Australien: IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus

Eine australische Konferenz lädt zwei Sprecher aus und fordert Änderungen an Vorträgen - auf Bitten der australischen IT-Sicherheitsbehörde, die eng mit den dortigen Geheimdiensten verflochten ist.

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Protest gegen die Ausladung von Suelette Dreyfus und Thomas Drake von der australischen Cybercon
Protest gegen die Ausladung von Suelette Dreyfus und Thomas Drake von der australischen Cybercon (Bild: censorcon.net)

Die im australischen Melbourne stattfindende Cybercon hat zwei Sprecher ausgeladen - Suelette Dreyfus und Thomas Drake. Dreyfus sollte über Technologien für Whistleblower sprechen, Drake plante einen Vortrag über staatliche Überwachung. Die Ausladung erfolgte durch das australische Cybersicherheitszentrum (Australian Cyber Security Centre, ACSC), das die Konferenz mitorganisiert.

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Beiden Vortragenden war nach eigenen Angaben bereits vor elf Monaten zugesagt worden, dass sie ihre Vorträge halten könnten. Die Absage erfolgte jedoch erst kurz vor der Konferenz, die diese Woche vom 7. bis 9. Oktober stattfand. Die ausgeladenen Sprecher haben Informationen über ihre Vorträge auf einer Webseite zusammengestellt.

Vortrag über australisches Kryptographiegesetz sollte geändert werden

Laut einem Artikel des Guardian versuchte das ACSC offenbar außerdem, bei einem weiteren Vortrag über das australische Kryptographiegesetz Einfluss auf den Inhalt zu nehmen. Der Vortragende Ted Ringrose weigerte sich aber, seinen Vortrag anzupassen, und durfte ihn trotzdem halten.

Der Kryptograph Bruce Schneier, der ebenfalls auf der Konferenz als Sprecher eingeladen war, kritisierte die Entscheidung in seinem Blog. In seinem Vortrag wies Schneier zudem auf die Webseite der beiden Ausgeladenen hin. Der Vorfall dürfte insgesamt dafür sorgen, dass die Inhalte mehr Aufmerksamkeit erhalten, worauf auch Schneier hinwies.

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Das ACSC ist eine Behörde der australischen Regierung und für IT-Sicherheit zuständig, vergleichbar mit dem deutschen BSI. Das ACSC hat enge Verbindung zu australischen Geheimdiensten, so teilt es sich etwa das Gebäude mit dem Geheimdienst ASIO und untersteht der australischen Überwachungsbehörde.

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cpt.dirk 14. Okt 2019

Erwarte ich im "Dunkelnaziland", dass auch im Jahre 2019 immer noch 25% verkappte...

DebugErr 12. Okt 2019

Nach diesem Artikel bin ich mir da nicht mehr so sicher. Setze lieber wieder auf CASIO.

mxcd 12. Okt 2019

Es gibt von eingen Handwerkskammern und Verbänden Initiativen mit dem Ziel, Handwerkliche...

narfomat 11. Okt 2019

land of the free 2.0... nice. "aeeeh, der dingsda will ueber staatliche ueberwachung...



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