Palette von Anwendungen unterstützt wird, ermöglicht eine größtmögliche Interoperabilität, ohne die Nutzung einer spezifischen Anwendung zu erzwingen", erklärte das Agimo. Gleichzeitig solle damit verhindert werden, dass Daten nicht mehr zugänglich sind, wenn eine Anwendung vom Hersteller nicht mehr unterstützt wird. Außerdem solle der Standardwechsel dafür sorgen, dass auch künftige cloudbasierte Lösungen genutzt werden können.

Da Microsofts Büroanwendungen ab Office 2007 SP2 bereits ODF unterstützen, müssten Behörden bei der Änderung des Standards nicht zwingend umrüsten. Außer den freien Büropaketen und denen von Microsoft könnten staatliche Mitarbeiter auch Google Docs und Lotus Symphony verwenden.

Mit der bevorstehenden Verabschiedung von ODF 1.2 samt dem Openformula-Standard werde auch die Interoperabilität von Tabellenformaten erhöht. Da auch Microsoft Office 2013 ODF 1.2 bereits unterstützt, stelle sich hier kein Problem der Interoperabilität, schreibt der hochrangige Agimo-Mitarbeiter John Sheridan in einem Blogeintrag.

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Dem Wechsel zu ODF 1.1 nach ISO/IEC 26300:2006 ging eine lange Debatte in Australien voraus. Weil offene Büroanwendungen in Australien kaum verbreitet sind, stellte sich die Frage, ob ein Wechsel des Standards überhaupt notwendig sei. Ferner stand zur Diskussion, ob nicht das von Microsoft als offen zertifizierte XML-Dokumentenformat nach ISO/IEC 29500 einen Dokumententausch mit anderen Anwendungen ebenfalls ausreichend ermögliche.

Die erarbeiteten Richtlinien stehen zunächst zur Diskussion. Daraus soll dann eine finale Version der Richtlinien erarbeitet werden.

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Kernschmelze 01. Jun 2013

Eine schöne Entwicklung in meinen Augen. So langsam gehen alle weg vom Zwang ein Produkt...

PaytimeAT 31. Mai 2013

Weil $$$

Anonymer Nutzer 31. Mai 2013

So wie ich das verstanden hab ist die Umsetzung von odf in Microsoft Office (absichtlich...


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